Dark Souls

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Dark Souls
Originaltitel ダークソウル
Transkription Dāku Souru
Studio From Software
Publisher Bandai Namco Games
Erstveröffent-
lichung
JapanJapan 22. September 2011
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten 4. Oktober 2011
EuropaEuropa 7. Oktober 2011
Plattform PlayStation 3, Xbox 360, Windows
Genre Computer-Rollenspiel
Spielmodus Einzelspieler, Online-Multiplayer
Sprache Audio: Englisch
Untertitel: Deutsch
Altersfreigabe
USK ab 16 freigegeben
PEGI ab 16 Jahren empfohlen

Dark Souls (jap. ダークソウル Dāku Souru) ist ein Fantasy-Videospiel von dem Entwickler From Software. Es wurde 2011 für die Konsolen PlayStation 3 und Xbox 360 veröffentlicht; eine Windows-Version erschien im August 2012.[1] Das Spiel gilt als geistiger Nachfolger von Demon’s Souls desselben Entwicklers.

Handlung[Bearbeiten]

Der Titel spielt in der Welt Lordran, die vom Fluch der Untoten heimgesucht wird. Der Spieler startet selbst als Untoter und erwacht im Asyl der Untoten in einer Kerkerzelle. Ihm wird bei der Flucht geholfen und er kann somit nach Lordran reisen. Nun ist es Aufgabe des Spielers, die beiden Glocken der Erweckung zu läuten, um mehr über den Fluch, der auf der Welt liegt, zu erfahren. Nachdem er dies geschafft hat, wird ihm aufgetragen, das Herrschergefäß des einst mächtigen Fürsten Gwyn zu finden. Anschließend muss das Gefäß mit vier Fürstenseelen und einem Bruchstück der Seele des Fürsten Gwyn gefüllt werden. Erstere erhält der Spieler durch den Sieg über vier Endgegner. Anschließend kann er Fürst Gwyn gegenübertreten, um ihn im Kampf zu besiegen. Nachdem Fürst Gwyn besiegt wurde, kann der Spieler entweder das Gebiet verlassen, woraufhin er zum Herrn der Untoten gekrönt wird, oder das letzte Leuchtfeuer entzünden, um den Fluch der Untoten zu brechen und ein neues Zeitalter der Menschen einzuläuten.

Im Gegensatz zu den meisten anderen Videospielen besitzt Dark Souls wenig straff erzählte Handlung, sondern fordert den Spieler, die Geschichte der Spielwelt und die Bedeutung seiner Handlungen selbst herauszufinden. Kleine Hintergrundgeschichten und Informationen rund um die Spielwelt und ihre Bewohner werden durch Beschreibungen von Gegenständen oder kurze Dialoge mit NPCs erzählt. Das Spiel lässt bewusst viele Details offen, sodass der Spieler gefordert wird, eigene Schlüsse aus den Handlungsfragmenten zu ziehen.[2]

Spielprinzip[Bearbeiten]

Zu Beginn des Spiels erstellt der Spieler einen Charakter, dessen Aussehen und Geschlecht er anpassen kann. Außerdem wählt er aus den Charakterklassen Krieger, Ritter, Vagabund, Dieb, Bandit, Jäger, Zauberer, Pyromant, Kleriker und Bettler seine Spielfigur aus. Dabei unterscheiden sich die Klassen allerdings nur durch die Startausrüstung des Spielers und teilweise bereits zur Klasse passend investierte Talentpunkte. Da der Spieler bei der Verbesserung seiner Talente freie Auswahl hat, kann er sich auch im Nachhinein noch umentscheiden und so seine eigene Spielweise finden. Größere Bedeutung kann das ebenfalls zu wählende „Geschenk“ haben, das sich der Spieler aussuchen kann. Während einige der Geschenke einfache Verbrauchsgegenstände sind, die anfangs einen kleinen Vorteil verleihen, besteht u. a. auch die Möglichkeit, den „Generalschlüssel“ zu wählen, durch den viele Türen im Spiel gleich zu Spielbeginn geöffnet werden und somit erhebliche Abkürzungen genutzt werden können. Dies ist allerdings besonders für Anfänger nicht ratsam, da so sehr fortgeschrittene Gebiete zugänglich werden, in denen unerfahrene Spieler nur wenig ausrichten können.

Die Spielwelt von Dark Souls ist offen und besteht aus teilweise miteinander verbundenen Arealen. Der Spieler kämpft sich durch eine Vielzahl von Gegnern und trifft auf eine Vielzahl an Bossgegner. Dabei erhält er für jedes besiegte Monster Seelen, die sowohl zum Steigern von Talenten, als auch als Zahlungsmittel bei Händlern dienen. Außerdem liegen überall in der Welt verstreut Gegenstände wie Waffen, Rüstungen oder Verbrauchsgegenstände wie Bomben und Wurfmesser. Es gibt allerdings keine Heilgegenstände, sondern nur „Estus-Flakons“, von denen der Spieler eine vorgegebene Anzahl zur Verfügung hat. An einigen Stellen, die als Knotenpunkte innerhalb der Welt dienen, trifft der Spieler auch auf NPCs, die kurze Dialoge führen, ihm Fähigkeiten beibringen oder Gegenstände verkaufen.

Überall in der Spielwelt befinden sich Leuchtfeuer, die nach Aktivierung als Rücksetzpunkte beim Tod des Spielers dienen, die Estus-Flakons wieder auffüllen und es dem Spieler erlauben, von Monstern erhaltene Seelen in Talentpunkte zu investieren und später auch Waffen aufzuwerten oder zu reparieren. Stirbt der Spieler, kehrt er an das zuletzt genutzte Leuchtfeuer zurück und die meisten Gegner (jedoch keine Bossgegner) werden wieder lebendig. Außerdem verliert der Spieler alle gesammelten, jedoch noch nicht ausgegebenen Seelen und diese bleiben als grüne Wolke an der Position seines Todes zurück. Er hat anschließend die Möglichkeit, sie wieder aufzusammeln, indem er ohne einen weiteren Tod zu ihnen gelangt. Stirbt er allerdings auf dem Weg dorthin erneut, sind die Seelen verloren.

Ein weiteres Element des Spielprinzips von Dark Souls ist die sogenannte Menschlichkeit. Mit ihr kann sich der Spieler an einem Leuchtfeuer bis zu seinem nächsten Ableben in einen Menschen zurückverwandeln. Nur in menschlicher Form können einige der Online-Features des Spiels genutzt werden. So können andere Spieler in seine Welt eindringen und ihn zu einem PvP-Kampf zwingen. Im Gegenzug hat er auch die Möglichkeit, verbündete Spieler durch am Boden platzierte Runen in seine Welt einzuladen, die ihn dann beim Kampf unterstützen können. Unabhängig davon, ob der Spieler menschlich ist, kann er außerdem Nachrichten lesen, die andere Spieler für ihn in der Welt hinterlassen haben. Dabei können die Nachrichten aus vorgegebenen Satzfragmenten zusammengesetzt werden, sodass keine Sprachbarriere zwischen Spielern entstehen kann. Außerdem besteht die Möglichkeit, Nachrichten zu bewerten, um so z. B. andere Spieler vor falschen Informationen zu schützen.

Entwicklung[Bearbeiten]

Das Spiel erschien ursprünglich nur für Konsolen. Auf Kundennachfragen im offiziellen Forum des Publishers Namco Bandai deutete ein Mitarbeiter des Unternehmens die Möglichkeit einer Portierung an, sofern eine ausreichende Unterstützung spürbar sei.[3] Dies führte zu einer Onlinepetition, die innerhalb weniger Tage mehrere zehntausend Unterstützer fand und nach Aussage desselben Mitarbeiters auch auf Führungsebene des Publishers Aufmerksamkeit erregt habe.[4] Im April 2012 kündigte Namco Bandai schließlich eine PC-Version mit zusätzlichen Inhalten unter dem Titel Dark Souls: Prepare to Die Edition an. Als einen der Gründe gab From Softwares Creative Director Hidetaki Myazaki die hohe Nachfrage nach einer PC-Version an.[5]

Während die Prepare to Die-Edtiton für den PC bereits neue Gegner und Gebiete beinhaltet, wurde der Zusatzinhalt auch für die Xbox 360 sowie die PlayStation 3 bestätigt. Der DLC trägt den Namen Artorias of the Abyss und erschien am 26. Oktober 2012. Neben neuen Bossen, Feinden, PVP Arena und Online-Spielersuche-System bietet die Erweiterung auch zusätzliche Waffen sowie Rüstungen.

Rezeption[Bearbeiten]

Bewertungen
Publikation Wertung
PS3 Windows Xbox 360
4Players 92 %[6] k.A. 92 %[6]
Video Games Zone k.A. k.A. 87 %[7]

Das Spiel erhielt positive Kritiken.

Ein Bericht der Wochenzeitung Die Zeit bezeichnete Dark Souls als ein Spiel, das sich nicht an die breite Masse richte, sondern an eine „eng definierte und leidensfähige Zielgruppe“, die ihre Befriedigung aus dem Bewältigen besonders schwieriger Aufgaben ziehe.[8]

Gemäß Geschäftsbericht von Namco Bandai hatte sich das Spiel bis März 2012 rund 1,19 Millionen Mal in den USA und Europa verkauft.[9] Bis April 2013 steigerte sich der Absatz auf weltweit 2,37 Millionen Kopien.[10]

Der Nachfolger Dark Souls 2 wurde Mitte März 2014 für die beiden Konsolen PlayStation 3 und Xbox 360 veröffentlicht, die Windows-Version wurde am 25. April 2014 veröffentlicht.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ankündigung einer PC-Umsetzung von Dark Souls
  2. Test zu Dark Souls mit Beschreibung der Erzählweise auf GameStar.de, abgerufen am 24. August 2013.
  3. Dark Souls PC petition has 46,000 signatures and counting
  4. Dark Souls PC petition at nearly 70,000 signatures, Namco listening
  5. Dark Souls Confirmed for PC
  6. a b Test zu Dark Souls auf 4Players.de, abgerufen am 23. Februar 2012.
  7. Dark Souls Review auf videogameszone.de, abgerufen am 25. April 2012.
  8. Das Spiel der tausend Tode, Bericht in der Wochenzeitung Die Zeit, 12. Oktober 2011.
  9. PS3: Namco Bandai Touts Dark Souls Sales, Over 1.19 Million in US and Europe. Playstationlifestyle.net. 8. Mai 2012. Abgerufen am 8. Dezember 2012.
  10. Tom Phillips: Dark Souls worldwide sales total 2.3 million. In: Eurogamer. Gamer Network. 12. April 2013. Abgerufen am 12. April 2013.