Dammar

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Dammar-Harz zur Verräucherung

Dammar oder Dammarharz ist das Harz von malaiisch-indischen Laubbäumen, die vorwiegend auf den Sundainseln wachsen. Als wichtigste Quelle gilt der Baum Shorea wiesneri (Shorea).

Der Name stammt aus dem Malaiischen und bedeutet Harz oder auch Fackel. Andere Namen sind: Canarium strictum, Canarium prostatum Schiffn. und Katzenaugen-Harz.

Die Farben der verschiedenen Sorten variieren von klar-hell, gelblich bis schwarzgrau (Sumatra-Dammar). Der Härtegrad des Dammarharzes gleicht dem von Kolophonium. Der Duft ist feinzitronig und leicht.

Verwendung[Bearbeiten]

  • zur Herstellung heller Lacke, Emaillelacke, Ahornlacke
  • als Zusätze für Tempera- und Öl-Harz-Farben
  • in Terpentinöl gelöst zu Dammarfirnis verarbeitet, in der Öl-Malerei eingesetzt zur Isolierung des Malgrundes sowie als Zwischen- und Schlussfirnis
  • als Räucherwerk
  • als Substrat zur Gewinnung von Dammardienol (Einschlussmittel für mikroskopische Präparationen und für die Herstellung von Pflastern)[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Albert Gossauer: Struktur und Reaktivität der Biomoleküle, Verlag Helvetica Chimica Acta, Zürich, 2006, S. 219, ISBN 978-3-906390-29-1.

Weblinks[Bearbeiten]