Dam Busters

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Bei den Dam Busters (engl. „(Stau-)Dammbrecher“) handelt es sich um die No. 617 Squadron (617. Staffel) der britischen Royal Air Force, gegründet während des Zweiten Weltkrieges.

Ihren Beinamen erhielt die Einheit im Zuge der Operation Chastise, einem Angriff mit speziellen Rollbomben auf deutsche Staudämme in der Nacht vom 16. auf den 17. Mai 1943, unter der Führung von Wing Commander Guy Gibson. Später während des Krieges griffen die „Dam Busters" mehrfach weitere stabile Konstruktionen an, wie U-Boot-Bunker, Brücken, Viadukte und Eisenbahntunnel.

Auf ihr Konto gehen auch die Zerstörung der als „sicher gegen jedes Kaliber“ geltenden U-Boot-Bunker in Brest und La Rochelle, die Versenkung des Schlachtschiffs Tirpitz sowie die Bombardierung von Hitlers „Adlerhorst“ bei Berchtesgaden 1945.

Die „Dam Busters“ flogen im Zweiten Weltkrieg viermotorige Langstreckenbomber des Typs Avro Lancaster, das einzige Flugzeug, das zu dieser Zeit die überschweren, meist speziell angefertigten Bomben wie den „Tallboy“ oder die „Grand Slam“ zum Einsatz bringen konnte.

Die Einheit existiert bis heute als Bomberstaffel weiter. Nach dem Krieg flog sie zwischen September 1946 und Januar 1952 die Avro Lincoln B.2, anschließend bis Ende 1955 die English Electric Canberra B.2/B.6 (B.6 ab Februar 1955) und zwischen Mai 1958 und Dezember 1981 die Avro Vulcan B.1/1A/2/2A (B.1 ab September 1961).

Die Staffel war seit Januar 1983 mit dem Panavia Tornado GR.1/GR.4 ausgerüstet, der letzte Tornado-Einsatz fand Ende Januar 2014 über Afghanistan statt. Sie wird am 1. April 2014 für zwei Jahre deaktiviert und 2016 als erste F-35B Lightning II Einsatzstaffel neu aufgestellt.

Ihr Motto lautet: Après moi, le déluge (frz.): „Nach mir die Sintflut“.

Sonstiges[Bearbeiten]

Der Staudamm-Angriff der Einheit während des Zweiten Weltkriegs war Gegenstand des britischen Spielfilms Mai 1943 – Die Zerstörung der Talsperren (The Dam Busters, 1954) von Michael Anderson. Die Geschichte soll in Kürze von Peter Jackson für etwa 50 Millionen Euro neu verfilmt werden. Drehorte sind Neuseeland und Großbritannien.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]