Daniel Sedin

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SchwedenSchweden Daniel Sedin Eishockeyspieler
Daniel Sedin
Personenbezogene Informationen
Geburtsdatum 26. September 1980
Geburtsort Örnsköldsvik, Schweden
Größe 185 cm
Gewicht 84 kg
Spielerbezogene Informationen
Position Linker Flügel
Nummer #22
Schusshand Links
Draftbezogene Informationen
NHL Entry Draft 1999, 1. Runde, 2. Position
Vancouver Canucks
Spielerkarriere
1997–2000 MODO Hockey Örnsköldsvik
2004–2005 MODO Hockey Örnsköldsvik
seit 2000 Vancouver Canucks

Daniel Sedin (* 26. September 1980 in Örnsköldsvik) ist ein schwedischer Eishockeyspieler. Gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Henrik spielt er seit der Saison 2000/01 bei den Vancouver Canucks in der National Hockey League. Er ist Gewinner der Art Ross Trophy sowie des Ted Lindsay Awards. Nach seinem Bruder steht er auf Rang zwei der besten Scorer in der Geschichte der Vancouver Canucks.

Karriere[Bearbeiten]

Anfänge in Schweden[Bearbeiten]

Daniel Sedin begann seine Karriere in der Nachwuchsmannschaft von MoDo Hockey in der schwedischen Juniorenliga. 1997 wurde er in das Profi-Team übernommen und spielte fortan in der Elitserien. 1999 gehörte er bereits zu den festen Größen des Teams und erreichte 42 Punkte in 50 Spielen. Zum Lohn erhielt er zusammen mit seinem Zwillingsbruder Henrik den Guldpucken als bester schwedischer Spieler des Jahres.

Sedin im Dress der Vancouver Canucks

Vancouver Canucks (seit 2000)[Bearbeiten]

Im selben Jahr wurde er von den Vancouver Canucks in der ersten Runde des NHL Entry Draft 1999 an zweiter Stelle ausgewählt. Nach einem weiteren Jahr in Schweden ging er zusammen mit seinem Bruder, der ebenfalls von den Canucks gedraftet wurde, nach Vancouver in die NHL. Zu Beginn der Saison 2000/01 debütierte Sedin bei der 3:6-Niederlage gegen die Philadelphia Flyers in der NHL. Bereits im darauf folgenden Spiel gegen die Tampa Bay Lightning erzielte der Schwede seinen ersten Treffer im Trikot der Canucks, wobei Henrik die Torvorlage beisteuerte. Insgesamt absolvierte Sedin 75 Saisonspiele und war mit 20 Toren zusammen mit Shane Willis der torgefährlichste Rookie hinter Brad Richards. Seinen ersten Treffer in den Play-offs markierte Sedin in der ersten Runde gegen die Colorado Avalanche. In seiner zweiten Saison in der NHL konnte der Angreifer nicht an die Leistungen der vorherigen Spielzeit anknüpfen und erzielte lediglich neun Tore bei 32 Scorerpunkte. Zwischen Oktober und November 2001 bestritt Sedin sogar eine Serie von 25 Partien ohne eigenen Treffer. Die folgende Saison verlief wieder erfolgreicher für den Schweden, so traf er in der Hauptrunde insgesamt 14 Mal und markierte in den Play-offs sechs Scorerpunkte in 14 Spielen. Im Sommer 2003 verlängerten beide Sedins ihren Vertrag bei den Canucks um jeweils ein Jahr mit einem kolportieren Jahresgehalt von 1,125 Millionen US-Dollar.

Im Februar 2004 gelang dem Stürmer beim 4:2-Sieg gegen die Detroit Red Wings der erste Hattrick seiner NHL-Karriere. Er beendete die reguläre Saison mit insgesamt 54 Scorerpunkten und erzielte in sieben Play-off-Partien in der Serie gegen die Calgary Flames ein Tor und zwei Vorlagen. Im Anschluss an die Spielzeit verlängerten die Sedins ihren Vertrag zu leicht erhöhten Bezügen erneut um ein Jahr. Die Saison 2004/05 fiel auf Grund des Lockout aus und Daniel Sedin kehrte nach Schweden zurück, wo er die Saison bei MoDo Hockey verbrachte. Mit zum Team gehörte auch sein Bruder, sowie Markus Näslund, der ebenfalls bei Vancouver spielte sowie Peter Forsberg. Im Herbst 2005 kehrte er nach Vancouver zurück, da der Lockout beendet und die Saison 2005/06 stattfinden konnte. Die sogenannte „Brothers Line“ um Daniel und Henrik Sedin sowie Anson Carter war die erfolgreichste Reihe der Canucks in diesem Jahr und übertraf damit sogar die Reihe mit den Routiniers Markus Näslund, Todd Bertuzzi und Brendan Morrison. Daniel Sedin selbst schaffte in 82 Spielen 71 Punkte.

In der Saison 2006/07 etablierte sich Sedin als der erfolgreichste Scorer bei den Canucks mit insgesamt 36 Toren und 84 Vorlagen. Im Februar 2007 gelang ihm im Spiel gegen die Edmonton Oilers der zweite Hattrick seiner NHL-Laufbahn. In der ersten Play-off-Partie der Serie gegen die Dallas Stars gab Sedin die Torvorlage für den entscheidenden Overtime-Treffer seines Bruders, welches das längste Play-off-Spiel in der Geschichte der Canucks beendete. Insgesamt konnte der Schwede nicht an die Offensivleistungen der Hauptrunde anknüpfen und erzielte lediglich fünf Scorerpunkte in 12 Spielen. In der Spielzeit 2007/08 markierte der Linksschütze insgesamt 74 Scorerpunkte und war damit hinter seinem Bruder Henrik der zweitbeste Akteur im Team der Canucks. Die darauf folgende Saison beendeten beide Sedins mit 82 Scorerpunkten und führten damit erneut die Offensivstatistik der Mannschaft an. In den Play-offs bestätigte der Flügelstürmer seine Leistungen aus der Hauptrunde und erzielte zehn Scorerpunkte in zehn Partien. Nach der Saison bekamen beide Sedins den Status eines Unrestricted Free Agent und einigten sich nach Verhandlungen mit General Manager Mike Gillis jeweils auf einen Fünfjahresvertrag bei den Canucks mit einem Gehaltsvolumen von 30,5 Millionen US-Dollar.

Zu Beginn der Saison 2009/10 erlitt der Schwede im Spiel gegen die Montreal Canadiens einen Fußbruch infolge eines Pucktreffers durch einen Schlagschuss von Alexander Edler. Er fiel für insgesamt 18 Partien aus und kehrte im November 2009 beim Spiel gegen die Chicago Blackhawks auf das Eis zurück. Im Dezember 2009 gelang Sedin beim 4:2-Erfolg gegen die Atlanta Thrashers der dritte Hattrick seiner NHL-Karriere, ehe er im April 2010 gegen die Calgary Flames erneut drei Treffer erzielte, welche allesamt von seinem Bruder Henrik vorbereitet wurden. Sedin beendete die reguläre Spielzeit trotz seiner zwischenzeitlichen Verletzungspause mit 85 Scorerpunkten. In den Play-offs markierte er zunächst in der ersten Runde gegen die Los Angeles Kings zehn Scorerpunkte und erzielte dabei sogar das spielentscheidende Tor im sechsten Spiel der Serie, wodurch die Canucks sich für die nächste Runde qualifizierten. Dort konnte der Angreifer mit lediglich vier Scorerpunkten in sechs Partien das Ausscheiden der Mannschaft gegen die Chicago Blackhawks nicht verhindern.

Im Vorfeld der Saison 2010/11 machte man Sedin zum Assistenzkapitän seines Bruders Henrik, der zum neuen Kapitän der Mannschaft ernannt wurde. Im Januar 2011 kam dem Schweden im Spiel gegen die Calgary Flames die Ehre zuteil, dass 10.000 Tor in der Geschichte der Canucks zu erzielen. Wenig später nahm der Stürmer am NHL All-Star Game für das Team von Nicklas Lidström teil. Im Rahmen der Skills Competition gewann Sedin gegen Martin Havlat und Patrick Kane den Wettbewerb der Schussgenauigkeit. Durch ein Tor sowie eine Vorlage beim Spiel gegen die LA Kings im März 2011 wurde er zum fünften Spieler der Canucks, dem mehr als 100 Scorerpunkte innerhalb einer Spielzeit gelangen. Noch vor Saisonende wurde Sedin zum wertvollsten Spieler seiner Mannschaft (MVP) gewählt und erhielt zum dritten Mal den Cyrus H. McLean Award als erfolgreichster Offensivakteur seiner Mannschaft. Er beendete die Saison mit insgesamt 41 Toren und 63 Vorlagen, wodurch er ebenfalls die Art Ross Trophy als bester Scorer innerhalb der NHL gewann. In den Play-offs scheiterten die Canucks erst im Stanley Cup Finale gegen die Boston Bruins, insgesamt markierte Sedin 20 Scorerpunkte in 25 Partien. Im Anschluss an die Saison wurde er außerdem mit dem Ted Lindsay Award als wertvollster Profi der NHL ausgezeichnet.

In der folgenden Saison nahm der Schwede erneut am NHL All-Star Game teil und konnte dabei für das Team von Daniel Alfredsson sowohl einen Treffer als auch eine Torvorlage beisteuern. Im März 2012 erlitt er infolge eines Checks von Gegenspieler Duncan Keith eine Gehirnerschütterung, die ihn für den Rest der regulären Spielzeit zu einer Verletzungspause zwang, während Keith für fünf Partien gesperrt wurde. Sedin beendete die Saison daher mit lediglich 67 Scorerpunkten aus 72 Spielen und kehrte in Spiel 4 der Play-off-Serie gegen die Los Angeles Kings auf das Eis zurück.

International[Bearbeiten]

Im Februar 2006 nahm Daniel Sedin an den Olympischen Winterspielen mit dem schwedischen Eishockeyteam teil und gewann die Goldmedaille. Bei der Weltmeisterschaft 2013 in Stockholm und Helsinki war er erneut Teil der Nationalmannschaft und gewann mit dieser die Goldmedaille. Bei den Olympischen Spielen 2014 gewann er mit der schwedischen Nationalmannschaft die Silbermedaille.

Erfolge und Auszeichnungen[Bearbeiten]

International[Bearbeiten]

Karrierestatistik[Bearbeiten]

Stand: Ende der Saison 2013/14

Reguläre Saison Play-offs
Saison Team Liga Sp T V Pkt SM Sp T V Pkt SM
1997/98 MODO Hockey Elitserien 45 4 8 12 26 9 0 0 0 2
1998/99 MODO Hockey Elitserien 50 21 21 42 20 13 4 8 12 14
1999/00 MODO Hockey Elitserien 50 19 26 45 28 13 8 6 14 18
2000/01 Vancouver Canucks NHL 75 20 14 34 24 4 1 2 3 0
2001/02 Vancouver Canucks NHL 79 9 23 32 32 6 0 1 1 0
2002/03 Vancouver Canucks NHL 79 14 17 31 34 14 1 5 6 8
2003/04 Vancouver Canucks NHL 82 18 36 54 18 7 1 2 3 0
2004/05 MODO Hockey Elitserien 49 13 20 33 40 6 0 3 3 6
2005/06 Vancouver Canucks NHL 82 22 49 71 34
2006/07 Vancouver Canucks NHL 81 36 48 84 36 12 2 3 5 4
2007/08 Vancouver Canucks NHL 82 29 45 74 50
2008/09 Vancouver Canucks NHL 82 31 51 82 36 10 4 6 10 8
2009/10 Vancouver Canucks NHL 63 29 56 85 28 12 5 9 14 12
2010/11 Vancouver Canucks NHL 82 41 63 104 32 25 9 11 20 32
2011/12 Vancouver Canucks NHL 72 30 37 67 40 2 0 2 2 0
2012/13 Vancouver Canucks NHL 47 12 28 40 18 4 0 3 3 14
2013/14 Vancouver Canucks NHL 73 16 31 47 38
Elitserien gesamt 194 57 75 132 132 41 12 17 29 38
NHL gesamt 979 307 498 805 420 96 23 44 67 78

International[Bearbeiten]

Vertrat Schweden bei:

Jahr Team Veranstaltung Sp T V Pkt SM
1998 Schweden U20-WM 7 4 1 5 2
1999 Schweden U20-WM 6 5 5 10 2
1999 Schweden WM 9 0 1 1 2
2000 Schweden U20-WM 4 6 4 10 0
2000 Schweden WM 7 3 2 5 8
2001 Schweden WM 3 0 2 2 0
2005 Schweden WM 9 5 4 9 2
2006 Schweden Olympia 8 1 3 4 2
2010 Schweden Olympia 4 1 2 3 0
2013 Schweden WM 4 1 5 6 2
2014 Schweden Olympia 6 1 4 5 4
Junioren gesamt 17 15 10 25 4
Herren gesamt 50 12 23 35 20

(Legende zur Spielerstatistik: Sp oder GP = absolvierte Spiele; T oder G = erzielte Tore; V oder A = erzielte Assists; Pkt oder Pts = erzielte Scorerpunkte; SM oder PIM = erhaltene Strafminuten; +/− = Plus/Minus-Bilanz; PP = erzielte Überzahltore; SH = erzielte Unterzahltore; GW = erzielte Siegtore; 1 Play-downs/Relegation)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Daniel Sedin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien