Daniel Wretström

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Daniel Wretström (* 15. Oktober 1983 in der Gemeinde Salem, Schweden; † 8. oder 9. Dezember 2000 ebenda)[1] war ein schwedischer Schlagzeuger. Er spielte in der rechtsextremen Band Vit legion (dt. „Weiße Legion“) und wurde in der Nacht vom 8. zum 9. Dezember 2000 erschlagen.

Insgesamt wurden sieben Täter angeklagt, wobei Khaled Odeh wegen Totschlags verurteilt wurde und in psychiatrische Obhut gegeben wurde, nachdem die Richter festgestellt hatten, dass er die Tat in vorläufiger Verwirrung begangen hatte. Drei der Angeklagten wurden zu jeweils 40 Stunden Gemeinschaftsarbeit unter Aufsicht eines Sozialarbeiters verurteilt. Zwei wurden zu je 1.800 schwedischen Kronen Geldbuße verurteilt, ein Angeklagter wurde freigesprochen.

Seitdem findet jedes Jahr im Dezember ein von Neonazi-Gruppen organisierter Gedenkmarsch für den schwedischen Jugendlichen statt, an dem über 1000 Personen[2] aus Skandinavien, aber auch aus Deutschland[3] und den USA, teilnehmen. Daniel Wretström wird dabei ein Märtyrer-Status zugeschrieben. Die neonazistische Organisation Combat 18 nennt ihn „a modern Horst Wessel“.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 2000 – Mordet, marschen, martyrskapet In: Expo, 5. Dezember 2003. Zuletzt aufgerufen am 16. Dezember 2009.
  2. Swedish Security Service: The White Power scene (englisch)
  3. „Sweden deports German skinheads“ in TheLocal.se