Danziger Altstadt

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Ansicht und Karte von 1687, Norden nach rechts ausgerichtet. Die Altstadt, mit B markiert, liegt rechts von der hell hervorgehobenen Marienkirche (Nr. 10), angrenzend an die damaligen Befestigungsanlagen

Die Danziger Altstadt (poln. Stare Miasto) war im 14. Jahrhundert eine kleine Handwerkersiedlung vor den Toren von Danzig. Der Danziger Stadtkern, die Rechtstadt, hatte Stadtrechte (Lübisches Recht) bereits im 13. Jahrhundert erhalten. Die Rechtstadt stellt somit die eigentliche historische Altstadt dar, und weist auch weitaus bekanntere Gebäude auf.

Der Namen Danziger Altstadt bezieht sich möglicherweise auf eine noch frühere Ansiedlung, die bei der Übernahme von Danzig durch den Deutschen Orden 1308 zerstört wurde.

Wie auch in Thorn, Elbing, Königsberg etc. existieren so administrativ und auch baulich durch Stadtmauer bzw. Altstadtgraben getrennte Städte direkt nebeneinander. Südlich der Rechtstadt liegt die Danziger Vorstadt, im Osten die Speicherinsel.

Bekannte Gebäude sind das Altstädtisches Rathaus, die links neben der Grünanlage vor dem Rathaus an der Radaune erbaute Große Mühle, sowie die am Heveliusplatz 1 gelegene Polnische Post der Zwischenkriegszeit, bekannt durch das Gefecht um das polnische Postamt in Danzig am 1. September 1939.

Bekanntester Bürger war Johannes Hevelius (1611−1687), Astronom und Mitglied des Stadtrates der Altstadt sowie Bierbrauer, dessen Frau Elisabetha Hevelius auch astronomisch tätig war. Dazu hatte man auf zwei benachbarten Häusern in der Pfefferstadt (ul. Korzenna) eine Sternwarte errichtet.

Weitere Sehenswürdigkeiten

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54.35388888888918.648611111111Koordinaten: 54° 21′ 14″ N, 18° 38′ 55″ O