Dan Swanö

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Dan Swanö live im Nosturi, März 2008

Dan Swanö (* 10. März 1973 in Finspång) ist ein schwedischer Musikproduzent, Sänger, Gitarrist, Bassist, Schlagzeuger und Keyboarder. Er wird als äußerst einflussreich in den Bereichen Death Metal, Progressive Metal und Progressive Rock angesehen.

Karriere[Bearbeiten]

Swanö war Mitglied in einer Vielzahl von Bands. Er spielte für Edge of Sanity, Nightingale, Pan.Thy.Monium, Brejn Dedd, Unicorn, Infestdead, De Infernali und Route Nine. Als Schlagzeuger spielte er bei Katatonia und Bloodbath und betätigte sich auf Theli als Sänger für Therion.

2001 veröffentlichte Dan Swanö unter dem Bandnamen Karaboudjan die Konzept-EP Sbrodj, welche inhaltlich auf den Tim-und-Struppi-Comics von Hergé basiert.[1] Die drei Stücke, deren Stilrichtung vom Webmagazin Avantgarde Metal als Swanical Stoned Sludge Space-Rock bezeichnet wird,[1] sind nach den Comicalben Flug 714 nach Sydney, Die Schwarze Insel und Der geheimnisvolle Stern benannt; als Bandmitglieder werden im Booklet Figuren aus den Comics angegeben, so Dr. Krollspell oder General Alcazar.

In seinem Unisound-Studio produzierte Swanö unter anderem Alben von Marduk, Opeth, Dissection, Katatonia, Diabolical Masquerade, Fall of Serenity, Misery Speaks und Dark Funeral. Er erklärte später, er habe nie Produzent werden wollen, es sei einfach passiert. Die Musiker in seinem Umfeld hätten sich arrangiert, dass er sie produziere, und er habe deswegen seine Anstellung kündigen müssen. Heute arbeitet er nach wie vor in einem Musikladen. 1993 wurde das Studio zu seiner einzigen Aktivität, und die Situation erschwerte sich mit der Geburt seines Sohnes. Außerdem wurde sein Studio nur noch von Black-Metal-Bands aufgesucht, die er als langweilige Kopien von Marduk und Dissection empfand und die deren Klang wollten, ohne deren Talent zu besitzen. Die für Swanö interessanteren Bands wiederum gingen wegen besserer Budgets in größere Studios wie Peter Tägtgrens Abyss-Studio. Außerdem ließ seine Arbeit ihm keine Freiheit mehr und die damit einhergehenden Arbeiten hielten ihn vom Produzieren selbst ab. Er stellte seine Arbeit als Produzent ein und verkaufte Instrumente in einem Musikladen.[2]

Diskographie[Bearbeiten]

mit Edge of Sanity
mit Pan.Thy.Monium
mit Darkified
  • 1991: Dark (Demoaufnahme)
  • 1992: Sleep Forever… (Single)
  • 1995: A Dance on the Grave (EP)
mit Katatonia
mit Altar
  • 1992: Ex oblivione / The Fragile Concept of Affection (Split mit Cartilage)
mit Unicorn
  • 1993: Ever Since
  • 1995: Emotional Wasteland
mit Godsend
  • 1993: As The Shadows Fall
  • 1995: In the Electric Mist
  • 1997: A Wayfarers’ Tears
mit Overflash
  • 1993: Threshold to Reality
mit Necrony
  • 1994: Necronycism: Distorting the Originals (EP)
mit Ghostorm
  • 1995: Frozen in Fire
mit Nightingale
mit Therion
  • 1996: Theli
  • 1997: A’arab Zaraq – Lucid Dreaming (Best-of)
mit Fermenting Innards
  • 1996: Myst
mit Vinterland
  • 1996: Welcome My Last Chapter
mit Infestdead
  • 1996: Killing Christ (EP)
  • 1997: Hellfuck
  • 1999: JesuSatan
  • 2000: Hellfuck/Killing Christ (Zusammenstellung)
  • 2007: Split mit Darkcide
mit Under Black Clouds
  • 1996: As Darkness Falls
mit Exhumation
  • 1997: Seas of Eternal Silence
mit Diabolical Masquerade
  • 1997: The Phantom Lodge
  • 1998: Nightwork
  • 2001: Death’s Design: Original Motion Picture Soundtrack
als Dan Swanö
mit Bombshell Rocks
  • 1998: Street Art Gallery
mit Odyssey
  • 1999: Odyssey
mit Swanö/Tägtgren
  • 1999: Country Girl auf Holy Dio – A Tribute to the Voice of Metal: Ronnie James Dio
mit Bloodbath
  • 2000: Breeding Death (EP)
  • 2002: Resurrection Through Carnage
  • 2004: Nightmares Made Flesh
  • 2008: The Wacken Carnage (Live-Album)
mit Eternal Tears of Sorrow
  • 2000: Chaotic Beauty
mit Karaboudjan
  • 2001: Sbrodj
mit Arjen Anthony Lucassen’s Star One
  • 2002: Space Metal
  • 2010: Victims of the Modern Age
mit Pain
  • 2002: Nothing Remains the Same
  • 2005: Nothing (Single)
mit Hypocrisy
  • 2004: The Arrival
mit Ribspreader
  • 2005: Congregating the Sick
mit Mountain of Power
  • 2006: Mountain of Power
mit Threshold
  • 2007: Dead Reckoning
mit Darkcide
  • 2007: Split mit Infestdead
mit Merciless
  • 2007: Unbound
mit Demiurg
  • 2007: Breath of the Demiurg
mit Heaven Shall Burn
mit Barren Earth
  • 2009: Our Twilight (EP)
mit Total Terror
  • 2009: Total Terror
mit Burden of Grief
  • 2010: Follow the Flames
mit Another Perfect Day
  • 2010: The Gothenburg Post Scriptum
  • 2012: Four Songs for the Left Behind
mit Novembers Doom
  • 2011: Aphotic
mit Witherscape
  • 2013: The Inheritance

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Karaboudjan - Sbrodj. Avantgarde Metal, 2. Dezember 2009, abgerufen am 29. April 2011 (englisch).
  2. Zorglub: DAN SWANO. La Horde Noire, 2004, abgerufen am 16. August 2011 (französisch).