Daniel Petrow (Boxer)

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Daniel Bozhilow Petrow (bulgarisch: Даниел Божилов Петров) (* 8. September 1971 in Warna) ist ein ehemaliger bulgarischer Boxer. Petrow war Europameister 1993 und 1996, Weltmeister 1995, Silbermedaillengewinner der Olympischen Spiele 1992 und Olympiasieger 1996.

Karriere[Bearbeiten]

Im Juniorenbereich (U19) wurde Petrow 1989 Weltmeister im Halbfliegengewicht (-48 kg). Im Finale schlug er den Deutschen Rico Kubat.

Seine internationale Meisterschaft gewann Petrow 1990 bei den Balkanmeisterschaften in Patras. Im Jahr darauf erreichte er im Fliegengewicht (-51 kg) das Halbfinale der Europameisterschaften in Göteborg und scheiterte in diesem an István Kovács, Ungarn (31:16). Infolgedessen wechselte Petrow wieder ins Halbfliegengewicht und errang bei den Weltmeisterschaften im selben Jahr die Bronzemedaille. Das Halbfinale verlor er gegen den kubanischen Vertreter Rogelio Marcelo mit 29:19 Punkten. 1992 folge Petrows erste Teilnahme an den Olympischen Spielen. Nach Siegen über den Bronzemedaillengewinner der Weltmeisterschaften 1991 Nelson Dieppa, Puerto Rico (10:7), O Song Chol, Nordkorea (RSC 3.), den Bronzemedaillengewinner der Europameisterschaften 1991 Pal Lakatos, Ungarn (17:8), und Jan Quast, Deutschland (15:9), erreichte er das Finale. In diesem stand ihm wiederum der Kubaner Marcelo gegenüber, dem er sich mit 20:10 Punkten geschlagen geben musste.

1993 gewann Petrow nach einem Finalsieg über Pal Lakatos erstmals die Europameisterschaften. Im selben Jahr erreichte er abermals das Finale der Weltmeisterschaften. Er verlor dieses jedoch gegen Nschan Muntschjan, Armenien (8:6). Bei den Weltmeisterschaften 1995 in Berlin gewann Petrow die Goldmedaille. Im Finale schlug er den Franzosen Bernard Inom. Nachdem er 1996 zum zweiten Mal Europameister geworden war, startete er bei den Olympischen Spielen in Atlanta. Nach Siegen über Nshan Munchyan, Armenien (11:5), Somrot Kamsing, Thailand (14:6), und Oleh Kyrjuchin, Ukraine (17:8), erreichte er das Finale. In diesem stand ihm der Philippine Mansueto Velasco gegenüber, welchen er mit 19:6 Punkten schlug und damit die Goldmedaille gewann.

Bei den Weltmeisterschaften 1997 gewann Petrow nach einer Halbfinalniederlage gegen Maikro Romero, Kuba (5:3), die Bronzemedaille. Bei den Europameisterschaften im Jahr darauf schied er jedoch bereits im ersten Kampf gegen Oleh Kyrjuchin (+6:6) aus. Petrows letztes Turnier waren die Weltmeisterschaften 1999 in Houston. Er scheiterte im Achtelfinale am späteren Bronzemedaillengewinner Suban Pannon, Thailand (8:3).