Dalhausen

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Wappen der Gemeinde Beverungen
Dalhausen
Koordinaten: 51° 38′ N, 9° 18′ OKoordinaten: 51° 37′ 40″ N, 9° 17′ 30″ O
Höhe: 165 m ü. NN
Eingemeindung: 1970-01-011. Jan. 1970
Postleitzahl: 37688
Vorwahl: 05645
Karte
Lage von Dalhausen in Beverungen

Dalhausen ist eine südwestliche Ortschaft der Stadt Beverungen im Kreis Höxter, Nordrhein-Westfalen. Mit etwa 2000 Einwohnern ist Dalhausen nach der Kernstadt der größte Ortsteil Beverungens.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographische Lage

Dalhausen liegt ca. 7 km südwestlich der Beverunger Kernstadt im östlichen Teil Ostwestfalens. Es ist umschlossen von den Bergen des Weserberglands und befindet sich auf rund 165 m ü. NN im langgezogenen Tal der Bever, die die Ortschaft in Südwest-Nordost-Richtung durchfließt und ein südwestlicher Nebenfluss der Weser ist.

Rund 10 km (Luftlinie) ost-nordöstlich von Dalhausen befindet sich am nördlichen Rand der nordhessischen Stadt Bad Karlshafen bzw. am Südrand des Sollings das Dreiländereck Nordrhein-WestfalenHessenNiedersachsen.

[Bearbeiten] Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung findet Dalhausen in einer Schenkungsurkunde des Benediktinerklosters Corvey im Jahr 971.

Die selbstständige Pfarrei St. Marien Dalhausen wurde 1221 durch die Abpfarrung von der Mutter-Pfarrei Eddessen begründet, die unter dem Paderborner Bischof Bernhard III. erfolgte. Bis heute hat sich in Dalhausen eine rege Wallfahrt zu Mariä Geburt (8. September) und Mariä Heimsuchung (2. Juli) entwickelt.

Die Inneneinrichtung der nach außen eher nüchtern wirkenden Kirche (eine der größten im Kreis Höxter) zeigt barocke Einflüsse, da 1985 die aus der alten Kirche stammenden Barockaltäre restauriert und wieder aufgestellt wurden. Sehenswert ist auch die 1998 eingeweihte Barockorgel.

Bis 1969 war Dalhausen eine eigenständige Gemeinde im Amt Beverungen. Im Zuge der Gemeindereform im Kreis Höxter schloss sich Dalhausen zum 1. Januar 1970 mit der Stadt Beverungen und den zehn Gemeinden Amelunxen, Blankenau, Drenke, Haarbrück, Herstelle, Jakobsberg, Rothe, Tietelsen, Wehrden und Würgassen zur neuen Stadt Beverungen zusammen.

[Bearbeiten] Wirtschaft

Die wirtschaftlichen Wurzeln finden sich im Korbmacherhandwerk, welches sich auch im Wappen wiederfindet. So deuten auch Werke des Dalhausener Künstlers K. J. Dierkes – die Skulptur „Wäschekorb“ und das Bronzerelief „Korbmacherwerkzeuge“ – an zentralen Stellen auf die Dorfgeschichte hin.

Die Bever diente zur Bewässerung der Weiden, die entlang des Tales allerorts angebaut wurden. Im ganzen Ort waren Werkstätten mit der Herstellung von Korbwaren aller Art beschäftigt, bis Kunststoffe die Vorherrschaft gewannen. Die Historie des Handwerks lässt sich im Korbmachermuseum und in noch existierenden Werkstätten des Dorfes auch heute noch bewundern. Zurzeit sind die Schwerpunkte im Handwerks- und Versorgungsbereich zu finden, wobei die Möbelindustrie eine besondere Rolle einnimmt.

[Bearbeiten] Dorfleben

Die vielen Vereine und Feste haben in Dalhausen ein lebendiges Dorfleben erhalten. So wird alljährlich ein großes Heimatfest der Schützen oder eines anderen Vereins gefeiert, das auch viele Besucher aus den umliegenden Ortschaften und herbeigereiste Gäste besuchen. Alle zwei Jahre (immer die geraden Jahre) veranstaltet der Sportverein mit dem „Deutschen Möbel-Cup“ ein Fußballturnier, zu dem Betriebsmannschaften aus ganz Deutschland und sogar aus dem Ausland anreisen. Da in Dalhausen drei Möbelhersteller ihren Sitz oder Ursprung haben, hat sich dieses Ereignis fest etabliert.

Die Ortschaft bietet mit zwei Sportplätzen, einer kleinen und einer großen Turnhalle, einem Hallenbad, einer Tennishalle, einer Reithalle und Rad- und Wanderwegen rundherum auch für sportliche Aktivitäten viel Gelegenheit und Raum.

Seit 1966 verbindet Dalhausen eine Städtepartnerschaft mit Ault in Nordfrankreich.

[Bearbeiten] Weblink

Wiktionary
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