Damshagen

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Dieser Artikel beschreibt die Gemeinde Damshagen in Mecklenburg-Vorpommern, für den gleichnamigen Ort in der polnischen Woiwodschaft Westpommern (ehemals Damshagen, Kreis Schlawe/Pommern) siehe Domasławice (Darłowo).
Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Damshagen führt kein Wappen
Damshagen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Damshagen hervorgehoben
53.91666666666711.1514Koordinaten: 53° 55′ N, 11° 9′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Nordwestmecklenburg
Amt: Klützer Winkel
Höhe: 14 m ü. NN
Fläche: 38,43 km²
Einwohner:

1.329 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 35 Einwohner je km²
Postleitzahl: 23948
Vorwahl: 038825
Kfz-Kennzeichen: NWM
Gemeindeschlüssel: 13 0 74 016
Adresse der Amtsverwaltung: Schloßstr. 1
23948 Klütz
Webpräsenz: www.kluetzer-winkel.de
Bürgermeister: Fred Knuth
Lage der Gemeinde Damshagen im Landkreis Nordwestmecklenburg
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Damshagen ist eine Gemeinde im Norden des Landkreises Nordwestmecklenburg in Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland. Die Gemeinde wird vom Amt Klützer Winkel mit Sitz in der Stadt Klütz verwaltet.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

Damshagen liegt mitten im Klützer Winkel, zwischen den Städten Grevesmühlen und Klütz sowie dem Ostseebad Boltenhagen.

Zur Gemeinde gehören die Ortsteile Damshagen, Dorf Gutow, Dorf Reppenhagen, Hof Gutow, Hof Reppenhagen, Kussow, Moor, Parin, Pohnstorf, Rolofshagen, Stellshagen und Welzin.

[Bearbeiten] Geschichte

Dorfkirche St. Thomas in Damshagen
Vormaliges Plessenherrenhaus in Damshagen

Im Jahr 1230 wurde der Ort erstmals im Ratzeburger Zehntregister, welches die damals zum Bistum Ratzeburg gehörenden Ortschaften geordnet nach Kirchspielen auflistet, als Thomashagen genannt. Auch die Nennung der Ortsteile Welzin und Stellshagen geht auf diese Zeit zurück. Über 600 Jahre lang (bis 1945) beherrschte die Familie von Plessen als Eigentümer Damshagen. Nach 1990 konnte sie einen Teil der Ackerflächen zurückerwerben. Am 1. Juli 1961 entstand die Gemeinde in der heutigen Form durch die Eingemeindung Reppenhagens.

Sehenswert ist die recht große gotische Backsteinkirche St. Thomas aus dem 14. Jahrhundert mit dem Barockaltar des Lübecker Bildhauers Hieronymus Hassenberg von 1724 und einer Orgel aus dem Jahr 1844.[2] Das Herrenhaus wurde 1914 neu erbaut. Architektonisch beachtlich ist auch das um 1910 errichtete "Kammerherrenhaus" (neben dem Pfarrhof). Das große Pfarrhaus stammt aus dem 18. Jahrhundert, der Gemeindesaal wurde im 19. Jahrhundert angebaut. Südöstlich des Ortes stand auf dem Mühlenberg (27 m) eine Windmühle, deren Reste 1956 abgetragen wurden.

Neben einer Grund- und Realschule sowie einer Kindertagesstätte gibt es in Damshagen eine Arztpraxis und eine Sporthalle.

Welzin wurde 1230 erstmals als Wulsin erwähnt. Der Ortsname von Welzin stammt vom slawischen Lokator Volča (Wolf) ab, bedeutet also Ort des Volča.[3]

Am 7. Juni 2009 fusionierten die Gemeinden Moor-Rolofshagen und Damshagen zur neuen Gemeinde Damshagen.[4]

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten] Wirtschaft

Von überregionaler gastronomischer Bedeutung ist das im Ortsteil Stellshagen gelegene "Gutshaus Stellshagen" mit seiner vegetarischen Wildkräuter- und Gourmetküche.

Ebenfalls überregionale Bedeutung hat die "Algenwerkstatt" in Damshagen. In ihr wird Papier unter Zugabe von Ostseealgen und Seegras von Hand geschöpft. Sie ist insbesondere als touristische Attraktion für Gäste gedacht. In der ehemaligen Dorffeuerwehr befindet sich ein kleines Restaurant.

[Bearbeiten] Verkehrsanbindung

Damshagen erreicht man über die Verbindungsstraße von Grevesmühlen (auf dem zugehörigen Autobahnanschluss der Ostseeautobahn A 20). An der 1995 von der Deutschen Bahn eingestellten und danach zeitweise noch als Museumseisenbahn betriebenen Bahnstrecke Grevesmühlen–Klütz ("Klützer Kaffeebrenner") hatten die Ortsteile Stellshagen und Hof Reppenhagen jeweils Haltepunkte. Inzwischen sind die Gleise jedoch abgebaut worden.

[Bearbeiten] Sonstiges

Wappen 2005−2009 der Vorgängergemeinde

Die Gemeinde Damshagen führte von 2005 bis zur Gemeindefusion am 7. Juni 2009 ein von Michael Zapfe gestaltetes Wappen, dessen Blasonierung wie folgt lautete: „In dem durch einen Wellenschnitt geteilten Schild oben in Gold einen schreitenden schwarzen Stier; unten in Blau schräg gekreuzt: eine goldene Hacke und eine goldene Lanze, bewinkelt von vier goldenen Rüben.“

Der Wellenschnitt symbolisierte die Lage am Damshagener Bach. Der Stier stellte in abgeänderter Form das Wappentier der Plessens dar, in deren Besitz das Dorf von 1336 bis 1945 war. Die Hacke wies auf die durch deutsche Siedler angelegte Rodungssiedlung hin, die Lanze stand für den Kirchenpatron, den Heiligen Thomas. Rüben sind ein Hauptanbauprodukt der Region, die Anzahl symbolisierte die ehemals vier Ortsteile.[5]

[Bearbeiten] Literatur

  • Hermann Gustav Adolf Peek: Der Damshäger Bach und die ihm zunächst liegenden Ortschaften. Nachdruck zur Erinnerung an die erste urkundliche Erwähnung von Damshagen vor 775 Jahren im Ratzeburger Zehntregister von 1230. Damshagen : Gutsverwaltung Damshagen, 2005. - Getr. Zählung. (Sammlung von Aufsätzen, die zuerst erschienen in: Mecklenburg : Zeitschrift des Heimatbundes Mecklenburg. - 1911-1920.)
  • Gemeinde Damshagen (Hrsg.): Chronik der Gemeinde Damshagen: Damshagen; Stellshagen; Reppenhagen; Welzin. 1230-2002, Damshagen 2002, 214 S.

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Damshagen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Mecklenburg-Vorpommern Statistisches Amt – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2010 (PDF; 522 kB) (Hilfe dazu)
  2. Homepage des Kirchenkreises Wismar
  3. Die slavischen Ortsnamen in Meklenburg in Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde. - Bd. 46 (1881), S. 157
  4. Statistisches Landesamt MV: Gebietsänderungen 2009 (PDF-Datei)
  5. Hans-Heinz Schütt: Gemeindewappen Damshagen, Mecklenburg-Magazin der Schweriner Volkszeitung, Nr. 16/2006
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