Dallas Semiconductor

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Echtzeituhr DS1387 mit integrierter Batterie auf einer PC-Hauptplatine

Dallas Semiconductor war ein US-amerikanischer Produzent von integrierten Schaltungen (IC). Das Unternehmen wurde am 1. Februar 1984 gegründet und im Jahr 2001 an Maxim Integrated Products verkauft.[1] Der Hauptsitz des Unternehmens befand sich in Dallas im US-Bundesstaat Texas. Die Produktionsanlagen, welche unter anderem Reinräume der Klasse 1 und angeschlossener Waferfertigung umfassten, befanden sich im Norden von Dallas auf einem 22.000 m2 großen Areal.[2] Der Umsatz betrug im Jahr 1989 82 Millionen US-Dollar.[2]

Dallas Semiconductor wurde durch batteriegepufferte Echtzeituhren mit eingebauten NVRAM, umgangssprachlich als „Dallas-Chip“ bezeichnet, bekannt. Diese in Personalcomputer der 1990er Jahre, wie dem IBM Personal Computer/AT, eingesetzten Echtzeituhren hatten als Besonderheit die Pufferbatterie zur Datenhaltung im Chipgehäuse integriert.[3] Ein weiteres Produkt war der „Dallas Key“, ein elektronischer Schlüssel mit 1-Wire-Bus, welche nach der Übernahme von Maxim unter der Bezeichnung iButton weiter vertrieben wurde. Daneben wurden Seriennummernchips zur Produktidentifizierung, digitale Potentiometer und temperaturstabilisierte Quarzoszillatoren (TCXO, engl. für Temperature Compensated Crystal Oscillator) gefertigt.

Nach der Übernahme von Maxim wurde die Marke Dallas und die Bezeichnungen der integrierten Schaltungen, welche mit dem Kürzel DS beginnen, übernommen und bis zum Jahr 2007 weiter verwendet.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Dallas Semiconductor Innovation, auf der Web-Seite von Maxim. Abgefragt 16. Juni 2010 (engl.)
  2. a b Dallas Semiconductor Databook. 1990–1991, S. 51–52 (Corporate Fact Sheet)
  3. DS1387 (PDF-Datei; 148 kB), Datenblatt: RAMified Real Time Clock 4K x 8 (engl.)