Daniela Larreal

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Daniela Grelui Larreal Chirinos (* 2. Oktober 1973 in Maracaibo) ist eine venezolanische Radrennfahrerin.

Sportliche Laufbahn[Bearbeiten]

Daniela Larreal nahm 1992 als 19-Jährige zum ersten Mal an den Olympischen Spielen teil, wo sie bei den Bahnradsportwettbewerben im Sprint antrat. Sie kam jedoch nicht in die Platzierungsränge. Insgesamt starte Larreal bis 2012 bei fünf Olympischen Spielen, wobei sie jedes Mal im Sprintwettbewerb vertreten war. In dieser Disziplin erzielte sie 2000 und 2004 jeweils mit einem achten Platz ihre besten Ergebnisse. Bei den Spielen 2012 wurde sie im Keirin-Wettbewerb Neunte und belegte im Teamsprint, gemeinsam mit Mariaesthela Vilera, Rang sieben.

Erfolgreich war die 1,67 m große Larreal insbesondere bei südamerikanischen Meisterschaften. Nach dem dritten Platz bei der venezolanischen Straßenmeisterschaft 2001 gewann sie bei den Zentralamerika-und Karibikspielen in San Salvador 2002 zwei Goldmedaillen im Sprint und im Keirin sowie eine Silbermedaille im 500-Meter-Zeitfahren. 2003 eroberte sie ebenfalls im Sprint und im Keirin zwei Silbermedaillen bei den Panamerikanischen Spielen in Santo Domingo. Überragende Athletin war sie bei den Bolivar-Spielen 2005, von denen sie mit vier Goldmedaillen zurückkehrte (500-m-Zeitfahren, Einzel- und Teamsprint sowie Keirin).[1] Dreimal wurde Daniela Larreal panamerikanische Meisterin auf der Bahn: 2005 im Keirin, 2011 und 2012 gemeinsam mit Mariaesthela Vilera im Teamsprint.

Zwischen 1999 und 2012 nahm Larreal an sechs UCI-Bahn-Weltmeisterschaften teil; ihr bestes Ergebnis war ein fünfter Platz im Sprint bei den UCI-Bahn-Weltmeisterschaften 2003 in Stuttgart. Bei den Keirin-Wettkämpfen innerhalb des Bahnrad-Weltcups 2006/2007 gewann Larreal das Rennen von Los Angeles am 21. Januar 2007 und wurde in der Cup-Endwertung Sechste.

Auch bei den Panamerikanischen Spielen 2011 war sie erfolgreich. Dort erreichte sie hinter Lisandra Guerra im Sprint den Silbermedaillenrang[2] und gewann Gold im Keirin.[3]

Trivia[Bearbeiten]

Daniela Larreals Vater, Daniel Larreal, war ebenfalls ein erfolgreicher venezolanischer Radsportler. Neben ihrer Sportkarriere absolvierte Daniela eine Ausbildung zur Sportlehrerin. Sie trat öffentlich für die Politik des venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez ein, was zur Folge hatte, dass sie von Teilen der konservativen Presse ihres Landes boykottiert wurde.

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Die Juegos Deportivos Bolivarianos sind Veranstaltungen zu Ehren des südamerikanischen Unabhängigkeitskämpfers Simon Bolivar, bei denen mehrere Sportarten ausgetragen werden. Sie finden heute alle vier Jahre statt; die erste Austragung war 1936. Teilnehmende Länder sind Bolivien, Chile, Kolumbien, Ecuador, Panama, Peru und Venezuela, die sich 1938 in der Organización Deportiva Bolivariana' (ODEBO) zusammengeschlossen haben. Siehe eabolivia.com
  2. Ergebnisse des Wettbewerbs auf guadalajara2011.org.mx, abgerufen am 18. August 2012
  3. Ergebnisse des Wettbewerbs auf guadalajara2011.org.mx, abgerufen am 18. August 2012

Weblinks[Bearbeiten]