Daniel Richter

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Dieser Artikel befasst sich mit dem 1962 in Eutin geborenen Künstler Daniel Richter. Für den 1966 in Görlitz als Daniel Richter geborenen Künstler siehe Daniel Sambo-Richter und für den 1971 in Oberhausen geborenen Autor siehe Daniel Simon Richter.

Daniel Richter (* 18. Dezember 1962 in Eutin) ist ein deutscher Künstler.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Aufgewachsen in Lütjenburg, Kreis Plön, studierte Daniel Richter von 1992 bis 1996 an der Hochschule für bildende Künste Hamburg bei Professor Werner Büttner. Er arbeitete als Assistent bei Albert Oehlen. Daniel Richter gestaltet Plattencover für das Hamburger Plattenlabel Buback, welches er inzwischen selbst führt, und Chicks on Speed Records. Von 2004 bis 2006 war er Professor für Malerei an der Universität der Künste Berlin. Nachdem er sein Amt vorzeitig niedergelegt hat („Ich habe noch nie an so einer Scheißhochschule gearbeitet.“[1]), übernahm er im Oktober 2006 die Professur für Erweiterten malerischen Raum an der Akademie der bildenden Künste Wien. Er lebt und arbeitet in Berlin, Hamburg und Wien.

[Bearbeiten] Werk

Daniel Richter malte bis 2000 ausschließlich abstrakt. In seinen frühen Werken setzt er sich in erster Linie mit rein formalen Problemstellungen der Malerei auseinander. Er betrachtet sie, im Kontext ihrer eigenen Geschichte, als das trägste Medium überhaupt (siehe Zitat) und lotet ihre Möglichkeiten in seinen Bildern aus. Ab 2000 schleichen sich figurative Momente in seine Bilder ein (Fool on a hill, 1999), die schließlich zu vollends erzählerischen, gegenständlichen Bildmotiven werden. Die psychologisch intellektuellen Inhalte können mitunter autobiographisch gedeutet werden, lassen sich aber in einem erweiterten Sinne als ein Spiegel eines subjektiv wahrgenommenen Zustandes der Welt lesen und behandeln politische Themen. Die offenen Möglichkeiten einer Interpretation sind vielleicht das Ergebnis einer „Sampling“-Methode, die einer sorgfältigen Komposition der Bilder voraus geht.

Richters Bilder haben Bezüge zur dokumentarischen Fotografie, zur Kunstgeschichte und zum aktuellen Zeitgeschehen. Sie sind meist sehr bunt und großformatig und von Schlieren und Verkrustungen überzogen. Dazu befragt, sagte er in einem Interview: „Das hat sich irgendwie verselbständigt. Am Anfang war dieses Fleckenhafte, das kennt man ja zum Beispiel von Filmen, wenn die durchschmoren. Eigentlich sind es immer die paranoiden Blicke: Infrarot! Drogen! Geistererscheinungen! Hightech-Nachtsichtgeräte, Leute kommen vom Dunklen ins Helle, dieser Kram. Der Ursprung waren die Blicke, die eigentlich jeder kennt, die in der Malerei aber nicht auftauchen und die ich immer als beunruhigend wahrgenommen habe. Das ist so eine Ebene, wo man weiß, da liegt irgendeine Bedrohung, ein Geheimnis, irgendeine Offenbarung.“[1]

[Bearbeiten] Auszeichnung

Am 26. Juni 2009 hat Daniel Richter den mit 20.000 Euro dotierten Kunstpreis Finkenwerder erhalten, der zu den höchstdotierten Kunstpreisen Europas zählt. In der Begründung der Jury heißt es, Richter habe die Fähigkeit, „Malereitraditionen einen zeitgenössischen Spiegel vorzuhalten und dieses Spiegelbild künstlerisch eigenständig zu durchdringen.“[2]

[Bearbeiten] Ausstellungen (Auswahl)

[Bearbeiten] Öffentliche Sammlungen

[Bearbeiten] Bühnenbild

[Bearbeiten] Preise und Auszeichnungen

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. a b Interview mit Daniel Richter: „Die meisten Maler sind doof“. Frankfurter Allgemeine Zeitung (22. April 2007). Abgerufen am 27. Februar 2010.
  2. art Newsticker, Daniel Richter erhält Kunstpreis, art-magazin.de, 22. Juni 2009
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