Damasia
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Damasia war eine keltisch-römische Stadt in Nord-Raetien (Bayern) und ist nach Kempten und Kambodunum die zweitälteste genannte Stadt in Deutschland.
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[Bearbeiten] Geschichte
Mit Damasia in Verbindung gebracht wird besonders der Auerberg, (1055 m ü.M.) ein kegelförmiger Berg vor den Alpen (Oberbayern-Allgäu). Hier soll eine keltisch-römısche Festung mit dem Namen Damasia gewesen sein[1]. Dabei taucht Damasia als Keltenburg (Oppidum) und römisches Heerlager auf. Womit sıe zugleich die höchste Römerstadt Deutschlands ist. Ausgrabungen ergaben ein von einer weitläufigen Stadtmauer (Ringwall) umgebenes städtisches Siedlungsgebiet (Therme, Fabrica, u.a.m.), auf der Gipfelregion des größten voralpenländischen Berges am Lech(röm. Licca, Likka), der archäologisch in zwei Zonen unterteilt worden ist, den Schlossberg östlich und den Kirchberg westlich. Strabo schreibt ".....Vindeliciern,...ihre Städte sind.....Kambodunum und Damasia, gleichsam die Burg der Likattier." Hier ist Damasia als Felsenburg („Akropolis“) beschrieben,als Hauptstadt des keltischen Stammes der Likatier (= Bewohner des Lechgebiets)[2]. Da am Lech aber keine auch nicht annähernd vergleichbare Höhenburg liegt, muss der Auerberg das gesuchte Damasia sein. Bestätigt wird diese Folgerung darin, dass nur 5% des Auerberges archäologisch untersucht worden sind, also die Belege unter der Erde liegen, womit die archäologische Bestätigung noch in Aussicht steht, sobald genügend Geldmittel die restlichen 95% freilegen werden. Was anhand antiker Literatur über Strabo, in Verbindung zur Topografie und antiker Bodenstruktur zweifelsfrei bereits heute identifizierbar ist, kann also der archäologischen Sekundierung harren. Ein Fund eines alten Marktsiegels andernorts, in Zusammenhang eines Warentausches, „Sigilium Civium et Communitatis ad Damasiam“(Siegel der Bürger und Gemeinde Damasia), mag den Namen der Stadt belegen.
Die Alternativen Füssen oder Dießen widersprechen in allen Punkten dieser Zuordnung. Denn Füssen ist das keltisch-römische Foetibus und enthält keine inhaltliche Ähnlichkeit zu Damas (indoeuropäisch-keltisch: Ziege,Schaf,-Haustierzüchter), dem Ursprung des Wortes Damasia. Und Dießen ist topografisch primär keine Höhensiedlung, Höhen-Burg, sondern ein Ort am großen See, dem Ammersee. Höhenburg und Seelage dagegen schließen sich gegenseitig aus. Die eine ist von Ziegen,Schafen umgeben, während am See die Fische dominieren. Hingegen die Schafzüchter idealtypisch Namensgeber des Auerberges sind. Augsburg scheidet völlig aus, da ihr alle Kriterien entgegenstehen, obwohl es Stimmen gibt, die dort Damasia verortet sehen wollen[3][4]. Es ist keine Höhenburg, die Topografie der Schafzucht fehlt, der begriffliche Wechsel von Damasia auf Augusta Vindelicorum ist sprachtektonisch unhaltbar und logisch abwegig. Tatsachen, die gegen den Auerberg sprechen, sind jedoch, dass der Berg im Gegensatz zu Augsburg und Füssen nicht direkt am Lech liegt, aber Damasia als Hauptstadt der Likatier ( = Bewohner des Lechgebietes) bezeichnet wurde. Ein weiteres Argument gegen den Auerberg ist, dass es sehr ungewöhnlich für eine "Hauptstadt" ist, dass die Siedlungstradition völlig verschwunden ist. Alle anderen bei Strabo genannten Städte wie Brigantia = Bregenz und Campodunium = Kempten existieren als Stadt weiter. Da die Römer Damasia zerstört haben, könnte es auch sein, dass sie eine Umbenennung der Stadt vorgenommen haben und damit eine neue Namenstradition gesetzt haben. Die Ableitung Damasia von Damas = Schaf ist fraglich. Eine weitere Deutungsmöglichkeit ist die Ableitung von dem Namen der Göttin DANA. Wıderlegung dieses durch keinerlei Beleg gestützten rein spekulativen Widerspruchs: Weder ist von Hauptstadt die Rede, noch ist haltbar, dass eıne exponıerte Höhenburg, dıe nur 6 km geradlınıg zum Lech hın abfaellt, schon nıcht mehr Lechbewohner eınschlıessen, sie nıcht mehr repraesentıeren können soll? Das ıst grundlegend falsch, denn der Lech hat wıe dıe Iller eın historisches Eınzugsgebıet von beıdseıtıg 20km. Eın weıterer hıstorıscher Irrtum ıst,dıe Römer haetten dıe Stadt zerstört. Rıchtıg ıst, dıe Römer hatten dıe Stadt verlassen: da ın dıesem Sınne dıe Stadt am Auerberg verschwunden ıst und auch gleıchzeıtıg der Namen Damasıa, ıst keıne andere Konklusıon als das Zusammenfallen beıder möglıch. Dass andere Staedte weıterexıstıeren beweıst ın dıesem Zusammenhang hıstorısch, logısch und faktısch nıchts, denn mehrere Städte in "Asia minor" aus der Zeit Strabos wie Daedala oder Calynda wurden auch aufgegeben. Dıe Ableıtung von Damas ıst grundlegend etymologıscher Natur und betrıfft dıe ındoeuropaeısche Fruehgeschıchte ın dıe der Auerberg gleıchermassen faellt. Hıer lıegt ebenfalls Eındeutıgkeıt vor, hıngegen weder eıne etymologısche Spur noch ırgendeın Sınngehalt zu eıner Goettın Dana führt. Der Einwand gegen den Auerberg ist ein Einwand von Meinungen mit märchenbelastetem Wunschdenken, gestützt auf naive Irrtümer.Insofern spricht keinerlei wissenschaftliches Tatsachenmaterial gegen den Auerberg als das historische Damasia Strabo`s. Im Gegenteil: Ausgrabungen von G.Bersu und Dr. Ulbert ergaben einen "...jener rätisch-römischen Brandopferplätze.", die Auerberg/Damasia sogar als einen keltischen Nachweisplatz belegen der Kempten/Cambodunum fehlt(Dr.Weber). Womit Auerberg/Damasia die quellenschriftlich und archäologisch-historisch älteste Stadt Deutschlands ist.
[Bearbeiten] Sage
Sagen sind gemessen an historischer Echtheit Sekundärliteratur: So gibt es Sagen über Höhlenbewohner auf dem Auerberg, oder "das Männlein von Burgstall Echt" aus dem angrenzenden Stöttener Raum[5]. Dass Sagen aber der Wirklichkeit entgegenstehen können, belegt die Sage in Dießen: "Eine Sage deutet auf das Schicksal der Stadt, wonach sie durch ein schweres Hochwasser des Sees überflutet worden sein soll". Eine exponierte Höhenburg (Strabo:" Damasia.........Burg der Likattier".)kann per se nicht durch einen See überflutet werden.
Die nächste Sage: Das Land rund um Damasia war sumpfig. ..........es begann zu regnen und zwar so lange bis die ganze Stadt samt Mensch und Tier fast ganz versunken war. Es blieben nur ein paar Häuser, die dort, wo heute Dießen liegt, erhöht gestanden hatten. Über der großen Stadt Damasia aber liegt der See (gemeint ist der Ammersee). Hier wird eine Höhenburg von dem weit darunter liegenden See überflutet . Am Ende liegt der See über der Höhenburg. Derartige tektonische Umkehrungen sind Steigerungen wie bei Fabeln mit apokalyptischem Impetus, auch Märchen mit belehrendem Hintergrund - aber keine historische Wahrheit.
[Bearbeiten] Siehe auch
- Orte, die auf die Kelten zurückgehen: Worms (Borbetomagus), Trier (Augusta Treverorum), Mainz (Mogontiacum), Kempten (Cambodonum)
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Günter Ulbert, Dietwulf Baatz, Werner Zanier, Christof Flügel: Der Auerberg, Seite 37
- ↑ Handbuch der Bayerischen Geschichte, von Max Spindler, Andreas Kraus, Seize 50
- ↑ Jahrbücher des Vereins von Alterthumsfreunden im Rheinlande, 1857 - Seite 176
- ↑ Über die sogenannten Regenbogen-Schüsselchen - Seite 65 von Franz Streber, Akademie der Wissenschaften Koniglich-Bayerische, Königlich Bayerische Akademie der Wissenschaften - 1860
- ↑ http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Lokales/Landsberg/Lokalnachrichten/Artikel,-Von-Damasia-und-anderen-Geschichten-_arid,1430327_regid,10_puid,2_pageid,4500.html

