Dan Ariely

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Dan Ariely (2009)

Dan Ariely (* 29. April 1968) ist Professor für Psychologie und Verhaltensökonomik an der Duke University in den USA.

Werdegang[Bearbeiten]

Ariely wuchs ab dem dritten Lebensjahr in Ramat haScharon in Israel auf.[1] Er wurde in Kognitiver Psychologie 1996 an der University of North Carolina at Chapel Hill promoviert, sowie 1998 in Verwaltung an der Duke University. Von 1998 bis 2008 lehrte er am Massachusetts Institute of Technology, als Alfred P. Sloan Professor für Verhaltensökonomie an der MIT Sloan School of Management. Seit 2008 lehrt er als James B. Duke Professor of Psychology and Behavioral Economics an der Duke University.

Forschung[Bearbeiten]

Ariely beschäftigt sich mit Irrationalität. Aufmerksamkeit erregte eine Studie über die Vermögensverteilung. Die gemeinsam mit Michael Norton 2011 veröffentlichten Studie verglich die Ansichten über Vermögensverteilung mit der realen Verteilung: Er verglich die von US-Amerikanern geschätzte, von ihnen als ideal angesehene sowie die tatsächliche Vermögensverteilung. Das Ergebnis zeigt die folgende Grafik:

Von links nach rechts in Gruppen je 20 % der Gesamtbevölkerung: vermögenstes Quintil bis ärmstes Quintil der Bevölkerung. Die beiden ärmsten Quintile sind bei der tatsächlichen Verteilung aufgrund des geringen Wertes (viertes Quintil 0.2 %, fünftes Quintil 0,1 %) nicht sichtbar.


Die Untersuchung ergab, dass die ideale Vermögensverteilung von der geschätzten Vermögensverteilung und von der tatsächlichen Vermögensverteilung erheblich abweicht. Als ideal angesehen würde demnach, dass die reichsten 20 % etwas mehr als 30 % besitzen. Tatsächlich besitzen die reichsten 20 % der US-Amerikaner jedoch 85 % des Vermögens. Entsprechend sollten die ärmsten 40 % (120 Millionen US-Amerikaner) idealerweise zwischen 25 und 30 % besitzen und nicht nur die geschätzten 8 bis 10 %. Tatsächlich besitzen die ärmsten 40 % allerdings nur 0,3 % des Vermögens.[2]

Schriften[Bearbeiten]

  • Predictably Irrational. The Hidden Forces That Shape Our Decisions (2008); deutsch: Denken hilft zwar, nützt aber nichts. Warum wir immer wieder unvernünftige Entscheidungen treffen. Übersetzt von Maria Zybak und Gabriele Gockel. Knaur, München 2008, ISBN 978-3-426-78035-0.
  • The Upside of Irrationality. The Unexpected Benefits of Defying Logic at Work and at Home (2010); deutsch: Wer denken will, muss fühlen. Die heimliche Macht der Unvernunft. Übersetzt von Gabriele Gockel und Maria Zybak. Knaur, München 2012, ISBN 978-342-678424-2.
  • The Honest Truth About Dishonesty (2012); deutsch: Die halbe Wahrheit ist die beste Lüge. Wie wir andere täuschen - und uns selbst am meisten. Übersetzt von Gabriele Gockel und Maria Zybak. Droemer, München 2012, ISBN 978-3-426-27598-6.[3]

Weblinks[Bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Ayalett Shani: What it feels like to know what we're all thinking. haaretz.com, 5. April 2012, abgerufen am 21. September 2014
  2. Dan Ariely / Michael Norton: Building a Better America—One Wealth Quintile at a Time Perspectives on Psychological Science Januar 2011, S. 9-12 (PDF; 359 kB)
  3. Rezension von Ariadne von Schirach, Deutschlandradio Kultur vom 26. November 2012