Daihatsu Rocky

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Rocky F70

Der japanische Daihatsu Rugger, in Europa zumeist als Daihatsu Rocky verkauft und für manche Märkte auch Daihatsu Taft benannt, ist ein Geländewagen des Automobilherstellers Daihatsu.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Auto wurde ab 1984 gebaut und löste den Daihatsu Taft / Wildcat – das erste Fahrzeug der Marke Daihatsu, das in Deutschland verkauft wurde – (Baureihen F1, F2, F5 und F6) von Daihatsu ab, wurde aber auch bis zum Modelljahr 1988 als Wildcat verkauft.

Er wurde in der F7-Baureihe (F70 kurzer Radstand – offen oder geschlossen, F75 langer Radstand – mit nicht demontierbarem Hardtop, F77 Pickup) mit 78 PS-Saugdiesel, 2,8 l Hubraum und der F8-Baureihe (F80 kurzer Radstand, F85RV langer Radstand und F87 Pickup) mit 2-Liter-Benzinmotor angeboten.

In altbewährter Geländewagentradition wurden die robusten Merkmale Starrachsen und Blattfedern, vorne und hinten, aus dem Taft übernommen. Zudem wurde an der Vorderachse ein Querstabilisator und an der Hinterachse eine variable Differentialsperre (eine so genannte Reibsperre) verbaut, welcher der Fahrsicherheit im Gelände und auf der Straße dient. Der F75 verfügte noch über eine in drei Stufen (hart, mittel, weich) verstellbare Federung. Bemerkenswert war die für diesen relativ kleinen Geländewagen die hohe Anhängelast von 2,1 t(gebremst) mit einer Stützlast von 100 kg.

1987 wurde der 2,8-Liter-Dieselmotor mit einem Turbolader nachgerüstet, der nun 67 kW (91 PS) Leistung erbringen konnte. 1991 wurde dieser Motor noch einmal modernisiert, indem er einen Ladeluftkühler und geänderte Kolben bekam und somit die Leistung auf 102 PS anwuchs. Dieser Motor wurde unverändert bis zur Einstellung der Produktion 2002 verbaut. Die Leistung des Motors wurde für den deutschen (europäischen) Markt auf 72 kW (98 PS) zurückgenommen, bedingt durch den Einsatz einer Abgasrückführung, um die geltenden Gesetzesvorschriften einzuhalten.

Die Modelle wurden bis zum Jahre 1993 nur unwesentlich modifiziert (ab 1988 eckige Frontscheinwerfer, Grill, Reserveradhalterung und aus gesetzlichen Gründen herabgesetzte Rückleuchten ab Modelljahr 1992).

Ab 1993 gab es dann eine umfassende Modifizierung, wobei die Modelle F73, F78, F85 die Modelle F70, F75 und F85RV ablösten. Außer der teilweise überarbeiteten Karosserie wurden die Achsaufhängungen geändert; der Rocky bekam Einzelradaufhängung mit doppelten Querlenkern und Drehstabfederung an der Vorderachse, hinten blieb die Starrachse – allerdings mit Schraubenfedern und Stabilisator. Ferner wurden Kombi-Instrumente verbaut, der offene Rocky wurde nicht mehr angeboten.

1997 wurde die Produktion für den japanischen Heimatmarkt eingestellt. Das Exportmodell wurde noch bis 2002 hergestellt. In Indonesien wurde der Taft noch bis in das Jahr 2007 hinein gebaut.

Erfolge im Rennsport[Bearbeiten]

  • 1985er Paris-Dakar-Rallye: dritter Platz in der Gesamtwertung
  • 1985/1986er Wynns Safari-Rallye (Australien): Klassensieger

Nachbauten[Bearbeiten]

Der Rocky (F75) wurde auch als Lizenzbau von Bertone unter dem Namen Freeclimber mit BMW-Motoren und hochwertiger Innenausstattung vertrieben. Die Aufbauten wurden von Bertone durch Verzinken besser rostgeschützt.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Daihatsu Rocky – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien