Danube (Métro Paris)

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Metro-M.svg Danube
Paris metro danube.jpg
Tarifzone 1
Linie(n) 07bisParis m 7bis jms.svg
Ort 19. Arrondissement
Eröffnung 18. Januar 1911
Die Metrostation Danube besteht aus einem Viadukt, das in einen ehemaligen Steinbruch für Gips gebaut wurde.

Danube ist eine unterirdische Station der Pariser Métro. Sie befindet sich im 19. Arrondissement von Paris. Die Station wird von der Métrolinie 7bis des Pariser U-Bahn-Systems bedient. Die Station liegt unterhalb des Place de Rhin-et-Danube. Benannt ist sie nach dem Fluss Donau. Die Station ist eingleisig ausgeführt, da die Linie nur aus Richtung Pré Saint-Gervais angefahren wird. Sie wurde jedoch für zwei Gleise erstellt, was sich aus der komplizierten Baugeschichte ergeben hat.

Die Station und der Streckentunnel in Richtung Buttes-Chaumont wurden unter schwierigsten Bedingungen errichtet. Beim Bau der Strecke stieß man auf alte, im 19. Jahrhundert aufgelassene Gips-Steinbrüche, die durchquert werden mussten. Der nördliche Tunnel der Endschleife der Linie durchquert die Steinbrüche unter der Rue du Général-Brunet und der Rue David-d'Angers auf einer Länge von 550 Metern. In diesem Bereich stieß man auf drei Schichten Gips, die teilweise alle abgetragen worden waren, teilweise jedoch auch nur vereinzelt. Die alten Steinbrüche waren mehr oder weniger verfüllt; eine zuverlässige Tragfähigkeit war keinesfalls gegeben. Es war daher geboten, den Tunnel auf tragfähigem Grund abzustützen, d.h. unter den drei vorhandenen Schichten. Manche der Stützpfeiler erreichen eine Höhe von 35 Metern und nehmen die Gestalt eines unterirdischen Viadukts an. Diese Konstellation erklärt die Schwierigkeit, Stationen auf einem tragfähigen Sockel zu errichten: Die Station Danube wurde deshalb für zwei Gleise erstellt und besitzt zwei Stationsteile für je ein Richtungsgleis, die durch eine mittige, als Pfeiler fungierende Wand getrennt sind. Diese tragende Wand ruht auf in drei Reihen angelegten Schachtringen, die 2,5 Meter Durchmesser und sechs Meter Abstand zueinander haben. Nicht weniger als 220 Brunnengründungen, die eine kumulierte Gesamthöhe von 5,5 Kilometern erreichen, wurden in diesem Streckenabschnitt errichtet.

Die Station wurde am 18. Januar 1911 mit Eröffnung der Linie 7 in Betrieb genommen. Diese verkehrte damals bis zur Station Pré Saint-Gervais. 1967 wurde die Streckenführung der Linie 7 verändert und die neue Linie 7bis eröffnet. Seitdem verkehrt die Linie 7 über die Station Louis Blanc weiter bis nach La Courneuve. Dort besteht seitdem aber auch Anschluss an die Linie 7bis, sodass der ehemalige Bereich von der Linie 7 weiter einen Anschluss hat.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Gérard Roland: Stations de métro. D’Abbesses à Wagram. 2003, ISBN 2862533076.

Weblinks[Bearbeiten]

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Botzaris
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Paris m 7bis jms.svg Pré Saint-Gervais
Pré Saint-Gervais →

48.8819444444442.3941666666667Koordinaten: 48° 52′ 55″ N, 2° 23′ 39″ O