Daniel Suarez

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Daniel Suarez nach einem Tech Talk in einer Google-Niederlassung (April 2010)

Daniel Suarez (* 21. Dezember 1964) ist ein US-amerikanischer Softwareentwickler, Systemberater und Schriftsteller (zuerst veröffentlichte er unter dem Ananym Leinad Zeraus[1]). Er ist Autor von bislang (Juli 2012) drei Thrillern mit einem hohen Technikanteil.

Inhaltsverzeichnis

Leben[Bearbeiten]

Im Jahr 2006 veröffentlichte Daniel Suarez, der zuvor als Programmierer und Systemberater gearbeitet hat,[2] das im Jahr 2004 fertiggestellte[1] Buch Daemon. Zuerst im Eigenverlag, später durch Dutton. In dem Thriller werden viele Technologien beschrieben, die sich wie Science-Fiction anhören, aber größtenteils bereits heute verfügbar sind.[3] Der Titel des Buches, Daemon, ist unter unixoiden Betriebssystemen der Sammelbegriff für im Hintergrund ausgeführte Programme. Analog dazu dreht sich die Geschichte des Buches um ein von einem Toten zurückgelassenes Programm, eine künstliche Intelligenz, welches im Hintergrund des Internets operiert und von dort die reale Welt beeinflusst.[4] Dabei kommuniziert es mit Menschen mittels einer MMORPG-artigen virtuellen Realität, dem sogenannten D-Raum, dem Darknet. Diese wird mittels Head-up-Displays als Augmented reality im Alltag der Anhänger des Darknet vermittelt. Komponenten sozialer Netzwerke werden damit verknüpft.

Der Produzent Walter F. Parkes, Drehbuchautor von War Games, hat sich zusammen mit Paramount Pictures eine Option auf die Verfilmung von Daemon gesichert.[5] Der Westdeutsche Rundfunk hat 2013 in der Regie von Petra Feldhoff eine 3-teilige Hörspielversion des Romans in 5.1 Surround-Sound produziert.

Das zweite Buch Darknet (im englischen Original Freedom™) setzt die in Daemon begonnene Handlung fort.[6] Spielt in Daemon die künstliche Intelligenz noch eine negative, gewalttätige, manipulative Rolle, wird nun eine soziale Utopie entwickelt, die mittels dezentraler Produktion und Energieerzeugung eine Alternative zu einer sich dystopisch entwickelnden Welt darstellen soll. Die in typischen Romanen des Cyberpunk entwickelten Gesellschaftsstrukturen mit schwachem Staat und regierenden privaten Konzernen werden hier in der Entstehung beschrieben.

Am 19. Juli 2012 veröffentlichte Daniel Suarez seinen dritten Roman Kill Decision, der sich mit autonomen Drohnen und Schwarmintelligenz beschäftigt und die anonyme Kriegsführung thematisiert. Alle drei Romane wurden von Cornelia Holfelder-von der Tann ins Deutsche übersetzt.

Werk[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Josh McHugh: How the Self-Published Debut Daemon Earned Serious Geek Cred. Wired, 21. April 2008, abgerufen am 15. April 2010 (englisch).
  2.  Daniel Suarez: Daemon. Signet, 29. Dezember 2009, ISBN 978-0-451-22873-4 (Innenseite des hinteren Umschlags).
  3. Daniel Suarez: The technology depicted in Daemon and Freedom™ may seem like science fiction, but it actually exists… Abgerufen am 15. April 2010 (englisch).
  4. Florian Rötzer: Das Internet als Todesmaschine. In: Telepolis. heise online, 23. März 2010, abgerufen am 15. April 2010.
  5. Jeffrey A. Trachtenberg: When Computers Rule the World. In: The Wall Street Journal. 18. März 2009, abgerufen am 15. April 2010 (englisch).
  6. Frank Rieger: Wir werden mit System erobert. In: faz.net. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 1. Mai 2011, abgerufen am 1. Mai 2011 (deutsch).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Daniel Suarez – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikiquote: Daniel Suarez – Zitate (Englisch)