Daniel Schillock

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Daniel G. Schillock (eigentlich Schillockatis) (* 1826 bei Kaukehmen, Kreis Niederung, Ostpreußen; † 17. August 1878 in Minneapolis) war ein litauisch-deutscher Rechtsanwalt und Senator in Minnesota.

Leben[Bearbeiten]

In eine litauische Bauernfamilie geboren, erlernte Schillock die deutsche Sprache in der Dorfschule. Er besuchte das Realgymnasium in Tilsit. Nach dem Abitur im Herbst 1845 studierte er Rechtswissenschaft an der Albertus-Universität Königsberg. 1846 wurde er (wie viele Tilsiter) Mitglied des Corps Littuania.[1] Nach den Examina und der Auskultatorausbildung emigrierte er in die USA. Nach mehreren Jahren in Texas, Boston und Wisconsin ließ er sich 1858 als Rechtsanwalt in New Ulm (Minnesota) nieder. 1862 wurde er im Sioux-Aufstand verwundet. Im selben Jahr in den Senat von Minnesota gewählt, galt er als fähigster Senator und unbestechlicher Volksvertreter. Er kämpfte gegen das Eisenbahnmonopol (USA), für den sozialen Fortschritt und den deutschen Unterricht in den Volksschulen. Sein Gehörleiden verhinderte ein viel weiteres Fortkommen.[2] Nach seiner Legislaturperiode zog er 1868 nach Minneapolis.[3]

Mit 52 Jahren starb er an einem Schlaganfall.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kösener Corpslisten 1930, 88, 241
  2. a b Universität Oldenburg
  3. Brown County (PDF; 121 kB)