Daniela Merighetti

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Daniela Merighetti Ski Alpin
Daniela Merighetti (Altenmarkt-Zauchensee 2011)
Daniela Merighetti im Januar 2011
Nation ItalienItalien Italien
Geburtstag 5. Juli 1981
Geburtsort Brescia
Größe 168 cm
Gewicht 65 kg
Karriere
Disziplin Abfahrt, Super-G, Riesenslalom,
Slalom, Kombination
Verein GS Fiamme Gialle
Status aktiv
Platzierungen im alpinen Skiweltcup
 Debüt im Weltcup 9. Dezember 2000
 Weltcupsiege 1
 Gesamtweltcup 15. (2011/12)
 Abfahrtsweltcup 7. (2011/12, 2012/13)
 Super-G-Weltcup 12. (2011/12)
 Riesenslalomweltcup 24. (2002/03)
 Slalomweltcup 42. (2002/03, 2006/07)
 Kombinationsweltcup 10. (2008/09)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Abfahrt 1 1 0
 Super-G 0 0 1
 Riesenslalom 0 1 0
letzte Änderung: 13. Januar 2014

Daniela Merighetti (* 5. Juli 1981 in Brescia) ist eine italienische Skirennläuferin. Sie gehört seit 2000 der italienischen Skinationalmannschaft an. Am erfolgreichsten ist sie in den schnellen Disziplinen Abfahrt und Super-G.

Biografie[Bearbeiten]

Merighetti begann auf Drängen ihres Vaters im Alter von sechs Jahren mit dem Skifahren. Anfänglich konnte sie sich wenig für den Sport begeistern. Dies änderte sich, als sie als Mitglied des Skiclubs OS Noi di Brescia einige Jugendrennen gewann. Einen Rückschlag erfuhr ihre sportliche Karriere 1996, als sie sich beim Training das linke Schienbein brach. Von der Zwangspause erholte sie sich gut und Anfang 1998 wurde sie bei der italienischen Juniorenmeisterschaft Erste im Super-G und Vizemeisterin in der Abfahrt. Im Dezember 1998 musste sie erneut verletzungsbedingt pausieren, als sie sich bei einem FIS-Slalom in Presena im linken Knie das Kreuzband riss. Nach sechsmonatiger Regeneration nahm sie im Sommer 1999 das Training wieder auf und schaffte schließlich im Jahr 2000 den Sprung in die italienische Skinationalmannschaft.

Im Dezember 2000 gab Merighetti ihr Debüt im Weltcup, wo sie aber anfänglich nicht Fuß fassen konnte. Ende Januar 2001 erlitt sie einen zweiten Kreuzbandriss. Erst zwei Jahre nach ihrem Debüt holte sie ihre ersten Weltcuppunkte. Ein Paukenschlag gelang ihr dann zum Ausklang der Saison 2002/03 im schwedischen Åre. Bei ihrem ersten Weltcup-Riesenslalom, den sie mit zwei gültigen Durchgängen beendete, fuhr sie mit Startnummer 38 überraschend auf den zweiten Platz. Dies blieb bis zu ihrem Sieg in Cortina im Januar 2012 ihr einziger Weltcup-Podestplatz. Konstante Leistungen im Weltcup blieben aber selten. Schließlich riss sie sich im November 2003 während des Weltcup-Slaloms von Park City zum dritten Mal das Kreuzband.

Nach ihrer Wiedergenesung kämpfte sie darum, wieder Anschluss an ihre Teamkollegen zu finden, blieb aber in der Saison 2004/05 im Weltcup ohne gültiges Ergebnis. Erst seit der Saison 2005/06 nimmt sie wieder regelmäßig an Weltcuprennen teil. Mit einem neunten Platz in der Abfahrt von Bad Kleinkirchheim und einem zehnten Platz in der Abfahrt von Cortina d’Ampezzo qualifizierte sie sich für die Olympischen Winterspiele 2006. Dort erreichte sie in der Abfahrt Rang 32, in der Kombination und im Slalom schied sie jeweils aus.

In den folgenden Jahren erreichte Merighetti in der Abfahrt und in der Super-Kombination einige Top-10-Resultate und konnte sich in den Weltcupwertungen stetig verbessern, bis sie am Ende der Saison 2008/09 erstmals unter den besten 15 in der Abfahrt und den besten 10 in der Kombination war. Bei der Weltmeisterschaft 2007 in Åre erzielte sie Platz 15 in der Super-Kombination und Rang 17 in der Abfahrt, 2009 belegte sie in Val-d’Isère Rang 16 in der Abfahrt, fiel aber im Super-G und in der Super-Kombination aus.

In der Saison 2009/10 konnte sich Merighetti in der Abfahrt weiter steigern und kam mit fünf Top-10-Platzierungen auf den achten Rang im Abfahrtsweltcup. Großes Pech hatte sie bei den Olympischen Winterspielen 2010 im kanadischen Vancouver. Bei allen drei von ihr bestrittenen Wettbewerben (Abfahrt, Kombination, Super-G) auf der Skipiste in Whistler schied sie nach Fahrfehlern aus. In der Saison 2010/11 erreichte Merighetti vier Top-10-Platzierungen in Weltcupabfahrten, womit sie zum zweiten Mal in Folge unter den besten zehn im Abfahrtsweltcup war. Zudem gelang ihr auch in einer Super-Kombination und erstmals im Super-G ein Top-10-Ergebnis, beim erstmals im Rahmen des Weltcups ausgetragenen City Event wurde sie Vierte. Erstmals fuhr Merighetti auch bei einem Großereignis unter die schnellsten zehn: Sie wurde bei der Weltmeisterschaft 2011 in Garmisch-Partenkirchen Siebte in der Abfahrt und Neunte im Super-G, fiel aber in der Super-Kombination aus.

Am 14. Januar 2012 feierte Merighetti ihren ersten Weltcupsieg, als sie trotz gebrochenem Daumen die Abfahrt von Cortina d’Ampezzo gewann. Am Ende der Saison 2011/12 erzielte sie mit dem siebten Rang im Abfahrtsweltcup ihr bisher bestes Resultat in einem Disziplinen-Weltcup. Im Super-G-Weltcup konnte sie sich von Rang 29 im Vorjahr auf Platz 12 verbessern.

Erfolge[Bearbeiten]

Olympische Spiele[Bearbeiten]

Weltmeisterschaften[Bearbeiten]

Weltcup[Bearbeiten]

Datum Ort Land Disziplin
14. Januar 2012 Cortina d’Ampezzo Italien Abfahrt

Weitere Erfolge[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Daniela Merighetti – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien