Daniel Eberlin

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Gedenktafel für den Komponisten Daniel Eberlin, Eisenach, Markt 20.

Daniel Eberlin (getauft 4. Dezember 1647 in Nürnberg; † zwischen Dezember 1713 und 5. Juni 1715 in Kassel) war ein deutscher Kapellmeister und Komponist.

Leben[Bearbeiten]

Er führte ein bewegtes Leben, von dessen erstem Abschnitt nur Aufzeichnungen seines Schwiegersohns Georg Philipp Telemann überliefert sind. Danach genoss er eine musikalische Ausbildung in Rom, um danach als Hauptmann der päpstlichen Truppen in Morea gegen die Türken zu kämpfen. Danach wurde er Bibliothekar in seiner Heimatstadt. Als Violinist bei der Eisenacher Hofkapelle ist er zwischen 1667 und 1678 mehrfach erwähnt, dass er bereits 1673 auch in Kassel gewirkt hat, ist nicht belegt. Im Herbst 1678 berief ihn Landgraf Karl von Hessen-Kassel an seinen Hof, um die dortige Hofkapelle zu reorganisieren. 1685 kehrte Eberlin als Kapellmeister nach Eisenach zurück, wo er 1689 zum Münzwardein berufen wurde. Aufgrund von Unregelmäßigkeiten - der Herzog soll illegal Münzen geprägt haben - floh er 1692 aus Eisenach und wurde Bankier in Hamburg. Über den letzten Lebensabschnitt existieren wiederum nur Notizen Telemanns, nach denen er zuletzt Hauptmann der Landmiliz in Kassel gewesen war. Ebenso sind die Angaben zu seinem Todestag und Sterbeort sehr ungenau.

Eberlin war verheiratet und hatte acht Kinder. Seine Tochter Amalia Louise Juliane war die erste Ehefrau des Komponisten Georg Philipp Telemann.

Wirken[Bearbeiten]

Er schuf Kantaten und verfasste eine Sammlung von Triosonaten von hoher musikalischer Qualität. Allerdings sind nur wenige seiner Werke erhalten. Zu seinen Schülern gehört der Komponist und Offizier Georg von Bertouch (1668–1743).

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Ich will in aller Not auf meinen Jesum bauen. (Kantate für Tenorsolo und Violine)
  • Allmächtiger, heiliger, ewiger Gott (Kantate für Sopran, Alt, Tenor, Bass)
  • Trium variantium fidium concordia, ternis partibus conflati

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]