Daniil Filippidis

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Daniil Filippidis (griechisch Δανιήλ Φιλιππίδης oder Daniel Phil(l)ippides, * 1750 in Milies; † 1832 in Bessarabien) war ein griechischer Gelehrter. Er gilt als Protagonist der griechischen Aufklärung und war Mitglied der Filiki Eteria.

Leben[Bearbeiten]

Filippidis' Familie stammte aus Euböa und ließ sich in Milies nieder. Er wurde Mönch und begann ein Studium am Berg Athos (Athonitische Schule), das er in Chios und Bukarest fortsetzte. 1790 erschien sein Werk zur Geographie Geografia neoteriki in Wien. Von 1790 bis 1794 lebte er in Paris, wo er Kurse in Mathematik und Naturwissenschaften gab. 1794 kehrte er nach Milies zurück und ging dann nach Konstantinopel. Dort verlor er in einem Brand sein ganzes Hab und Gut, sowie das unvollendete Manuskript zum zweiten Band der Geografie. Er verließ die Stadt und zog nach Konstanta.

Von 1810 bis 1818 bereiste er mehrere europäische Städte: Paris, Straßburg, München, Wien und Leipzig, wo er zwei Jahre bleib. Während dieser Zeit schrieb Filippidis die "Geschichte der Roumounias" (Leipzig, 1816)[1] . Auch übersetzte er sechs wissenschaftliche Werke in die griechische Sprache, von denen vier gedruckt wurden. Von der Mathematik und den Naturwissenschaften wandte er sich mehr und mehr der Philosophie zu und wurde maßgeblich von Kant beeinflusst.

Literatur[Bearbeiten]

  • Friedrich Justin Bertuch: Allgemeine geographische Ephemeriden, 1812, S.73-74.
  • Max Demeter Peyfuss: Die Druckerei von Moschopolis, 1731 - 1769. Buchdruck und Heiligenverehrung im Erzbistum Achrida. Böhlau, Wien u. a. 1989, ISBN 3-205-05293-5, (Wiener Archiv für Geschichte des Slawentums und Osteuropas 13), S. 47, 60, 87, 231.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ίστορία τής Ρουμουνίας (Μέλος β': Γεωγραφικὸν τής Ρουμουνίας). Έν Λειψίᾳ τής Σαξονίας, έν τᾒ τυπογραφίᾳ τοῦ Ταουχνίτς. 1816