Daigo

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Dieser Artikel behandelt den Kaiser Daigo. Zu dem gleichnamigen Sänger siehe Daigo (Sänger). Zum E-Sportler siehe Daigo Umehara.
Daigo

Daigo (jap. 醍醐天皇, sinngemäß „das Allerfeinste“[1] Daigo-tennō; * 18. Januar 885; † 23. Oktober 930) war der 60. Tennō von Japan (897–930). Er war der erste Sohn des Uda-tennō.

Seine Inthronisation erfolgte 897/7/13 (japanischer Kalender, d.i. am 14. Aug.), zwei Tage nachdem sein Vater Uda zurückgetreten war.

Seine Hauptfrau (中宮) war Fujiwara no Onshi (藤原穏子) – Tochter des Kampaku Fujiwara no Mototsune. Sie übte auch während der Regierung ihrer Söhne (Suzaku und Murakami) als Kaiserinmutter großen Einfluss aus.

Er selbst trat eine Woche vor seinem Tode zugunsten seines Sohnes, Prinz Hiroakira zurück. Die beiden älteren Kronprinzen Yasuaki und Yoshiori waren jung verstorben. Man glaubte, sie seien dem Rachegeist (urami) des Sugawara no Michizane zum Opfer gefallen. Der 7-jährige Prinz, der als Tennō Suzaku regierte, minderjährig war wurde die Macht vom Regenten (sesshō) Fujiwara no Tadahira ausgeübt. Auch Kaiser Murakami war ein leiblicher Sohn Daigos.

Insgesamt hatte er 33 Jahre regiert, als er 46-jährig starb.

Ab 904 förderte er den Ausbau des Daigo-ji in einem Vorort von Kyōto, dessen Yakushi-Halle 907 vollendet wurde. Die Mönche dieses Tempels wurden dann auch 934 beauftragt, die Riten zu seiner Beerdigung durchzuführen.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. den Zeichen nach „Butteröl“ (ghee, in Indien als Opfergabe benutzt) ist eine buddhistische Metapher für die „Höchste Wahrheit“ (jap. 最高真理 saikō shinri). Vgl. z.B. Shinmura Izuru: Kōjien. 5. Aufl., Verlag Iwanami, Tokyo 2002. Lemma: 醍醐. Nach ihm wurde einem weiteren Tennō der posthume Name verliehen, dem Go-Daigo-tennō (reg. 1318-1339)
  2. Kaoru Fujimori: „Ryōbo“. In: Encyclopedia of Shinto. Kokugaku-in, 12. März 2007 (englisch)
Vorgänger Amt Nachfolger
Uda Tennō
897–930
Suzaku