Danmarks Kommunistiske Parti

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Danmarks Kommunistiske Parti
Hammer und Sichel
Partei­vor­sit­zender Henrik Stamer Hedin
Gründung 9. November 1919
Haupt­sitz Kopenhagen
Mitglie­derzahl 300
Jugendverband DKU (1906-1990) Ungkommunisterne (2009-)
Inter­nationale
Ver­bindung­en
Komintern (1920-1943) International Conference of Communist & Workers' Parties (2002-)
www.dkp.dk

Danmarks Kommunistiske Parti (DKP) ist die älteste kommunistische Partei marxistisch-leninistischer Prägung in Dänemark.[1] Sie wurde am 9. November 1919 unter dem Namen Danmarks Venstresocialistiske Parti (Linkssozialistische Partei Dänemarks) gegründet. Beteiligt waren Mitglieder von Socialdemokratisk Ungdomsforbund, Socialistisk Arbejderparti und Det Uafhængige Socialdemokrati. Ihren heutigen Namen trägt die Partei seit 1920.

Geschichte[Bearbeiten]

Parteivorsitzende waren Aksel Larsen (1932–58), Knud Jespersen (1958–77) Jørgen Jensen (1977–87) und Ole Sohn (1987–91). Danach existierte von 1991 bis 2003 eine kollektive Führung. Seit 2003 ist Henrik Stamer Hedin Vorsitzender.

1945 bis 1990 gaben die Kommunisten die Tageszeitung Land og Folk (dt. Land und Volk) heraus.

Die DKP saß vor dem Krieg von 1932 bis 1941 im Folketing. 1941 wurden die Kommunisten von der deutschen Besatzungsmacht verboten. Die meisten Kommunisten wurden verhaftet und in deutsche Konzentrationslager geschickt. Nach dem Krieg war die DKP von 1945 bis 1960 und von 1973 bis 1979 im Parlament vertreten. Die Zahl der Mitglieder sank von etwa 60.000 in den ersten Nachkriegsjahren auf unter 300 heute.

Die DKP bildete 1989 mit Venstresocialisterne und der Socialistisk Arbejderparti die sozialistisch-grüne Einheitsliste, die seit 1994 im Folketing sitzt.

Wahlergebnisse[Bearbeiten]

Folketingswahlen[Bearbeiten]

Quelle: Folketingets Oplysning

Studentenorganisation[Bearbeiten]

Im September 1968 wurde in Århus die erste Studentenorganisation im Umfeld der DKP gegründet, Danmarks Kommunistiske Studenter (kurz Komm.S.). 1974 wurde ein landesweiter Dachverband geschaffen, die Zahl der angeschlossenen Orts- und Hochschulgruppen wuchs schnell auf 28. Zwischen 1977 und 1982 war Frank Aaen ihr Vorsitzender, später Folketingsabgeordneter für Enhedslisten.[2] Mit dem Zerfall des Ostblocks löste sich 1989 auch die Studentenorganisation auf.

Bekannte Mitglieder[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Henning Schmaltz-Jørgensen (Red.): Valg og vælgere, Chr. Erichsens Forlag, Kopenhagen 1970, ISBN 87-555-0045-5, S. 50 f.
  2. Enhedslisten – Om Frank abgerufen am 13. Juli 2012

Weblinks[Bearbeiten]