Darleane C. Hoffman

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Darleane Christian Hoffman (* 8. November 1926 in Terril, Iowa)[1] ist eine US-amerikanische Chemikerin, die sich mit Kernchemie befasst.

Darleane C. Hoffman 2012

Leben[Bearbeiten]

Hoffman studierte am Iowa State College mit dem Bachelor-Abschluss 1948 und der Promotion in Physikalischer Chemie 1951. Während dieser Zeit war sie Assistentin im Ames Laboratory der Atomic Energy Commission (AEC). Danach war sie 1951/52 am Oak Ridge National Laboratory und 1952 bis 1971 Chemikerin im Los Alamos National Laboratory. Dort wurde sie 1981 Leiterin der Isotope and Nuclear Chemistry Division. 1984 wurde sie Professor an der University of California, Berkeley und Leiterin der Heavy Element Nuclear & Radiochemistry Group am Lawrence Berkeley National Laboratory. Außerdem war sie 1991 Gründungsdirektorin des Seaborg Institute for Transactinium Science. 1996 ging sie in den Ruhestand.

Sie ist Expertin für Chemie der Transurane und Transactinoide und eine international führende Expertin für Spontane Spaltung. Sie war eine derjenigen, die die Entdeckung des Elements Seaborgium (Ordnungszahl 106) bestätigten[2] und studierte diese und andere Transactinoide (wie Rutherfordium, Hahnium) mit einer von ihr mitentwickelten Technik am 88-Inch-Zyklotron in Berkeley.

Außerdem untersuchte sie die Ausbreitung radioaktiver Nuklide in der Umwelt und war in der Beratungskommission der National Academy of Sciences für radioaktive Abfälle.

Sie ist seit 1951 mit dem Physiker Marvin M. Hoffman verheiratet und hat einen Sohn und eine Tochter.

Ehrungen und Mitgliedschaften[Bearbeiten]

Sie ist Fellow der American Association for the Advancement of Science und der American Physical Society sowie der Norwegischen Akademie der Wissenschaften. Sie ist Ehrendoktor der Universität Bern (2001).

Schriften[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Lebensdaten nach American Men and Women of Science, Thomson Gale 2004.
  2. LBL zum Erhalt der National Medal of Science