Daniil Wjatscheslawowitsch Kwjat

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Daniil Kwjat
Daniil Kwjat (2011)
Automobil-/Formel-1-Weltmeisterschaft
Nation: RusslandRussland Russland
Status: aktiv
Startnummer:

26

Erster Start: Großer Preis von Australien 2014
Konstrukteure
2014 Toro Rosso • 2015 Red Bull
Statistik
WM-Bilanz: WM-15. (2014)
Starts Siege Poles SR
19
WM-Punkte: 8
Podestplätze:
Führungsrunden: — über 0 km
Stand: Saisonende 2014
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Daniil Wjatscheslawowitsch Kwjat, auch Daniil Kvyat (russisch Даниил Вячеславович Квят; * 26. April 1994 in Ufa) ist ein russischer Automobilrennfahrer. Er gewann 2013 die GP3-Serie. 2014 tritt er für die Scuderia Toro Rosso in der Formel 1 an.

Karriere[Bearbeiten]

Wie die meisten Motorsportler begann Kwjat seine Karriere im Kartsport, in dem er bis 2009 aktiv war. Kwjat wurde unter anderem Dritter in der FIA-KF3-Europameisterschaft (2008 und 2009) sowie Vizemeister der FIA-KF3-Asien-Pazifikmeisterschaft (2008) und der WSK-KF3-International-Series (2009).

Daniil Kwjat bei einem Gaststart in der pazifischen Formel BMW 2010 in Sepang

2010 wechselte Kwjat in den Formelsport und wurde Mitglied im Förderprogramm von Red Bull.[1] Er trat für EuroInternational in der europäischen Formel BMW an. Mit einem zweiten Platz als bestes Resultat beendete er die Saison auf dem zehnten Meisterschaftsrang. Außerdem absolvierte er für EuroInternational sechs Gaststarts in der pazifischen Formel BMW. Bei zwei Rennen kam er als Erster ins Ziel. Darüber hinaus debütierte er für Koiranen Bros. Motorsport im Formel Renault 2.0 Eurocup, in dem er zwei Gaststarts absolvierte. Anschließend nahm er für Koiranen Bros. Motorsport an der Winterserie der britischen Formel Renault teil und schloss diese Meisterschaft auf dem vierten Platz ab.

2011 trat Kwjat zunächst für Victory Motor Racing in der Toyota Racing Series, der höchsten Monoposto-Serie in Neuseeland, zu vier von fünf Veranstaltungen an. Er entschied ein Rennen für sich und schloss die Saison auf dem fünften Gesamtrang ab. Anschließend kehrte er nach Europa zu Koiranen Bros. Motorsport zurück. Er trat für das Team sowohl im Formel Renault 2.0 Eurocup, als auch in der nordeuropäischen Formel Renault an.[2] Mit zwei Siegen belegte er im Formel Renault 2.0 Eurocup den dritten Platz im Gesamtklassement, in der nordeuropäischen Formel Renault lag er mit sieben Siegen auf dem zweiten Meisterschaftsplatz. In beiden Serien lag er eine Position hinter seinem Teamkollegen Carlos Sainz junior. Darüber hinaus nahm Kwjat 2011 erneut an der Winterserie der britischen Formel Renault teil und verbesserte sich auf den dritten Rang. 2012 blieb Kwjat bei Koiranen Motorsport. Im Formel Renault 2.0 Eurocup sieben Rennen für sich und war der Fahrer mit den meisten Siegen. In der Gesamtwertung unterlag er jedoch Stoffel Vandoorne mit 234 zu 244 Punkten und wurde Zweiter. In der alpinen Formel Renault reichte es für Kwjat 2012 zum Titelgewinn. Mit sieben Siegen und 217 Punkten setzte er sich gegen Norman Nato, der 214 Punkte erzielt hatte, durch.

2013 wechselte Kwjat zu MW Arden in die GP3-Serie.[3] Nachdem ein dritter Platz sein bestes Ergebnis an den ersten fünf Rennwochenenden war, gewann er bei den letzten drei Veranstaltungen das Hauptrennen. In Spa-Francorchamps erzielte er seinen ersten Sieg. Eine Veranstaltung später in Monza wiederholte er dieses Resultat. Mit einem Sieg beim folgenden Hauptrennen des Saisonfinales auf dem Yas Marina Circuit sicherte sich Kwjat vorzeitig den Titelgewinn in der GP3-Serie. Mit 168 zu 138 Punkten setzte er sich gegen Facu Regalia durch. Kwjat hatte in der Saison mehr Punkte erzielt, als seine Teamkollegen Sainz jr. und Robert Vişoiu zusammen. Darüber hinaus absolvierte Kwjat 2013 für Carlin 21 Gaststarts in der europäischen Formel-3-Meisterschaft. Dabei kam er einmal auf dem ersten und dreimal auf dem zweiten Platz ins Ziel. Er wurde allerdings bei keinem Rennen gewertet, da er als Gaststarter antrat. Außerdem nahm Kwjat 2013 an Formel-1-Testfahrten für die Scuderia Toro Rosso teil.

2014 erhielt Kwjat bei der Scuderia Toro Rosso ein Formel-1-Cockpit.[4] Bereits bei seinem ersten Rennen, dem Großen Preis von Australien, erzielte er als Neunter erstmals Punkte. Er war damit der jüngste Pilot der Formel-1-Weltmeisterschaft, der einen Punkt erzielte.[5] Bei seinem Heimrennen in Russland erreichte er mit dem fünften Platz seine beste Startposition. Im Rennen verlor er einige Positionen und wurde 14. Am Saisonende belegte er den 15. Gesamtrang.

Zur Formel-1-Saison 2015 wechselt Kwjat zu Red Bull Racing. Er wird dort der Nachfolger von Sebastian Vettel.[6]

Sonstiges[Bearbeiten]

Kwjat wählte die #26 als seine permanente Formel-1-Startnummer.[7]

Statistik[Bearbeiten]

Karrierestationen[Bearbeiten]

  • 2011: Nordeuropäische Formel Renault (Platz 2)
  • 2011: Britische Formel Renault, Winterserie (Platz 3)
  • 2012: Formel Renault 2.0 Eurocup (Platz 2)
  • 2012: Alpine Formel Renault (Meister)

Einzelergebnisse in der GP3-Serie[Bearbeiten]

Jahr Team 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 Punkte Rang
2013 MW Arden SpanienSpanien ESP SpanienSpanien ESP Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR DeutschlandDeutschland GER UngarnUngarn HUN BelgienBelgien BEL ItalienItalien ITA Vereinigte Arabische EmirateVereinigte Arabische Emirate UAE 168 1.
20 DNF 4 5 4 4 DNF 16 3 7 1 6 1 2 1 5

Statistik in der Formel 1[Bearbeiten]

Gesamtübersicht[Bearbeiten]

Stand: Saisonende 2014

Saison Team Chassis Motor Rennen Siege Zweiter Dritter Poles schn.
Rennrunden
Punkte WM-Pos.
2014 Scuderia Toro Rosso Toro Rosso STR9 Renault 1.6 V6 Turbo 19 8 15.
Gesamt 19 8

Einzelergebnisse[Bearbeiten]

Saison 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19
2014 Flag of Australia.svg Flag of Malaysia.svg Flag of Bahrain.svg Flag of the People's Republic of China.svg Flag of Spain.svg Flag of Monaco.svg Flag of Canada.svg Flag of Austria.svg Flag of the United Kingdom.svg Flag of Germany.svg Flag of Hungary.svg Flag of Belgium (civil).svg Flag of Italy.svg Flag of Singapore.svg Flag of Japan.svg Flag of Russia.svg Flag of the United States.svg Flag of Brazil.svg Flag of the United Arab Emirates.svg
9 10 11 10 14 DNF DNF DNF 9 DNF 14 9 11 14 11 14 15 11 DNF
Legende
Farbe Abkürzung Bedeutung
Gold Sieg
Silber 2. Platz
Bronze 3. Platz
Grün Platzierung in den Punkten
Blau Klassifiziert außerhalb der Punkteränge
Violett DNF Rennen nicht beendet (did not finish)
NC nicht klassifiziert (not classified)
Rot DNQ nicht qualifiziert (did not qualify)
DNPQ in Vorqualifikation gescheitert (did not pre-qualify)
Schwarz DSQ disqualifiziert (disqualified)
Weiß DNS nicht am Start (did not start)
WD zurückgezogen (withdrawn)
Hellblau PO nur am Training teilgenommen (practiced only)
TD Freitags-Testfahrer (test driver)
ohne DNP nicht am Training teilgenommen (did not practice)
INJ verletzt oder krank (injured)
EX ausgeschlossen (excluded)
DNA nicht erschienen (did not arrive)
C Rennen abgesagt (cancelled)
  keine WM-Teilnahme
sonstige P/fett Pole-Position
SR/kursiv Schnellste Rennrunde
* nicht im Ziel, aufgrund der zurückgelegten Distanz aber gewertet
() Streichresultate
unterstrichen Führender in der Gesamtwertung


Rekorde in der Formel 1[Bearbeiten]

  • Jüngster Fahrer, der einen Punkt erzielt hat (19 Jahre, 324 Tage)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. „Red Bull verkleinert Juniorteam auf sechs Fahrer“ (Motorsport-Total.com am 5. Dezember 2010)
  2. “Koiranen Motorsport drivers 2011” (koiranenbros.net am 3. März 2011)
  3. Falko Schoklitsch: „GP3 - Arden bestätigt Sainz Jr. und Kvyat für 2013“. Motorsport-Magazin.com, 9. Januar 2013, abgerufen am 14. Januar 2013.
  4. Stephan Heublein: „Formel 1 - Toro Rosso: Kvyat ersetzt Ricciardo“. Fahrerpaarung für 2014 steht fest. Motorsport-Magazin.com, 21. Oktober 2013, abgerufen am 21. Oktober 2013.
  5. Dieter Rencken & Stefan Ziegler: Kwjat jüngster Punktesammler: "Ich fühle mich toll". Motorsport-Total.com, 16. März 2014, abgerufen am 16. März 2014.
  6. Christian Nimmervoll: „Offiziell: Red Bull 2015 mit Ricciardo & Kwjat“. Motorsport-Total.com, 4. Oktober 2014, abgerufen am 4. Oktober 2014.
  7. Robert Seiwert: „Formel 1 - Alle Startnummern fix: Vettel nimmt die 1“. Nummer 13: Ausgerechnet Maldonado. Motorsport-Magazin.com, 10. Januar 2014, abgerufen am 12. Januar 2014.

Weblinks[Bearbeiten]