Dani Alves

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Dani Alves

Daniel Alves im März 2011

Spielerinformationen
Voller Name Daniel Alves da Silva
Geburtstag 6. Mai 1983
Geburtsort Juazeiro, BahiaBrasilien
Größe 173 cm
Position Rechter Außenverteidiger
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
2001–2002
2003–2008
2008–
EC Bahia
FC Sevilla
FC Barcelona
24 0(2)
175 (11)
200 (14)
Nationalmannschaft2
2006– Brasilien 79 0(6)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: 13. Dezember 2014
2 Stand: 28. Juni 2014

Daniel Alves da Silva, genannt Dani Alves (* 6. Mai 1983 in Juazeiro, Bahia), ist ein brasilianischer Fußballspieler. Er spielt vorwiegend auf der rechten Seite von Abwehr oder Mittelfeld. Der brasilianische Nationalspieler spielt seit 2008 für den FC Barcelona. Mit den Katalanen gewann er vier Mal die spanische Meisterschaft und zwei Mal die UEFA Champions League.

Karriere[Bearbeiten]

Verein[Bearbeiten]

Dani Alves begann seine Karriere 2001 bei EC Bahia, wo er mit 18 Jahren für die erste Mannschaft debütierte.[1] Zur Saison 2002/03 lieh man ihn für ein halbes Jahr an den FC Sevilla aus. Danach nahm er überaus erfolgreich an der Juniorenfußballweltmeisterschaft 2003 teil, die er mit Brasilien gewann und zum drittbesten Spieler des Turniers gewählt wurde. Anschließend nahm ihn der FC Sevilla für 1 Million Euro Ablöse fest unter Vertrag.[2] In seinen ersten beiden Jahren bei seinem neuen Verein lief er vorwiegend als rechter Mittelfeldspieler auf, da er unter anderem noch im Schatten des aufstrebenden Sergio Ramos stand.[2] Doch in der Saison 2005/06 kam Alves' Durchbruch mit dem Gewinn des UEFA-Pokals, wo er zum besten Spieler des Turniers gewählt wurde. Nicht unerwartet interessierte sich daher der FC Liverpool für ihn, doch die Anfragen wurden abgelehnt.[3] Im Dezember 2006 verlängerte Alves seinen Vertrag bis 2012.[4]

Auch die darauffolgende Saison 2006/07 bestritt Dani Alves sehr erfolgreich, er wurde Dritter in der Liga und gewann erneut den UEFA-Pokal. Im Sommer 2007 bekam Dani Alves die spanische Staatsbürgerschaft und machte damit Sevilla einen Platz für einen weiteren Nicht-EU-Spieler frei.[5] Im August 2007 erklärte Alves gegenüber der spanischen Zeitschrift Marca, dass er Sevilla gern verlassen würde, um zu einem großen Klub zu wechseln und dass er ein Angebot des FC Chelsea nicht ablehnen könne.[5]. Der FC Sevilla lehnte allerdings die drei Angebote des FC Chelsea (der bis zu 40 Millionen € bot) ab mit der Begründung, dass die Gebote zu niedrig seien.[6] Da Sevillas Präsident del Nido dabei war Alves' Lebenstraum zu zerstören, kam es zu einem Wortgefecht zwischen Alves und del Nido.[7] Die Saison 2007/08 begann für Alves aufgrund von Formschwankungen weniger gut, und er erreichte erst am Ende der Saison wieder seine Topform und half mit, sein Team ins Champions-League-Achtelfinale zu führen und zumindest noch einen UEFA-Pokal-Platz in der Liga zu erreichen.[2]

Dani Alves beim Barca-Training 2009

Am 2. Juli 2008 verließ Dani Alves den FC Sevilla in Richtung FC Barcelona. Unter Tränen sagte er, dass er immer wieder für Sevilla spielen würde.[8] Die Ablösesumme betrug 29 Millionen € und kann sich, abhängig von seinen Leistungen, auf bis zu 35,5 Millionen € erhöhen. Er unterschrieb bei Barça einen Vierjahresvertrag.[9] In seiner ersten Saison bei Barça sicherte sich Alves einen Stammplatz und gewann mit dem Verein das Triple. In seiner ersten Saison bei den Katalanen absolvierte er 54 Pflichtspiele in denen er insgesamt 5 Tore erzielte und 14 Vorlagen gab, für einen Verteidiger eine außerordentlich gute Quote. Beim Sieg im Champions-League-Finale gegen Manchester United konnte Alves aufgrund einer Gelbsperre nicht mitwirken.[10]

Während der Saison 2009/10 gewann der in dieser Saison unumstrittene Stammspieler die Klub-Weltmeisterschaft, den spanischen Superpokal und den UEFA Superpokal, noch nie gelang es einer Mannschaft alle sechs Pokale in einem Jahr zu gewinnen. Am Ende der Saison verteidigte er mit den Katalanen erfolgreich die spanische Meisterschaft.

In der Saison 2010/11 war er der am häufigsten eingesetzte Spieler seiner Mannschaft.[11] Mit Barça gewann der Brasilianer am Ende dieser Spielzeit die Primera División und die Champions League. Im März 2011 verlängerte Alves seinen Vertrag bei Barcelona bis 2015.[12]

Zur Saison 2013/14 übernahm Alves die Rückennummer 22 von seinem zeitweise erkrankten Freund Éric Abidal, der zum AS Monaco wechselte, nachdem sein Vertrag nicht verlängert worden war. Internationale Anerkennung erhielt Daniel Alves, als er im Liga-Spiel gegen den FC Villarreal eine Banane aß, die Sekunden vorher aus rassistischen Motiven in seine Richtung geworfen wurde.[13]

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Am 10. Oktober 2006 gab Alves gegen Ecuador sein Debüt in der brasilianischen Nationalmannschaft. Mit ihr konnte er 2007 die Copa América gewinnen. Im Finale gegen Argentinien erzielte Alves hierbei das Tor zum 3:0-Endstand und bereitete einen Treffer vor. Beim Sieg im Konföderationen-Pokal 2009 erzielte er im Halbfinale gegen den Gastgeber Südafrika das entscheidende Tor um ins Finale einzuziehen, er erzielte das Tor in der 88. Spielminute aus einem Freistoß von 18 Metern Distanz. Alves wurde in diesem Spiel in der 82. Spielminute eingewechselt.[14] Im Mai 2010 wurde er von Nationaltrainer Carlos Dunga in das Aufgebot für die WM in Südafrika berufen. Von seinem angestammten Platz als rechter Außenverteidiger wurde er jedoch im Vorfeld des Turniers von Maicon verdrängt, der darauf keine Minute seiner Mannschaft verpasste. Alves kam zwar in allen Partien zum Einsatz, wurde aber in den ersten beiden Gruppenspielen nur eingewechselt. Ab der Partie gegen Portugal wurde er von Trainer Carlos Dunga als rechter defensiver Mittelfeldspieler eingesetzt. Die brasilianische Mannschaft schied im Viertelfinale gegen die Niederlande aus. Am 14. August 2013 war er an der ersten Niederlage der Nationalmannschaft Brasiliens gegen die Nationalmannschaft der Schweiz beteiligt als er beim Freundschaftsspiel in Basel in der 48. Minute das Eigentor zum 0:1-Endstand markierte.

Am 8. Mai 2014 wurde er vom brasilianischen Nationaltrainer Luiz Felipe Scolari in den Kader der Brasilianischen Fußballnationalmannschaft für die Weltmeisterschaft 2014 berufen.[15]

Spielstil[Bearbeiten]

Alves spielt die Position des Außenverteidigers bemerkenswert offensiv. Dabei stößt er schnell in die Hälfte des Gegners vor und beteiligt sich an Angriffen. Durch seine außerordentlich gute Schusstechnik ist er in der Lage, sich in diesen Situationen durch gefährliche Flanken und harte Weitschüsse hervorzutun. Alves ist dadurch außerdem ein hervorragender Freistoßschütze.[16]

Privates[Bearbeiten]

Dani Alves hat mit seiner Ex-Frau Dina einen Sohn und eine Tochter. Den Namen seines Sohnes hat er sich auf die Brust tätowieren lassen.[16]

Titel[Bearbeiten]

Mit dem FC Sevilla:

Mit dem FC Barcelona:

Mit der Nationalmannschaft:

Persönliche Erfolge:

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Dani Alves – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. FC Barcelona: Daniel Alves da Silva
  2. a b c goal.com: Goal.com Profile: Daniel Alves (abgerufen am 11. Juli 2008).
  3. ESPNsoccernet: Sevilla snub Liverpool's Alves bid (abgerufen am 11. Juli 2008).
  4. uefa.com: Sevilla keep hold of Alves (abgerufen am 11. Juli 2008).
  5. a b eurosport.com: Premier League – Alves "cannot turn down" Chelse (abgerufen am 11. Juli 2008).
  6. eurosport.com: Premier League – Fresh Alves bids rejected (abgerufen am 11. Juli 2008).
  7. eurosport.com: Champions League – Alves in 'no show' (abgerufen am 11. Juli 2008).
  8. goal.com: Alves: I Arrived A Boy And Leave A Man (abgerufen am 11. Juli 2008).
  9. eurosport.com: Primera Division - Barca verpflichtet Daniel Alves (abgerufen am 11. Juli 2008).
  10. goal.com: Barcelona's Eric Abidal & Daniel Alves To Miss Champions League Final, 11. Mai 2009
  11. FC Barcelona: 2010/11 season: Did you know…
  12. FC Barcelona: Alves signs
  13. Barca-Star kontert rassistische Schmähungen, t-online.de, abgerufen am 28. April 2014
  14. Brasilien dank Alves-Traumtor im Finale
  15. Bundesliga Stars der WM 2014 – Teil 2: Brasilien ohne Kaka, Ronaldinho und Rafinha fussballnationalmannschaft.net, abgerufen am 12. Mai 2014
  16. a b ESPN: Dani Alves