Dallas (Fernsehserie, 1978)

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Seriendaten
Originaltitel Dallas
Dallas.svg
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Jahr(e) 1978–1991
Produktions-
unternehmen
Lorimar Television
Länge 47–50 Minuten
Episoden 357 in 14 Staffeln
Genre Drama, Seifenoper
Produktion Philip Capice
Lee Rich
Leonard Katzman
Larry Hagman
Ken Horton
Idee David Jacobs
Musik Jerrold Immel
Erstausstrahlung 2. April 1978 (USA) auf CBS
Deutschsprachige
Erstausstrahlung
30. Juni 1981 auf Das Erste
Episodenliste

Dallas ist eine von 1978 bis 1991 produzierte US-amerikanische Fernsehserie, die in der gleichnamigen texanischen Stadt Dallas spielt und das Schicksal der fiktiven Familie Ewing darstellt. Sie zählt zum Genre der Seifenopern. Gedreht wurden insgesamt 357 Folgen und drei Filme, die auf dem US-amerikanischen Sender CBS liefen. Die berühmte Titelmelodie schrieb Jerrold Immel. Gemessen an den Zuschauerzahlen zählt Dallas weltweit zu den erfolgreichsten Fernsehserien.

Geschichte der Serie[Bearbeiten]

Als inspirierender „Vorläufer“ der Serie gilt der 1956 uraufgeführte amerikanische Spielfilm Giganten, dessen Figur Jett Rink (dargestellt von James Dean) sogar die Initialen für die Zentralfigur der Serie geliefert hat.[1]

Im April 1978 strahlte CBS die fünf Folgen der ursprünglichen Miniserie aus; im Herbst begann dann die Ausstrahlung der ersten Staffel. Der ursprüngliche Arbeitstitel war „Linda-Evans-Projekt“, da Linda Evans die Rolle der Pamela spielen sollte. Dallas, produziert von der für Familienunterhaltung bekannten Fernsehproduktions-Firma Lorimar (Die Waltons), entwickelte sich zur weltweit erfolgreichsten Fernsehserie der 1980er-Jahre. In Deutschland strahlte Das Erste am 30. Juni 1981 die erste Folge aus.

Zeitweise war Dallas ein Straßenfeger. So gehört Folge 58 zu den meistgesehenen Fernsehsendungen der USA: Die dritte Staffel war im März 1980 mit einem berühmt gewordenen Cliffhanger in die Sommerpause gegangen; in der letzten Szene der 54. Folge A House Divided (dt. Abrechnung) brach J.R. Ewing, Hauptfigur und Bösewicht der Serie, von Schüssen getroffen zusammen – ohne dass erkennbar war, wer von den vielen, die er sich im Laufe dieser Staffel zum Feind gemacht hatte, der Täter war. Die Frage „Wer schoss auf J.R.?“ wurde in den folgenden Monaten geradezu sprichwörtlich. So gab es T-Shirts unter anderem mit der Aufschrift „I shot J.R.“ oder – im Zusammenhang mit dem US-Präsidentenwahlkampf zwischen Ronald Reagan und Amtsinhaber Jimmy Carter – wahlweise „Ein Republikaner/Demokrat schoss auf J.R.!“ Als die Ausstrahlung der Serie im November dann wieder aufgenommen wurde, stellte die am 21. November ausgestrahlte 58. Folge Who Done It? (dt. Wer hat auf J.R. geschossen?) mit einer Einschaltquote von 53,3 % der Haushalte [2] und einem Marktanteil von 76 % neue Zuschauerrekorde auf – lediglich die am 28. Februar 1983 ausgestrahlte letzte Folge der Serie M*A*S*H konnte diese Werte überbieten.

1986 wurden vergangene Geschehnisse der älteren Generation mit anderen Schauspielern in Dallas: The Early Years in einem Fernsehfilm gezeigt. 1991 wurde die Serie aufgrund von sinkenden Zuschauerzahlen und immer fragwürdigeren Drehbüchern eingestellt. Zwei längere Fernsehfilme folgten 1996 (Dallas: J.R. Returns) und 1998 (Dallas: War of the Ewings). Von 2004 bis 2011 erschienen sukzessive alle Staffeln sowie die drei Spielfilme auf DVD.

Insgesamt sieben Folgen kamen im deutschen Fernsehen nicht zur Ausstrahlung. Das Erste hatte diese bei der Erstausstrahlung nicht synchronisieren lassen. Zudem wurde jede Folge um etwa drei Minuten gekürzt, um sie dem damaligen ARD-Programmschema anzupassen, das eine Länge von 43 Minuten vorsah. Erst mit den ab Mai 2005 erschienenen Dallas-DVD-Sammlungen stehen alle 357 Folgen ungekürzt in der Originalfassung zur Verfügung.

Neben der Serie existieren auch Romane: „Dallas“ von Lee Raintree; „Die Frauen von Dallas“, „Die Männer von Dallas“ und „Skandal in Dallas“ von Burt Hirschfeld; sowie „J.R. – Wer ihn zum Freund hat, braucht keinen Feind mehr“ von Cus Hallow. In den Büchern werden Begebenheiten beschrieben, die auch in der Serie auftauchen.

1979 entstand das Spin-off Unter der Sonne Kaliforniens (Knots Landing), welches in der Dallas Folge Return Engagements (wurde in Deutschland erst 2011 mit Untertitel auf Passion ausgestrahlt) eingeleitet wurde. Miss Ellie kauft ihrem Sohn Gary und seiner Frau Valene ein Haus in Knots Landing, Kalifornien, in dem sie leben werden. Die Serie lief bis 1993 und hatte einige Gastauftritte (welche das ZDF meistens nicht ausstrahlte) von Bobby Ewing, J.R. Ewing, Lucy Ewing und Kristin Shepard. Seit der Rückkehr des Charakters Bobby Ewing in der zehnten Dallas-Staffel waren die beiden Serien nicht mehr richtig verknüpft, da in Unter der Sonne Kaliforniens Bobby tot blieb.

Kurzbeschreibung des Inhalts[Bearbeiten]

Die Southfork Ranch in Parker, Texas. Fiktiver Stammsitz der Familie Ewing

Die Geschichten in Dallas handeln von familiären Verwicklungen, Geld, Macht, Intrigen und Öl.

Die Ewings leben auf der Southfork Ranch, einem großen Anwesen, nicht allzu weit entfernt von Dallas. Die Ewings sind eine große Familie, aber nur ein Teil von ihnen lebt auf der Ranch. Dazu gehören John Ross (Jock) und Eleanor, die von allen liebevoll Miss Ellie genannt wird. Sie sind die Eltern der drei Söhne, John Ross, Jr. (J.R.), Garrison Arthur (Gary) und Robert James (Bobby). John Ross Ewing, Jr. (J.R.) ist der älteste Sohn und Firmenchef des Unternehmens Ewing Oil, das sein Vater John Ross Ewing, Sr. (Jock) vor langer Zeit gegründet hat. J.R. Ewing ist mit der alkoholabhängigen Sue Ellen verheiratet, der er nicht treu sein kann (er hat unter anderem ein Verhältnis mit ihrer Schwester Kristin). Bobby, der jüngste Sohn der Familie, heiratet Pam(ela) Barnes, die Schwester von Cliff Barnes, dem größten Konkurrenten und Erzfeind von J.R.. Lucy, Garys Tochter, die mit ihren Eskapaden ihrer Familie manches Mal Kopfzerbrechen bereitet, wächst bei ihren Großeltern auf der Ranch auf. Der Vorarbeiter Ray(mond) Krebbs (Ex-Freund von Pam(ela) Barnes) hatte anfänglich eine heimliche Affäre mit Lucy. Im Verlauf der Serie stellt sich heraus, dass er ein unehelicher Sohn von Jock ist. Die Firma Ewing Oil gehört zu den großen, unabhängigen Unternehmen in der Öl-Industrie und bietet somit den Schauplatz für Handlungen mit Intrigen, Korruption, Sex, Macht und Moral.

Um diese Grund-Konstellation herum bilden sich die weiteren Entwicklungen der Serie.

Wichtigste Figuren und ihre Darsteller[Bearbeiten]

Einige Rollen wurden von verschiedenen Darstellern übernommen.

J.R. ist eine der zentralen Figuren in der Serie. Er ist der älteste Sohn von Jock und Miss Ellie. Aufgrund dieser Tatsache leitet J.R. die Firma Ewing Oil, allein oder in Zusammenarbeit mit seinem Bruder Bobby. Zur Durchsetzung seiner Ziele, ob privat oder geschäftlich, wendet J.R. jeden Trick an, sei er noch so schmutzig. Er schreckt lediglich vor Mord zurück. Der Name ist von einer Figur von William Gaddis inspiriert.

  • Robert „Bobby“ James Ewing: Patrick Duffy (1978–1985, 1986–1991)

Bobby ist der jüngste Sohn von Jock Ewing und Miss Ellie. Seine Ehe mit Pamela Barnes ist von Anfang an Anfeindungen ausgesetzt, in erster Linie durch J.R. und Cliff. Nach seiner Tätigkeit als Außenmitarbeiter von Ewing Oil wechselt er in die Führung der Firma. Er leitet sie eigenständig oder mit seinem Bruder zusammen. Bobby gilt als integerer Geschäftsmann, kann aber auch knallhart sein, wenn es der Durchsetzung seiner Ziele hilft.

  • Sue Ellen Shepard Ewing Lockwood: Linda Gray (1978–1989, 1991)

Sue Ellen war Schönheitskönigin in Texas. Ihre Ehe mit J.R. Ewing ist von Höhen und Tiefen geprägt. Sie ist die Mutter seines Sohnes, John Ross Ewing III. Sue Ellens größter „Feind“ ist der Alkohol. Die Bekämpfung dieser Sucht verlangt ihr alle Kräfte ab. Sie wird öfter rückfällig, schafft es aber jedes mal wieder, die Sucht in den Griff zu bekommen.

Pamela ist die Ehefrau von Bobby. Vorher war sie mit Ray Krebbs zusammen. Da die Ehe mit Bobby kinderlos blieb, adoptieren sie ein Baby, Christopher. Christopher ist das Kind seiner Schwägerin Kristin Shepard, Sue Ellens Schwester. Pamela ist eine Frau mit hohen moralischen Wertvorstellungen. Sie gerät deshalb oft mit J.R., aber auch mit ihrem Mann aneinander. Pamela unterstützt Miss Ellie in dem Vorhaben, die Familie zusammenzuhalten. Nach einem tragischen Unfall, der schwere Verbrennungen an ihrem ganzen Körper hinterlässt, verlässt sie Dallas und lässt sich endgültig von Bobby scheiden. Sie ist die adoptierte Tochter von Digger Barnes und (Halb-)Schwester von Cliff Barnes, sowie Katherine Wentworth. Ihr leiblicher Vater ist Hutch McKinney.

  • John Ross „Jock“ Ewing, Sr.: Jim Davis (1978–1981)

Jock Ewing war zusammen mit seinem Bruder Jason und Digger Barnes der Gründer der Firma Ewing Oil. Nachdem er die Anteile von Jason und Digger zur Zeit der Weltwirtschaftskrise aufkaufte, wurde Jock der Alleineigentümer der Firma. Er baute Ewing Oil zu einem profitablen Geschäft aus.
Jock war zweimal verheiratet. Die erste Ehe blieb kinderlos. Aus der zweiten mit Ellie Southworth gingen die Söhne J.R., Gary und Bobby hervor. Außerdem hatte er einen vierten (unehelichen) Sohn, Ray Krebbs. Jock starb bei einem Hubschrauberabsturz in Südamerika.

Miss Ellie ist die Mutter von J.R., Gary und Bobby. Sie war in erster Ehe mit Jock Ewing verheiratet. Nach dessen Tod heiratet sie Clayton Farlow. Ihr größtes Bestreben ist es, die Familie zusammenzuhalten. Dabei trifft sie auch unangenehme Entscheidungen.

Lucy ist die Tochter von Gary und damit die Enkelin von Jock und Miss Ellie. Auf der Suche nach dem Sinn ihres Lebens arbeitete sie als Fotomodell. Sie war mit Mitch Cooper verheiratet, ließ sich jedoch wieder scheiden. Nach einer Vergewaltigung ließ sie ihr Kind abtreiben. Nach mehreren Enttäuschungen kehrt Lucy zu Mitch zurück, der zu dem Zeitpunkt als Arzt in Atlanta arbeitet. Doch die Ehe scheitert abermals und Lucy lässt sich ein zweites Mal von Mitch scheiden.

  • Raymond „Ray“ Krebbs: Steve Kanaly (1978–1989, 1991)

Ray ist der Vorarbeiter auf der Southfork Ranch. Später stellt sich heraus, dass er ebenfalls ein Sohn von Jock Ewing ist. Ray ist ein stolzer Mann, der Probleme selbst lösen will und auf Eigenständigkeit besteht. Er wohnt nicht in dem Haupthaus der Ranch, sondern hat sich ein eigenes Haus auf dem Land gebaut, das er von Jock geschenkt bekam. Ray versteht sich sehr gut mit Bobby, während es zwischen ihm und J.R. oft Spannungen gibt.

Cliff Barnes ist der große Gegenspieler von J.R. und Sohn von Digger Barnes. Mit Unterbrechungen versucht er im Verlauf der Serie die Ewings zu bekämpfen, um das Unrecht, das Jock Ewing seinem Vater angeblich angetan hat, zu rächen. In der Wahl seiner Mittel steht Cliff dabei J.R. in nichts nach. Am Ende der Serie ist er an seinem Ziel angelangt und sitzt im Chefbüro von Ewing Oil. In dem Film Dallas: J.R. kehrt zurück verkauft Cliff Ewing Oil an Bobby Ewing, um mit seiner früheren Freundin Afton Cooper wieder zusammen zu leben.

  • Donna McCullum Culver Krebbs Dowling: Susan Howard (1979–1987)

Donna verliebte sich in Ray, als sie sich noch in ihrer ersten Ehe mit dem Gouverneur Sam Culver befand. Nach dessen Tod heiraten sie schließlich. Sie ist eigenständig und schreckt auch nicht vor Konflikten zurück. Dies bekommen sowohl J.R. als auch Ray zu spüren.

Clayton stammt ebenso wie Jock aus dem Ölgeschäft. Nach Jocks Tod heiratet er Miss Ellie. Clayton hat aus seiner ersten Ehe einen Adoptivsohn Steven, genannt Dusty.

Jenna ist die Jugendliebe von Bobby. Kurz vor der Hochzeit verließ sie ihn und ging nach Italien. Dort heiratete Jenna Naldo Marchetta und ließ sich bald darauf wieder scheiden. Aus dieser Verbindung ging ihre Tochter Charlie hervor.
Nach ihrer Rückkehr nach Dallas will sie Bobby heiraten. Aufgrund einer Intrige wird sie wegen Totschlags an Naldo zu sieben Jahren Staatsgefängnis verurteilt. Nach erwiesener Unschuld und der Freilassung lebt sie wieder in Dallas. Später zieht sie mit Ray Krebbs in die Schweiz.

Jack Ewing ist der Sohn von Jason Ewing und damit ein Cousin von J.R. und Bobby. Er hat eine Schwester, Jamie. Für seine Hilfe in einem Gerichtsstreit zwischen Ewing Oil auf der einen und Cliff auf der anderen Seite bekam er 10 % der Firma Ewing Oil.

April ist die geschiedene Frau von Jack. Aufgrund der Vertrauensseligkeit von Jack und eines Tricks schaffte sie es, dass ihr der Richter bei der Scheidung für fünf Jahre die Hälfte von Jacks Einkünften zusprach. April kam nach Dallas, um mit Hilfe dieses Urteils so viel Geld wie möglich herauszuholen. Ihren Anteil an Ewing Oil verkaufte sie für 100 Millionen Dollar an J.R.. Nachdem Pamela Bobby verlassen hat, werden die beiden ein Paar und heiraten. In ihren Flitterwochen wird April entführt und schließlich erschossen.

Digger war früher Partner von Jock und verliebt in Miss Ellie. Er behauptete immer, dass Jock ihn um seinen Anteil an Ewing Oil und um seine Geliebte, Ellie, betrogen hat. Er ist der Vater von Cliff und Adoptivvater von Pamela. Digger war die meiste Zeit seines Lebens Alkoholiker und starb letztlich an einer Alkoholvergiftung.

Kristin ist die Schwester von Sue Ellen. Sie kommt nach Dallas, um einen ähnlichen Lebensstil wie Sue Ellen zu führen. Zu diesem Zweck flirtet sie auch mit J.R., der sie als Sekretärin bei Ewing Oil einstellt. Nach einer Zurückweisung Kristins durch J.R. schießt sie auf ihn, will das Verbrechen aber ihrer Schwester anhängen. Kristin stürzt eines Tages im Drogenrausch vom Balkon der Southfork Ranch in den Swimmingpool und ist tot. Anfangs hält man J.R. und Cliff für ihre Mörder – bis sich herausstellt, dass es ein Unfall war.

Sie ist die Mutter von Cliff, Pamela und Katherine und starb bei einem Flugzeugabsturz.

Sie ist die (Halb-)Schwester von Cliff und Pamela. Sie verliebt sich in Bobby Ewing, kann ihn aber trotz hässlicher Intrigen gegen Pamela und Jenna nicht für sich gewinnen. Am Ende der siebten Staffel verübt sie aus Eifersucht den ersten Mordanschlag auf Bobby, am Ende der achten Staffel den zweiten, womit sie schließlich Erfolg hat. Dabei kommt sie selbst ums Leben. Da der zweite Mordanschlag und ihr Tod allerdings in den Traum von Pamela fallen, taucht Katherine in Staffel 11 noch einmal vollkommen unversehrt auf.

Carter McKay war lange Jahre der Mann im Hintergrund bei WestStar. Nach einem kurzen Kampf mit den Ewings überlistet er seinen Vorgänger Jeremy Wendell und wird Vorstandsvorsitzender bei WestStar und damit zum größten Konkurrenten von Ewing Oil. McKay geht im Laufe der Serie neben den Ewing-Brüdern auch gegen Cliff vor. In dem Film J.R. kehrt zurück verliert McKay seine Machtposition bei WestStar und J.R. übernimmt seinen Posten. Um seine Ziele zu erreichen, ist McKay genau so intrigant wie J.R. und Cliff.

  • Calpurnia „Cally“ Elizabeth Harper Ewing: Cathy Podewell (1988–1991)

Cally ist ein Mädchen aus einer Kleinstadt in Louisiana. J.R. heiratet sie, um Repressionen seitens ihrer Brüder zu entgehen, da sie behauptet ein Kind von ihm zu bekommen. Kurz vor ihrer Scheidung wird Cally tatsächlich schwanger von ihm.

Michelle, auch Shelly genannt, ist die jüngere Schwester von April. Michelle ist ebenso geldgierig wie einst ihre Schwester, als diese nach Dallas kam, und benutzt die Menschen um sie herum für ihre Zwecke.

James ist der Sohn von J.R. aus einer früheren Affäre mit Vanessa Beaumont. Anfangs hat er ein gutes Verhältnis zu seinem Vater, doch nachdem sich J.R. mehrfach in seine Angelegenheiten und sein Leben einmischt, verachtet James seinen Vater und dessen Moral. Kurz bevor James Dallas mit seiner Frau und seinem Sohn wieder verlässt, bereinigen sie ihre Differenzen.

Stephanie hilft Cliff seine politische Karriere voranzutreiben.

Liz ist Besitzerin einer großen Öl-Firma. Sie führt eine Beziehung mit Cliff und ist sogar kurzzeitig mit ihm verlobt.

Die wichtigsten Nebenrollen und ihre Darsteller[Bearbeiten]

Deutsche Synchronisation[Bearbeiten]

Schauspieler Rolle Deutscher Synchronsprecher
Barbara Bel Geddes
Donna Reed 1
Miss Ellie Ewing Farlow Inge Landgut (1.01–9.12)
Edith Schneider (9.13–13.25)
Jim Davis Jock Ewing Joachim Cadenbach
Patrick Duffy Bobby Ewing Hans-Jürgen Dittberner
Larry Hagman J.R. Ewing Wolfgang Pampel
Victoria Principal Pamela Barnes Ewing Beate Menner
Charlene Tilton Lucy Ewing Cooper Madeleine Stolze
Linda Gray Sue Ellen Ewing Rita Engelmann
Steve Kanaly Ray Krebbs Jürgen Kluckert
Ken Kercheval Cliff Barnes Claus Jurichs
Susan Howard Donna Culver Krebbs Marianne Lutz
Howard Keel Clayton Farlow Heinz Giese
Priscilla Beaulieu Presley Jenna Wade Krebbs Uta Hallant
Dack Rambo Jack Ewing Wolfgang Condrus
Sheree J. Wilson April Stevens Ewing Alexandra Lange
George Kennedy Carter McKay Joachim Nottke
Cathy Podewell Cally Harper Ewing Dorette Hugo
Kimberly Foster Michelle Stevens Carolin van Bergen (13.01–13.18)
Anke Reitzenstein (13.19–14.21)
Sasha Mitchell James Beaumont Matthias Hinze
Lesley-Anne Down Stephanie Rogers Monica Bielenstein
Barbara Stock Liz Adams Heidrun Bartholomäus
Anmerkung

1 = Donna Reed verkörperte nur in Staffel 8 die Rolle der Miss Ellie.

Fortsetzung[Bearbeiten]

Hauptartikel: Dallas (Fernsehserie, 2012)

2010 gab der Kabelsender TNT bekannt, dass an einer Fortsetzung der Serie gearbeitet wird.[3] Die Pilotfolge wurde 2011 gedreht. Im Juli 2011 folgte eine Serienbestellung mit zehn Folgen. Die Ausstrahlung begann am 13. Juni 2012.[4] Anfang Oktober 2014 gab TNT die Einstellung der Serie nach drei Staffeln und 40 Episoden bekannt.[5]

Hintergrund[Bearbeiten]

  • Die Außenszenen auf der Southfork Ranch wurden auf einer Farm in Texas gedreht, die einem Joe R. Duncan (J.R.) gehörte. Nachdem die Serie weltweit bekannt geworden war, nahm der Besucherstrom zur Farm derart überhand, dass er sich gezwungen sah, die Farm zu verkaufen. Sie ist heute als Museum für die Fernsehserie eingerichtet. Unter anderem wird dort die Pistole gezeigt, mit der auf „J.R. Ewing“ geschossen wurde. Ursprünglich hieß die Ranch Duncan Acres. Die ersten fünf Folgen der ersten Staffel (also der ursprünglich geplanten Miniserie) wurden allerdings auf einer anderen Ranch gedreht, der The Cloyce Box Ranch, welche heute nicht mehr existiert, da sie einem Brand zum Opfer fiel. Die Innenszenen wurden dagegen in Hollywood-Studios aufgenommen, oft Monate später. So gibt es in vielen Szenen beim Wechsel von außen nach innen und umgekehrt deutliche Unterschiede bei der Frisur der Darsteller oder auch bei der Anordnung der Kleidung.
  • Larry Hagman und Ken Kercheval sind die beiden einzigen Schauspieler, die während der ganzen Serie ununterbrochen mitspielten.
  • In einigen Episoden der Serie führten auch Larry Hagman, Patrick Duffy, Steve Kanaly, Linda Gray sowie Ken Kercheval Regie. Zudem schrieb Susan Howard zwei Drehbücher für die Serie – in Staffel 9 die Folge Im Visier (Sitting Ducks), sowie in Staffel 10 die Folge Das 10 %-Desaster (The Ten Percent Solution).
  • Dass die Schauspieler bei den sogenannten „Opening Credits“ stets in alphabetischer Reihenfolge statt nach der Wichtigkeit ihrer Rollen vorgestellt wurden, gilt bis heute als sehr ungewöhnlich.[6]
  • Barbara Bel Geddes („Miss Ellie“) war nur neun Jahre älter als ihr „Sohn“ Larry Hagman („J.R. Ewing“). Hagman ist 18 Jahre älter als Patrick Duffy („Bobby Ewing“), ihre Serienfiguren sind jedoch nur zehn Jahre auseinander.
  • Sieben Folgen der Serie (aus den ersten 54) wurden in Deutschland nicht gesendet. Das Publikum bemerkte die Kürzungen mitunter. So sitzt Jock in einer Folge im Rollstuhl und J.R. geht an Krücken – beides ohne erkennbaren Grund. Die vorige Episode The Dove Hunt, in der beide niedergeschossen werden, war gestrichen worden.
  • Mit Ausnahme der ersten Staffel scheint es nie Winter in Dallas zu sein. Besonders skurril ist in der sechsten Staffel (Folge: Bedrohte Hochzeit), dass J.R. und Sue Ellen am 3. Dezember 1982 heiraten und fast alle am Tag zuvor mit kurzärmeligen Hemden, Polo- oder T-Shirts auftreten. Dabei ist der Dezember einer der kältesten Monate in Texas.
  • Am 29. April 1986 stirbt „Bobby Ewing“ im deutschen Fernsehen. In den Tagesthemen direkt nach der Ausstrahlung dieser Folge wird erstmals gemeldet, dass drei Tage vorher im Kernkraftwerk von Tschernobyl ein Reaktorunglück passiert war. Verarbeitet wird diese Koinzidenz im Film Am Tag als Bobby Ewing starb.
  • In den 1980er-Jahren entstand für den Commodore 64 und die Atari Heimcomputer ein Textadventure mit dem Titel „The Dallas Quest“.
  • Seit dem Jahr 2003 ist eine Kinoverfilmung geplant, die aber bisher nicht realisiert wurde.
  • Zum 30-jährigen Jubiläum nahmen die Stars der Serie am 8. November 2008 an einer Dallas-Reunion-Party auf der Southfork Ranch teil. Die Fans der Serie konnten, zu Ticketpreisen von $100 bis $1.000, ebenfalls an der Feier teilnehmen.
  • Anspielungen auf Dallas sind sowohl bei den Simpsons als auch bei Family Guy zu finden: Die bisher einzige Simpsons-Doppelfolge Wer erschoss Mister Burns? parodiert das dritte Staffelfinale. Die Family-Guy-Folge Der letzte Knall, in der sich die Griffin-Familie mit den apokalyptischen Folgen des Jahr-2000-Problems herumschlagen muss, wird mit Pamelas Erwachen aus der Traumstaffel (siehe unten) parodiert.

Traumstaffel[Bearbeiten]

Kennzeichnend für die Serie ist, dass eine in der Handlung eindeutig verstorbene Person plötzlich wieder in Erscheinung tritt: Der Darsteller von Bobby, Patrick Duffy, wollte sich im Rahmen seiner Schauspiel-Karriere anderen Dingen widmen. 1985 schied er aus der Serie aus, die Drehbuchautoren ließen Bobby ordentlich sterben und begraben. Nach geraumer Zeit, sinkenden Einschaltquoten und einer nicht zufriedenstellend verlaufenen Karriere von Duffy, intervenierte Larry Hagman erfolgreich und konnte seinen Kollegen für die Serie zurückgewinnen.

Höchstwahrscheinlich das erste Mal in einer Fernsehserie wurde die Wiedereingliederung, jene von Bobby, dramaturgisch dadurch erklärt, dass sein Tod und alle seither eingetretenen Ereignisse nur ein böser Traum seiner geliebten Pamela waren, welche den Totgeglaubten morgens unter der Dusche antrifft. Damit wurden die Ereignisse der gesamten neunten Staffel (Episode 193–222) kurzerhand zum Traumgeschehen erklärt. Die Handlung wurde daher an der entsprechenden Stelle anders und mit Bobby fortgesetzt. An dieser Stelle trennt sich Dallas auch von seinem Spin-off, da in Unter der Sonne Kaliforniens Bobby weiterhin als tot gilt und somit auch die anderen Ereignisse der Traumstaffel real sind.

Dieser höchst umstrittene Kniff ist immer wieder Anlass für Diskussionen, hat die Serie aber wahrscheinlich für einige weitere Jahre gerettet und wurde seither bei Bedarf auch bei anderen Fernsehserien angewandt. Die Duschszene wurde geheim und knapp vor Ausstrahlung von Folge 222 gedreht und gegen eine andere Schluss-Szene ausgetauscht. Die Szene war zugleich das Ende der neunten Staffel (1985–1986) und rief damit auch beim Publikum wilde Spekulationen und Resonanz hervor. Ebenfalls in Betracht gezogen wurde als Erklärung, dass Bobby gar nicht gestorben war und beinahe lebend begraben worden wäre. Ein Arzt bemerkt in letzter Sekunde, dass der schwer Verletzte noch lebt. Er befreit ihn aus dem Sarg, verschweigt dies aber auf Wunsch von Bobby allen anderen. Bobby unterzieht sich, ohne das Wissen seiner Familie, einer monatelangen Behandlung, nach deren Ende ihn als erster sein Bruder J.R. in die Arme schließt. Diese Szene ist sogar gedreht worden. Fotos davon erschienen vor Jahren in einer britischen Zeitung.

Austausch einer Hauptrolle[Bearbeiten]

Für große Kontroversen in der Fangemeinde der Serie sorgte der unkommentierte Austausch von Barbara Bel Geddes in der achten Staffel. Donna Reed, die Bel Geddes ersetzte, kam weder beim Publikum noch bei den anderen Schauspielern gut an. Sie wurde daher auch bereits nach einer Staffel wieder durch ihre Vorgängerin ersetzt. Erneut wurde dem Zuschauer keine Erklärung für den Austausch geliefert. Reed beschwerte sich mehrmals öffentlich, sie sei Opfer von Mobbing geworden. Sie verklagte Lorimar-Productions wegen Vertragsbruchs, scheiterte allerdings mit ihrer Klage.[7] Tatsächlich war bei Barbara Bel Geddes ein vierfacher Bypass gelegt worden und sie wollte selbst die Rolle erst nicht weiterspielen. Als jedoch die Einschaltquoten weiter in den Keller sanken, wurde sie überredet, ihre Rolle wieder aufzunehmen. Für Donna Reed war es der letzte Auftritt vor der Kamera. Sie starb wenig später.

Selbstmord von J.R.[Bearbeiten]

In hartem Kontrast zur Serie stehen die beiden letzten Episoden der Serie (Conundrum, üblicherweise werden die Episoden zusammenhängend als eine Folge ausgestrahlt).[8] J.R. steht kurz vor dem Selbstmord, da erscheint eine Gestalt, Adam (dargestellt von Joel Grey), und zeigt ihm (ähnlich dem Film Ist das Leben nicht schön? von 1946) all das Gute, das sein Böses bewirkt hat. Dennoch feuert J.R. einen Schuss ab. Der soeben heimgekehrte Bobby stürzt in das Zimmer, kommentiert: „Oh, mein Gott!“ und das Bild friert mit seinem entsetzten Gesicht ein. Das Publikum musste fünf Jahre auf die Fortsetzung warten.

Sonstiges[Bearbeiten]

  • Bei der Gerichtsverhandlung von Jenna Wade wird als Tatwaffe eine Pistole (9 mm Beretta) vorgeführt. Es sei die Waffe, die Renaldo Marchetta gehörte. Allerdings ist in Staffel 8 Folge 14 eindeutig zu sehen, dass Renaldo einen Revolver im Hosenbund trägt (vermutlich ´38 Spezial).

Fernsehfilme[Bearbeiten]

Außer den Cliffhanger-Episoden und häufigen Doppelfolgen zum Abschluss und Beginn einer Staffel wurden auch drei Fernsehfilme gedreht.

1986 – Dallas: Wie alles begann (Dallas: The Early Years, 134 Min.)

Hier wird von den Anfängen von Dallas erzählt. Wie Jock Ewing sein Unternehmen gründet, wie er Miss Ellie kennenlernt und wie er und Digger Barnes Feinde werden. In dieser Sonderfolge spielen, bis auf einen Mini-Auftritt von Larry Hagman, keine der Schauspieler der regulären Serie mit.

1996 – Dallas: J.R. kehrt zurück (Dallas: J.R. Returns, 90 Min.)

Der Film knüpft dort an, wo die Serie aufhörte. Nachdem er fünf Jahre in Europa gelebt hat, kehrt J.R. nach Dallas zurück, um sich mit seinen Tricks an seinen Erzfeinden Cliff Barnes und Carter McKay zu rächen und um die Ewings wieder zu vereinen.

1998 – Dallas: Kampf bis aufs Messer (Dallas: War of the Ewings, 82 Min.)

Nachdem J.R. Chef von WestStar geworden ist, will er Ewing Oil übernehmen, das nun von seinem Bruder Bobby und seiner Ex-Frau Sue Ellen geführt wird.

Literatur[Bearbeiten]

Sekundärliteratur[Bearbeiten]

  • Guntbert Markefka: Dallas – Literarisch-archetypische Muster einer Fernsehserie, Shaker 1997 – ISBN 3-8265-2985-5
  • Laura van Wormer: Dallas. Die vollständige und bebilderte Geschichte des Ewing-Clans von 1860 bis in die Gegenwart, Wunderlich 1986 – ISBN 3-8052-0409-4
  • Enzo Briketti, Johnny B. Koks: Auf der Suche nach J. R. Nur wo Dallas draufsteht, ist auch Dallas drin, Rowohlt 1986 – ISBN 3-499-15359-9
  • Tamar Liebes, Elihu Katz: The Export of Meaning: Cross-cultural Readings of „Dallas“ (Taschenbuch), Polity Press 1993 – ISBN 978-0-7456-1295-9

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Sheridan Morley: Elizabeth Taylor. A Celebration, Pavilion Books, 1988, ISBN 1-85145-437-3, S. 76
  2. Nielsen Media Research
  3. Ewing Oil lebt: "Dallas"-Comeback wird konkreter
  4. Bestätigt: "Dallas"-Rückkehr im Sommer 2012
  5. Nellie Andreeva: ‘Dallas’ Cancelled By TNT After Three Seasons. Deadline.com. 3. Oktober 2014. Abgerufen am 4. Oktober 2014.
  6. Die Opening Credits aller Staffeln (engl.)
  7. Die Traumstaffelkonsequenzen (engl.)
  8. Dallas: Episodenführer der TV-Serie

Weblinks[Bearbeiten]

 Wikiquote: Dallas – Zitate