Damm (Schermbeck)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

51.6801388888896.799532Koordinaten: 51° 40′ 49″ N, 6° 47′ 58″ O

Damm
Gemeinde Schermbeck
Höhe: 27,5–45 m
Fläche: 23,15 km²
Einwohner: 1230 (31. Dez. 2005)
Eingemeindung: 1. Januar 1975
Postleitzahl: 46514
Vorwahl: 02853

Damm ist ein Ortsteil der Gemeinde Schermbeck im nordrhein-westfälischen Kreis Wesel. Zu Damm gehören die Dörfer Malberg und Wachtenbrink

Geographie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Damm liegt 6,5 km westlich vom Kernort Schermbeck an der Bundesstraße 58. Begrenzt wird der Ortsteil im Westen von Drevenack, im Norden von Dämmerwald, im Osten von Bricht und im Süden von dem durch die Lippe getrennten Hünxer Ortsteil Gartrop-Bühl. Das gesamte Ortsgebiet ist Teil des Naturparks Hohe Mark-Westmünsterland.

Naturschutzgebiete[Bearbeiten]

Die Naturschutzgebiete Dämmer Wald und Lichtenhagen grenzen im Norden und Nordwesten an Damm. Die Lippeniederung bei Damm ist in das Feuchtwiesen-Schutzprogramms des Landes Nordrhein-Westfalen aufgenommen worden und ist mit etwa 728 Hektar größtes Naturschutzgebiet in Schermbeck. Das Naturschutzgebiet Loosenberge, welches sich durch eine große Wacholderheide auszeichnet, befindet grenzübergreifend zu Drevenack im Südwesten des Ortsteils.

Geschichte[Bearbeiten]

Allgemein[Bearbeiten]

Die von jeher landwirtschaftlich geprägte Gemeinde wurde in einem Xantener Totenbuch (Damme) aus dem 11./12. Jahrhundert erstmals erwähnt. Die 1830 errichtete Dammer Windmühle, ein sogenannter Turmholländer, gilt als östlichste Windmühle des Niederrheins. Teile der sogenannten Klever Landwehr, ein rechtsrheinischer Limes, der nach der Varusschlacht errichtet wurde verlaufen als Erdwall erkennbar durch Dammer Ortsgebiet[1]. Bis Ende 1974 war Damm eine selbständige Gemeinde im Amt Schermbeck, Kreis Rees. Am 1. Januar 1975 kommt es im Rahmen der Neugliederung in Nordrhein-Westfalen zum Zusammenschluss der Gemeinden Schermbeck, Altschermbeck, Bricht, Damm, Dämmerwald, Gahlen, Overbeck und Weselerwald zur Gemeinde Schermbeck.[2][3]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

  • 1910: 0632[4]
  • 1931: 0707[5]
  • 1961: 0771[3]
  • 1970: 0779[3]
  • 1974: 0755[6]
  • 2005: 1230

Eisenbahn[Bearbeiten]

Damm war früher Bahnstation an der 1873 erbauten, inzwischen stillgelegten Eisenbahnstrecke Hamburg-Venloer Bahn von Wesel nach Haltern am See. Heute ist die Bahnstrecke als Rad- und Wanderweg ausgebaut.

Bildung und Sport[Bearbeiten]

In Damm gibt es keine Schule; zuständig sind die Schulen in Schermbeck-Mitte. Im Ort sind ein Schützen- und ein Reit- und Fahrverein beheimatet.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ein Limes am rechten Niederrhein
  2. Geschichte Damms auf www.wir-sind-schermbeck.de
  3. a b c  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 297.
  4. Gemeindeverzeichnis 1900, Kreis Rees
  5. Das Amt Schermbeck auf Gen-Wiki
  6.  Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X, S. 53.

Weblinks[Bearbeiten]