Daniel Cornelius Gesell

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Daniel Cornelius Gesell (oder auch Daniel Gsell)[1] (* 22. Dezember 1822 in Mannheim; † 25. März 1889 in Konstanz) war ein deutscher Maler und Lithograf.

Die Mitglieder des Corps Teutonia Gießen 1858, Lithografie von Gesell

Leben[Bearbeiten]

Studienzeit[Bearbeiten]

Gesell war der Sohn eines Lederhändlers. Er besuchte die Mannheimer Galerie, studierte ab 1845 für 2 1/2 Jahre an der Düsseldorfer Akademie, wo er auch die Technik der Lithografie erlernte, danach für 1 1/2 Jahre die Antwerpener Akademie.[2] Im Jahr 1848 beteiligte er sich an den revolutionären Aufständen durch enge Beziehungen zu Studentenverbindungen wie Corps und Burschenschaften. Er schuf viele lithografierte Gruppenbildnisse von Heidelberger und Freiburger Korporationen. Nach dem Besuch der Universitäten Heidelberg, Freiburg, Gießen, Marburg und Würzburg kam er 1854 nach Lenzkirch.

Zeit in Lenzkirch[Bearbeiten]

Dort erhielt er den Auftrag, den Lenzkircher Rösslewirt und Strohhutfabrikanten Johann Georg Tritscheller und dessen Familie zu malen. Während seiner häufigen Sommeraufenthalte in Lenzkirch entstanden Bildnisse wohlhabender Strohhutfabrikanten, Uhren- und Glashändler. Ein Augenleiden zwang ihn, seine zeichnerisch genaue Malweise aufzugeben.

Konservator der Städtischen Wessenberg-Galerie Konstanz[Bearbeiten]

1879 wurde er zum Konservator der Städtische Wessenberg-Galerie in Konstanz ernannt und wirkte dort von 1879 bis 1888. Gegen Ende seiner Amtsführung, ab 1887/1888 hinderte ihn eine Herzkrankheit und deren Auswirkungen in der Amtsführung..[3]

Werk[Bearbeiten]

Die Hinterlassenschaft von Gsell an Handzeichnungen mit Selbstbildnissen, Figuren- und Tierskizzen und Landschaftsszenerien ging an die Städtische Wessenberg-Gemäldegalerie Konstanz und wurde dort unter der Inventarnummer J 80, Nr. 294 registriert und 1979/1980 erstmals ausgestellt.

„Die Zeichnungen sind nie starr oder langweilig, sondern voll Leben und trefflicher Naturwahrheit, die Landschaftsskizzen vibrieren geradezu vor Lebenskraft im Licht eines hellen Tages“

Edgar Bruker zur Charakterisierungskunst von Gesell: [4]

Literatur[Bearbeiten]

  • Max Wingenroth: Schwarzwälder Maler. Karlsruhe 1922.
  • Ingeborg Krummer-Schroth (Hrsg.): Schwarzwaldmaler im 19. Jh.. Lindau, 1957.
  • Allgemeines Künstlerlexikon Bd. 52, S. 348.
  • Edgar Bruker: Daniel Gsell. In: Städtische Wessenberg-Gemäldegalerie Konstanz (Hrsg.): Daniel Gsell 1822-1889. Ausstellung vom 8. Dezember 1979 bis 5. Januar 1980.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Daniel Cornelius Gesell – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Edgar Bruker: Daniel Gsell. In: Städtische Wessenberg-Gemäldegalerie Konstanz (Hrsg.): Daniel Gsell 1822-1889. Ausstellung vom 8. Dezember 1979 bis 5. Januar 1980.
  2. Edgar Bruker: Daniel Gsell. In: Städtische Wessenberg-Gemäldegalerie Konstanz (Hrsg.): Daniel Gsell 1822-1889. Ausstellung vom 8. Dezember 1979 bis 5. Januar 1980.
  3. Edgar Bruker: Daniel Gsell. In: Städtische Wessenberg-Gemäldegalerie Konstanz (Hrsg.): Daniel Gsell 1822-1889. Ausstellung vom 8. Dezember 1979 bis 5. Januar 1980.
  4. Edgar Bruker: Daniel Gsell. In: Städtische Wessenberg-Gemäldegalerie Konstanz (Hrsg.): Daniel Gsell 1822-1889. Ausstellung vom 8. Dezember 1979 bis 5. Januar 1980. Redaktion Edgar Bruker