Dampvalley-lès-Colombe

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dampvalley-lès-Colombe
Wappen von Dampvalley-lès-Colombe
Dampvalley-lès-Colombe (Frankreich)
Dampvalley-lès-Colombe
Region Franche-Comté
Département Haute-Saône
Arrondissement Vesoul
Kanton Noroy-le-Bourg
Koordinaten 47° 38′ N, 6° 15′ O47.6283333333336.2455555555556267Koordinaten: 47° 38′ N, 6° 15′ O
Höhe 244–378 m
Fläche 6,26 km²
Einwohner 109 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 17 Einw./km²
Postleitzahl 70000
INSEE-Code

Dampvalley-lès-Colombe ist eine Gemeinde im französischen Département Haute-Saône in der Region Franche-Comté.

Geographie[Bearbeiten]

Dampvalley-lès-Colombe liegt auf einer Höhe von 265 m über dem Meeresspiegel, etwa 7 km östlich der Stadt Vesoul (Luftlinie). Das Dorf erstreckt sich im zentralen Teil des Départements, leicht erhöht am südlichen Talhang der Colombine, am Nordrand der Hochfläche des Bois de Noroy.

Die Fläche des 6,26 km² großen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt im Bereich des Hügellandes zwischen dem Becken von Vesoul und der Ebene von Lure. Von Nordosten nach Südwesten wird das Gebiet vom Tal der Colombine durchquert. Der Bach fließt hier mit mehreren Windungen durch eine rund 100 m breite Talaue, die 50 bis 100 m tief in die umgebenden Hochplateaus eingeschnitten ist. Die steilen Hänge werden an verschiedenen Orten von Kalkfelsen durchzogen. Es gibt hier mehrere Höhlen.

Nördlich und südlich des Colombine-Tals schließen sich Hochflächen an, die aus einer widerstandsfähigen Kalkschicht der mittleren Jurazeit bestehen. Auf der Nordseite des Tales befinden sich die Höhen des Charmont (357 m) und des Bois de la Craye. Im Süden liegt die landwirtschaftlich genutzte Hochfläche der Côte, auf der mit 378 m die höchste Erhebung von Dampvalley-lès-Colombe erreicht wird. Die östliche Abgrenzung wird durch den Bois de Calmoutier markiert.

Nachbargemeinden von Dampvalley-lès-Colombe sind Montcey im Norden, Calmoutier im Osten, Noroy-le-Bourg und Colombe-lès-Vesoul im Süden sowie Frotey-lès-Vesoul im Westen.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Tal der Colombine war vermutlich schon in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt. Im Mittelalter gehörte Dampvalley zur Freigrafschaft Burgund und darin zum Gebiet des Bailliage d’Amont. Die lokale Herrschaft hatten die Herren von Montaigu inne. Gegen Ende des Dreißigjährigen Krieges wurde die Ortschaft 1644 von den Truppen von Turenne vollständig zerstört. Zusammen mit der Franche-Comté gelangte Dampvalley mit dem Frieden von Nimwegen 1678 definitiv an Frankreich. Heute ist Dampvalley-lès-Colombe Mitglied des 12 Ortschaften umfassenden Gemeindeverbandes Communauté de communes des Grands Bois.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Dorfkirche wurde im 19. Jahrhundert neu erbaut. Im Süden des Dorfes befindet sich ein pyramidenförmiges Gebäude, das nach einer Choleraepidemie errichtet wurde und eine Statue der Vierge Immaculée (1856) trägt.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1962 59
1968 58
1975 68
1982 110
1990 131
1999 112
2006 113

Mit 109 Einwohnern (1. Januar 2011) gehört Dampvalley-lès-Colombe zu den kleinen Gemeinden des Département Haute-Saône. Nachdem die Einwohnerzahl in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts deutlich abgenommen hatte (1896 wurden noch 168 Personen gezählt), wurde von Mitte der 1970er Jahre bis 1990 wieder ein kontinuierliches Bevölkerungswachstum verzeichnet. In dieser Zeit hat sich die Einwohnerzahl verdoppelt. Seither ist jedoch wieder ein rückläufiger Trend zu erkennen.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Dampvalley-lès-Colombe ist noch heute ein vorwiegend durch die Landwirtschaft (Ackerbau, Obstbau und Viehzucht) und die Forstwirtschaft geprägtes Dorf. Außerhalb des primären Sektors gibt es nur wenige Arbeitsplätze im Ort. Viele Erwerbstätige sind deshalb Wegpendler, die in den größeren Ortschaften der Agglomeration Vesoul ihrer Arbeit nachgehen.

Die Ortschaft ist verkehrstechnisch gut erschlossen. Sie liegt nahe der Hauptstraße N19, die von Vesoul nach Belfort führt. Weitere Straßenverbindungen bestehen mit Noroy-le-Bourg und Montcey.