Daisuke Takahashi

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Daisuke Takahashi Eiskunstlauf
Takahashi nach dem Sieg bei der Vier-Kontinente-Meisterschaft 2008
Nation JapanJapan Japan
Geburtstag 16. März 1986
Geburtsort Kurashiki
Größe 165 cm
Karriere
Verein Kansai-Universität SC
Trainer Nikolai Morosow
Choreograf Kenji Miyamoto,
Pasquale Camerlengo
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympia-Medaillen 0 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
WM-Medaillen 1 × Gold 2 × Silber 0 × Bronze
VKM-Medaillen 2 × Gold 1 × Silber 1 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Winterspiele
Bronze Vancouver 2010 Herren
ISU Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften
Silber Tokio 2007 Herren
Gold Turin 2010 Herren
Silber Nizza 2012 Herren
Vier-Kontinente-MeisterschaftenVorlage:Medaillen_Wintersport/Wartung/unerkannt
Bronze Gangneung 2005 Herren
Gold Goyang 2008 Herren
Gold Taipeh 2011 Herren
Silber Colorado Springs 2012 Herren
Persönliche Bestleistungen
 Gesamtpunkte 276,72 WTT 2012
 Kür 182,72 WTT 2012
 Kurzprogramm 95,55 NHK Trophy 2013
Platzierungen im Eiskunstlauf Grand Prix
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Grand-Prix-Finale 1 3 1
 Grand-Prix-Wettbewerbe 8 4 2
letzte Änderung: 10. November 2013

Daisuke Takahashi (jap. 髙橋 大輔, Takahashi Daisuke; * 16. März 1986 in Kurashiki) ist ein japanischer Eiskunstläufer, der im Einzellauf startet. Er ist der Weltmeister von 2010 und der Vier-Kontinente-Meister von 2008 und 2011.

Karriere[Bearbeiten]

2002 wurde Takahashi als erster Japaner Eiskunstlauf-Juniorenweltmeister. Sein erster großer Erfolg bei den Senioren war 2007 der Gewinn des Vize-Weltmeistertitels vor heimischem Publikum in Tokio, hinter Brian Joubert. 2008 gewann er außerdem die Vier-Kontinente-Meisterschaft. Dort stellte er die bis 2011 gültigen Weltrekorde für Kür- und Gesamtpunktzahl auf.

Nach einem Jahr Verletzungspause präsentierte er sich bei den Olympischen Spielen in Vancouver wieder in alter Stärke und gewann hinter Evan Lysacek und Jewgeni Pljuschtschenko die Bronzemedaille. Es war die erste olympische Medaille für einen japanischen Eiskunstläufer. Bei der Weltmeisterschaft 2010 in Turin gewann Takahashi als erster Japaner den Titel in der Herrenkonkurrenz. Für seine Kür verwendete er die Komposition La Strada von Nino Rota.

Im Februar 2011 gewann Takahashi in Taipeh souverän seinen zweiten Titel bei Vier-Kontinente-Meisterschaften. Als amtierender Weltmeister ging Takahashi zur Weltmeisterschaft, die aufgrund des Erdbebens in Japan nicht wie geplant in Tokio, sondern in Moskau stattfand. Nach seinem Kurzprogramm, das keinen Vierfachsprung beinhaltete, hatte er auf dem dritten Rang gelegen. Seine Kür musste er gleich zu Beginn wegen eines Kufenproblems unterbrechen. Bei seinem ersten Sprung, dem vierfachen Toeloop, bemerkte er den Schaden, musste den Sprung abbrechen und nahm eine dreiminütige Auszeit, um das Problem zu beheben. Den Sprung durfte er nach dieser Auszeit laut Reglement nicht wiederholen. Er nahm seine Kür wieder auf, stand eine Dreifach-Flip-Dreifach-Toeloop-Kombination und vier weitere Dreifachsprünge, fiel aber beim dreifachen Salchow und stieg beim dreifachen Axel aus. Am Ende reichte es für den Titelverteidiger zu Platz Fünf. Takahashi hatte extra eine notwendige Knieoperation verschoben, um seinen Titel vor heimischem Publikum verteidigen zu können. Nach der Verlegung der WM nach Moskau musste er damit noch länger warten.

Nach der erfolgten Knieoperation begann für Takahashi die neue Saison. Er gewann bei der NHK Trophy und errang beim Grand-Prix-Finale die Silbermedaille hinter Patrick Chan. Bei der Vier-Kontinente-Meisterschaft sowie bei der Weltmeisterschaft wiederholte sich dieses Ergebnis, wobei er Chan bei der WM am nächsten kam. Seine Kür zu Eddy Louiss' Blues for Klook war gewohnt künstlerisch sicher. Wie von ihm zu Beginn der Saison beabsichtigt, gelang es ihm im Wettbewerb wieder einen sauberen vierfachen Toeloop zu zeigen. Sein Flip war jedoch unterrotiert. Am Ende fehlten Takahashi 6,45 Punkte auf einen nicht fehlerfreien Chan.
Am Ende der Saison nahm Takahashi für sein Land an der erst zum zweiten Mal ausgetragenen World Team Trophy teil. Im heimischen Tokio hatte er großen Anteil am ersten Sieg Japans bei diesem Wettbewerb. Er erreichte mit 94 Punkten einen Punkteweltrekord im Kurzprogramm, verbesserte außerdem seine persönlichen Bestleistungen in Kür (182,72 Punkte) und Gesamtleistung (276,72 Punkte) und gewann den Einzelwettbewerb vor Chan.[1]

Nach zwei zweiten Plätzen bei seinen Grand-Prix-Wettbewerben gewann Takahashi im Dezember 2012 in Sotschi als erster Japaner das Grand-Prix-Finale. Die japanischen Meisterschaften schloss er als Zweiter hinter Yuzuru Hanyu ab. Weder bei der Vier-Kontinente-Meisterschaft noch bei der Weltmeisterschaft 2013 konnte er jedoch an seine Leistung vom Grand-Prix-Finale anknüpfen und blieb als Siebter bzw. Sechster ohne Medaille.

Training

Takahashi studiert zusammen mit Nobunari Oda an der Kansai-Universität. Für einige Jahre pendelte er für sein Training zwischen Hackensack, New Jersey, wo er bei Nikolai Morosow trainierte, und Ōsaka, wo er bei Utako Nagamitsu trainierte. Im Mai 2008 beendete er die Zusammenerbeit mit Nikolai Morosow.

Ergebnisse[Bearbeiten]

Meisterschaft 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2010 2011 2012 2013 2014
Olympische Winterspiele 8. 3. 6.
Weltmeisterschaften 11. 15. 2. 4. 1. 5. 2. 6.
Vier-Kontinente-Meisterschaften 13. 6. 3. 1. 1. 2. 7.
World Team Trophy 1.
Juniorenweltmeisterschaften 1.
Japanische Meisterschaften 5. 4. 3. 6. 1. 1. 1. 1. 3. 1. 2. 5.
 
Grand-Prix-Wettbewerb 01/02 02/03 03/04 04/05 05/06 06/07 07/08 09/10 10/11 11/12 12/13 13/14
Grand-Prix-Finale 3. 2. 2. 5. 4. 2. 1.
Skate America 1. 1. 1. 4.
Skate Canada 7. 2. 2. 3.
Cup of China 2.
Trophée Eric Bompard 5. 11.
NHK Trophy 8. 3. 1. 1. 4. 1. 1. 2. 1.

Takahashi verpasste die gesamte Saison 2008/09

Takahashi bei der Weltmeisterschaft 2010

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Daisuke Takahashi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. goldenskate.com