Dapayk

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Dapayk (2008)

Dapayk ist das Alias des deutschen Musikers, Labelbetreibers und Technoproduzenten Niklas Worgt (* 8. Februar 1978 in Bad Frankenhausen, Kreis Artern, DDR). Er gehört in Deutschland zu den Protagonisten des Minimal-Techno.

Biografie[Bearbeiten]

Dapayk & Padberg (2009)
Dapayk & Padberg bei der Winterworld 2014

In Thüringen geboren, kam Dapayk in den frühen 90ern zunächst mit Broken-Beats und Drum and Bass in Kontakt. Seine ersten Auftritte erfolgten unter dem Drum-and-Bass-Live-Act „Frauds in White“ und markieren den Anfang seiner Karriere in der elektronischen Musik. Mit „Frauds in White“ und seinem anderen damaligen Alter Ego „Sonstware“ etablierte Dapayk sich als bekannter Resident in Mitteldeutschland.[1]

Ende der 90er formierte er seinen Sound neu. Seine Produktionen transzendierten von gebrochenen Beats zu geradem Techno, der heute als experimentelle Plattform unter dem Alias Dapayk bekannt ist.

Nach den ersten Veröffentlichungen gründete Dapayk 2000 sein Label „Mo’s Ferry Productions“, das sich Veröffentlichungen von minimalistischem Techno widmet. 2005 kamen die Sublabel Fenou, und 2006 Rrygular, hinzu. Seinen heutigen Stellenwert im Minimal-Techno erarbeitete er sich mit Auftritten als Liveact, Remixer und verschiedenen Kooperationen. Unter dem Projekt Dapayk & Padberg, gemeinsam mit seiner Ehefrau, dem Fotomodell Eva Padberg, erschien im Februar 2010 das dritte Album nach „Close Up“ und „Black Beauty“.[2]

Neben seinen eigenen Labels veröffentlicht Dapayk u. a. auf Stil vor Talent, Herzblut, Karloff, Textone, Orac, Contexterrior, Trapez, „Resopal Schallware“ und „Friends of Tomorrow“. Dapayk veröffentlichte des Weiteren verschiedene Soloarbeiten unter anderen Pseudonymen, unter anderem als „Marek Bois“ auf Trapez und Rrygular.

Dapayk ist weiterhin als Studioproduzent für Künstler wie Monika Kruse, Marcel Knopf & Kleinschmager Audio tätig.

Privatleben[Bearbeiten]

Am 29. Juli 2006 heiratete Niklas Worgt nach zehnjähriger Partnerschaft das Fotomodell Eva Padberg. Sie wohnen in Berlin.[3][4]

Alben[Bearbeiten]

Close Up Das Debütalbum von Dapayk & Padberg fokussierte Rave und Techhouse.
Impulsion Parasite Dapayks Debütsoloalbum ist zwischen Clubfloor und experimentellerem Sound angelegt. Die CD-Version enthält zusätzlich eine zweite CD mit reinen „Listening-Electronica“-Stücken.
Black Beauty Wurde in Szenekreisen als Antwort auf den Niedergang des Vinyls in der DJ-Szene stilisiert. Ihr zweites Werk weist in sich verwischende Einflüsse von Minimal-Techno und Pop auf, gleichzeitig spielen stark betonte Hip-Hop-Soundcollagen eine Rolle.
Boissche Untiefen Dapayks Debütalbum unter seinem Alter Ego „Marek Bois“ lebt Minimal-Techno und bildet mit einem Hang zum Rave den Mittelpunkt des Albums.
Devil’s House Dapayks zweites Soloalbum zeichnet sich durch einen düsteren Touch aus. Neben tanzflächenorientierten Stücken ist der Einfluss von Breakbeat-Elementen deutlich zu hören.
Decade One (2000-2010) Ein Rückblick über die erste Schaffensperiode mit vielen bisher unveröffentlichten Titeln und remasterten Material. Ein deutlich von Jazzeinflüssen geprägtes Doppelalbum.
Sweet Nothings 2012 erschien das dritte Album von Dapayk & Padberg. Es sei von melodiösem Techno geprägt, äußerten sich die beiden in einem Interview.
Smoke Das vierte Album von Dapayk & Padberg erschien im September 2013. "Smoke" wendet sich von der Tanzfläche ab und der Listening-Electronica zu. Das Album verwendet verstärkt Dubstep-Elemente, sowie songartige Strukturen.

Sound[Bearbeiten]

Dapayk selbst bezeichnet seinen Sound als „Frickel“. Klangtechnisch lässt er experimentell einzelne musikalische Kunstformen von Minimal, „Electronica“ und Breakbeats anspruchsvoll ineinander fließen.

Diskografie (Auszug)[Bearbeiten]

Name Titel Label
Dapayk (solo) Impulsion Parasite [Album] Mo’s Ferry Productions
Dapayk (solo) Impulsion Parasite [Single] Mo’s Ferry Productions
Marek Bois Mampe halb/halb Rrygular
Marek Bois You Got Good Ash Rmxs Trapez
Dapayk (solo) Effessefedepp Karloff
Marek Bois Fake EP Rrygular
Marek Bois Boisboisbois Trapez
Dapayk (solo) Giornata Friends of Tomorrow
Dapayk (solo) Untergelgen EP Orac
Dapayk (solo) Fat Kid’s Choice Resopal
Dapayk & Padberg Close Up [Album] Mo’s Ferry Productions
Dapayk & Midnight Fenou01 Fenou
Dapayk (solo) Marek & das Polenpony Karloff
Dapayk & Padberg Maze Mo’s Ferry Productions
Dapayk (solo) Daypack Mo’s Ferry Productions
Dapayk (solo) Black, White, Orange, Lines Textone
Dapayk & Padberg Dirty White Mo’s Ferry Productions
Dapayk & Padberg Semaphore Mo’s Ferry Productions
Dapayk & Padberg Think & Speak Mo’s Ferry Productions
Dapayk & Padberg Godess Mo’s Ferry Productions
Dapayk (solo) Heimweh Mo’s Ferry Productions
Dapayk (solo) TPZ EP Mo’s Ferry Productions
Dapayk (solo) Call Me Names

Remixes (Auszug)[Bearbeiten]

Name Titel Label
Saint Ibot Tschäkk TFE Tecords
Koefer & Strube Arbeitshypothese WhirlPoolSexMusic
Hacienda h.a.c.i.e.n.d.a. Ministry of Sound
Mathias Schaffhäuser Coincidance Ware
Alland Byallo My Nightlight NightLightMusic
Tanaka Hideyuki Wicked Loop in Life Mo’s Ferry Productions
Deladap Cza Manca Eccochamber
Malou Worldplay Discowax
Nitsch & Gleinser Rollbots Karatemusik

Auszeichnungen[Bearbeiten]

2005 erreicht das 1. Album von Dapayk & Padberg „Close Up“ die Top 10 in den Charts der Magazine Groove und de:Bug. 2007 erhält er für das Projekt Dapayk & Padberg vom Musikexpress den StyleAward in der Kategorie "Performer – Domestic".

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Dapayk – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.mtv.de/music/19764644/bio
  2. http://www.laut.de/wortlaut/artists/d/dapayk/biographie/index.htm
  3. Padberg heiratet ersten Freund in Der Spiegel vom 1. August 2006
  4. Biografie von Eva Padberg auf RTL.de