Das Arrangement

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Filmdaten
Deutscher Titel Das Arrangement
Originaltitel The Arrangement
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1969
Länge 125 Minuten
Altersfreigabe FSK 18
Stab
Regie Elia Kazan
Drehbuch Elia Kazan
Produktion Elia Kazan
Musik David Amram
Kamera Robert Surtees
Schnitt Stefan Arnstein
Besetzung

Das Arrangement ist der Titel eines amerikanischen Filmdramas aus dem Jahr 1969. Als literarische Vorlage diente der gleichnamige Roman von Elia Kazan. Es ist ein Technicolor-Film in Panavision.

Handlung[Bearbeiten]

Der Kreativdirektor einer Werbeagentur, Eddie Anderson, bewohnt mit seiner Frau Florence und seiner Adoptivtochter eine Luxusvilla. Er ist im Beruf sehr erfolgreich und kann sich so ein sorgenfreies Leben leisten. Umso unerklärlicher ist es, dass er sich bei einem Autounfall vor einen vorbeifahrenden Laster wirft. Er wird in eine Klinik eingeliefert, wo er in der folgenden Zeit plötzlich auch noch die Sprache verliert. Er lässt in Gedanken sein bisheriges Leben Revue passieren, erinnert sich an sein Ansehen in der Gesellschaft und an die Menschen, denen er begegnet ist. Aber er findet keinen Lebensabschnitt, in dem er wirklich glücklich war. Fast keinen, denn während seiner früheren heißen Affäre mit Gwen hatte er das große Glück gefunden... und wieder verloren, denn er hatte dann Skrupel bekommen und blieb bei seiner Frau. Das alles ist die negative Bilanz eines Mannes, der bestimmte Schwachstellen seines Lebens ungeschehen machen möchte.

Er wird wieder körperlich gesund und kann das Krankenhaus verlassen. Aber seine bisherige Einstellung zu seinem Leben und seinen Prinzipien hat sich geändert. Ihm ist klar geworden, dass er seit Jahren seine Kräfte für Nebensächlichkeiten verschwendet hat. Er bricht alle Brücken hinter sich ab und zieht zu seinem schwerkranken Vater nach New York. Er sieht Gwen wieder, die mittlerweile ein Kind hat und mit einem Freund zusammen lebt, ohne ihn zu lieben. Denn Eddie kann sie nicht vergessen. Es gibt Krach mit der Familie, die möchte an sein Geld. Florence taucht zusammen mit einem Anwalt und einem Psychiater bei Eddie auf. Doch ihre Aufforderung, zu ihr zurückzukehren, weist er entschieden ab. In seiner Ehe mit ihr fühlte er sich eingeengt und möchte das nicht wieder erleben. Sein psychischer Zustand verschlechtert sich, er wird in eine Nervenheilanstalt eingewiesen. Erst nach dem Tod seines Vaters wird er wieder entlassen. Gwen erwartet ihn und geht mit ihm zur Beerdigung.

Hintergrund[Bearbeiten]

  • Ursprünglich war Marlon Brando für die Rolle des Eddie Anderson vorgesehen. Der Mord an Martin Luther King am 4. April 1968 veranlasste ihn, davon Abstand zu nehmen. Er wollte nur noch in solchen Filmen mitwirken, die für die Rechte unterdrückter Menschen eintraten.
  • Kazan stand ein Budget von sechs Millionen Dollar zur Verfügung.
  • Trotz der attraktiven Besetzung hatte der Film in den USA keinen großen Erfolg, u. a. auch deshalb, weil zu viele Rückblenden vorkamen. Bei den Kritikern in Europa fand der Film hingegen eine positive Resonanz.

Kritiken[Bearbeiten]

  • „Ein von schwerer Hand inszeniertes Drama … Trotz der hochkarätigen Besetzung ein nie richtig abhebender Flop.“ (Lothar R. Just: Heyne Filmlexikon 1999)
  • „In ‚Das Arrangement‘ manifestiert sich Kazans tiefer Zweifel an der amerikanischen Wohlstandsgesellschaft. Persönliche Erfahrungen spiegeln sich im Antihelden Eddie wider, der in seinem Kampf um Selbstverwirklichung dem gesellschaftlichen und moralischen Druck nicht standhalten kann und gegen das Establishment zu revoltieren beginnt.“ (Thomas Koebner, Filmregisseure, Reclam 1999)
  • Kazans Verfilmung eines eigenen Bestseller-Romans schildert, autobiografisch beeinflusst, Probleme der zweiten Einwanderergeneration in den USA. Die Story ist eher oberflächlich, die Inszenierung melodramatisch, die Besetzung gut und teuer. (Lexikon des internationalen Films[1])

Literatur[Bearbeiten]

  • Das Arrangement. Knaur Verlag, München/Zürich 1968, als Knaur Taschenbuch 1971, ISBN 3-426-00251-5.

Quellen[Bearbeiten]

  • Roland Lacourbe: Kirk Douglas. Seine Filme, sein Leben (Heyne Filmbibliothek; Bd. 88). Heyne, München 1985, S. 186ff. ISBN 3-453-86088-8.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Das Arrangement im Lexikon des Internationalen Films