Dammbach

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Dieser Artikel behandelt die Ortschaft Dammbach, zu anderen Bedeutungen von Dammbach siehe Dammbach (Begriffsklärung).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Dammbach
Dammbach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Dammbach hervorgehoben
49.85849.3295220Koordinaten: 49° 52′ N, 9° 20′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Aschaffenburg
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Mespelbrunn
Höhe: 220 m ü. NHN
Fläche: 32,93 km²
Einwohner: 1839 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 56 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 63874,
63863 (Hundsrück)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 06092
Kfz-Kennzeichen: AB, ALZ
Gemeindeschlüssel: 09 6 71 160
Gemeindegliederung: 8 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 81
63872 Heimbuchenthal
Webpräsenz: www.gemeinde-dammbach.de
Bürgermeister: Roland Bauer
Lage der Gemeinde Dammbach im Landkreis Aschaffenburg
Alzenau Kahl am Main Karlstein am Main Kleinostheim Stockstadt am Main Großostheim Mainaschaff Mömbris Johannesberg (Bayern) Glattbach Wiesener Forst Forst Hain im Spessart Geiselbacher Forst Huckelheimer Wald Heinrichsthaler Forst Heinrichsthaler Forst Waldaschaffer Forst Schöllkrippener Forst Sailaufer Forst Rohrbrunner Forst Rothenbucher Forst Dammbach Dammbach Goldbach (Unterfranken) Geiselbach Westerngrund Schöllkrippen Kleinkahl Wiesen (Unterfranken) Krombach (Unterfranken) Sommerkahl Blankenbach Hösbach Sailauf Haibach (Unterfranken) Heigenbrücken Heinrichsthal Laufach Weibersbrunn Rothenbuch Waldaschaff Bessenbach Mespelbrunn Heimbuchenthal Dammbach Weibersbrunn Aschaffenburg Hessen Landkreis Miltenberg Landkreis Main-SpessartKarte
Über dieses Bild

Dammbach ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Aschaffenburg und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Mespelbrunn mit Sitz in Heimbuchenthal.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Zentrum des Spessarts, im sogenannten Hochspessart. Die Gemeinde Dammbach ist bekannt für ihre vielen Weiler, wie den Schnorrhof, den Hundsrück, die Heppe oder Oberwintersbach (Geishöhe). Der Dammbach entspringt nahe Rohrbrunn und hat viele kleine Nebenflüsschen. Der Höhenunterschied liegt zwischen 200 Metern im Ortsteil Neuhammer und der höchsten Erhebung mit 521 Metern auf der Geishöhe.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Es gibt acht Ortsteile[2] auf zwei Gemarkungen:

Gemarkungen[Bearbeiten]

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Gemeinde
Heimbuchenthal
Rohrbrunner Forst
(Gemeindefreies Gebiet)
Nachbargemeinden
Markt
Eschau
Gemeinde
Altenbuch

Name[Bearbeiten]

Ihren Namen hat die Gemeinde vom gleichnamigen Dammbach,[3] der am Neuhammer der Elsava zufließt.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Jahr 1991 konnte die Gemeinde das Fest „750 Jahre Dörfer im Dammbachtal“ feiern, zu dem die Gemeinde das Heimatbuch „Dammbach 1241–1991“ herausgegeben hat.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Die Gemeinde entstand am 1. Juni 1976 im Zuge der kommunalen Neuordnung in Bayern aus den bis dahin selbständigen Gemeinden Wintersbach und Krausenbach.[4] Da beide Ortsteile im Dammbachtal liegen, lag es nahe, dass man als gemeinsamen Ortsnamen Dammbach wählte. Am 1. Januar 2008 vergrößerte sich das Gemeindegebiet durch die Eingliederung des Krausenbacher Forstes.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Nach der letzten Kommunalwahl am 16. März 2014 hat der Gemeinderat zwölf Mitglieder. Die Wahlbeteiligung lag bei 71,43 %. Die Wahl brachte folgendes Ergebnis:

  CSU/Freie Wählergemeinschaft     6 Sitze  (48,89 %)
  Unparteiische Wählergruppe 6 Sitze (51,11 %)

Weiteres Mitglied und Vorsitzender des Gemeinderates ist der Bürgermeister.

In den letzten Jahren hat die Gemeinde Dammbach nahe beim Ortsteil Wintersbach ein Wochenendgebiet ausgewiesen, in dem mehr als 100 Wochenend- und Ferienhäuser errichtet sind.


Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung
„Durch einen erhöhten silbernen Wellenbalken geteilt: oben in Rot zwei schräg gekreuzte silberne Eichenblätter und eine silberne Eichel, unten gespalten, vorne siebenmal von Rot und Gold geteilt, hinten in Blau ein silberner Schräglinksbalken, der mit drei blauen Ringen belegt ist“.

Wappengeschichte
Die Gemeinde Dammbach ist eine sehr junge Gemeinde. Sie entstand erst 1976 aus den früher selbständigen Gemeinden Krausenbach und Winterbach durch freiwilligen Zusammenschluss. Sie liegt geografisch am Dammbach, von dem sich der Ortsname ableitet. Auf den Bach weist im Wappen der Wellenbalken hin. Die Eichenblätter und die Eichel im Schildhaupt sind Symbole für die Lage der Gemeinde im Hochspessart. Die siebenfache Teilung von Gold und Rot ist dem Wappen der Grafen von Rieneck entnommen. Krausenbach war lange Zeit in ihrem Besitz. Der silberne Schrägbalken mit den drei blauen Ringen ist das Wappen der Familie Echter von Mespelbrunn. Sie hatten die Herrschaft in Wintersbach, erbauten um 1415 dort eine Kirche und 1584 ein Spital.
Das Wappen wurde am 22. Juli 1988 verliehen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Passionsspiele[Bearbeiten]

Seit 2001 werden in Dammbach Passionsspiele aufgeführt. Weitere Aufführungen gab es in den Jahren 2004, 2009 und 2014.[5]

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Dammbach

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

In Dammbach befindet sich das Funkfeuer PSA einer internationalen Luftstraße.

Sonstiges[Bearbeiten]

Seit 1. Dezember 2006 erhebt die Gemeinde eine Zweitwohnungssteuer.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Dammbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111121/220103&attr=OBJ&val=1558
  3.  Wolf-Armin Frhr. v. Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. C.H.Beck oHG, München 2009, ISBN 978-3-406-59131-0, S. 52.
  4.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 736.
  5. http://www.passionsspiele-dammbach.de/entstehung.html Entstehungsgeschichte Passionsspiele Dammbach