Dark Sanctuary

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Dark Sanctuary
Allgemeine Informationen
Genre(s) Neoklassik
Gründung 1996
Auflösung 2009
Website http://www.dark-sanctuary.com
Gründungsmitglieder
Violine
Marguerite
Gesang
Marquise Ermia
Letzte Besetzung
Gesang
Dame Pandora
Klavier/Gitarre
Arkdae (Fabien Pereira)[1]
Klavier/Gitarre
Hylgaryss
Violine
Eliane
Bass
Sombre Cyr
Schlagzeug
Alexis

Dark Sanctuary war eine französische Band, die im Jahre 1996 in Paris gegründet wurde.

Bandgeschichte[Bearbeiten]

Im Gründungsjahr bestand die Band aus zwei Personen, die 1996 die Demoaufnahme Bruises auf dem Label A.M.S.G. aus dem Umfeld der französischen NSBM-Szene veröffentlichten; Arkdae (Fabien Pereira) spielte bei den dieser Szene zugehörigen Gruppen Bekhira und Osculum Infame[1][2][3], die in der Cover-Beilage gegrüßt wurden. Im dieser Szene zuzuordnenden Deo Occidi antwortete die Band auf die Frage nach ihrer Meinung zu den Atombombentests im Mururoa-Atoll, man solle die Bomben nicht an Fischen, sondern in Algier und Israel testen.[4] 1997 folgte eine Mini-CD namens Funeral Cry mit einer Spielzeit von etwa 20 Minuten. 1998 kamen Hylgaryss, Sombre Cyr und Eliane zur Band hinzu. Gemeinsam brachten sie das Debütalbum Royaume mélancolique heraus und gaben im September ihr erstes Konzert.

Das zweite Album De lumière et d’obscurité wurde 2000 aufgenommen und von Wounded Love Records, einem Sub-Label von Avantgarde Music, veröffentlicht. Nach der Veröffentlichung verließ Marquise Ermia die Band, um ihr Studium abzuschließen. Ihr Platz wurde durch Dame Pandora ersetzt.

2003 wurden das dritte Album sowie eine Single veröffentlicht. Beide wurden in Frankreich und Deutschland ein Erfolg. Nach einer Reihe von Konzerten in Frankreich kamen sie nach Deutschland zurück und produzierten im Jahre 2004 das Vierte, 2005 das Fünfte und 2006 das sechste Album.

Die Band verklagte 2008 den Rapper Bushido, weil er sich für sein Album Von der Skyline zum Bordstein zurück in mindestens acht Fällen ihrer Musik bedient haben soll. Die außergerichtliche Einigung scheiterte. Das Landgericht Hamburg verhandelte am 13. März weiter über die Plagiatsvorwürfe.[5] Der Berliner Musikwissenschaftler Hartmut Fladt unterstützte die Klage der Band mit einem Gutachten.[6] Bushido wurde am 23. März 2010 von einem Hamburger Gericht wegen Urheberrechtsverletzung in diesem Fall zu einer Schadensersatzzahlung verurteilt und dazu verpflichtet, den Verkauf der betroffenen Alben und Sampler einzustellen, sowie bereits im Handel befindliche Exemplare wieder zurückzurufen und zu vernichten.[7][8]

Im Juli 2009 gab Dark Sanctuary auf ihrer Homepage bekannt, sich auf unbestimmte Zeit aufzulösen, und kündigte gleichzeitig die Veröffentlichung eines letzten, selbstbetitelten Studioalbums für September/Oktober 2009 an. Am 3. Oktober 2009 fand zudem in der St Pancras Church in London ein allerletztes Konzert statt, zu welchem ein Live-Album erscheinen soll.

Diskografie[Bearbeiten]

Alben[Bearbeiten]

  • 1999: Royaume mélancolique
  • 2000: De lumière et d’obscurité
  • 2003: L’être las – L’envers du miroir
  • 2004: Les mémoires blessées
  • 2005: Exaudi Vocem Meam – Part 1
  • 2006: Exaudi Vocem Meam – Part 2
  • 2009: Dark Sanctuary

Singles[Bearbeiten]

  • 1998: Funeral Cry
  • 2002: Vie ephémère

Demos[Bearbeiten]

  • 1996: Bruises
  • 2004: La clameur du silence

Kompilationen[Bearbeiten]

  • 2005: Thoughts: 9 Years in the Sanctuary
  • 2007: Tenebris – A Compilation

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b chris: Deinonychus. 2000, archiviert vom Original am 15. Februar 2006, abgerufen am 19. Juni 2010.
  2. Patrick: Des Fischreihers schwarze Gedanken #02 - Französischer Black Metal. 22. Mai 2006, abgerufen am 19. Juni 2010.
  3. OSCULUM INFAME. Abgerufen am 19. Juni 2010 (englisch).
  4. Quand la musique fait boum....
  5. thk: Plagiatsprozess: Bushido hat schlechte Karten. laut.de, 16. Januar 2009.
  6. max: Ideenklau: Gothic-Band verklagt Bushido. laut.de, 20. November 2008.
  7. msd: Gerichtsurteil: Bushido hat Songteile geklaut. laut.de, 23. März 2010.
  8. Plagiatsurteil: Gericht lässt Bushido-Alben schreddern. Abgerufen am 23. März 2010.

Weblinks[Bearbeiten]