Das Ende von Etwas

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Das Ende von Etwas (Originaltitel: The End of Something) ist eine Kurzgeschichte des US-amerikanischen Schriftstellers Ernest Hemingway, die erstmals 1925 in der Anthologie In unserer Zeit erschien.

Hemingway erzählt von seinem Alter Ego Nick Adams, der sich in dem Text von seiner Freundin Marjorie trennt. Das Ende dieser menschlichen Beziehung wird auch symbolisch am Niedergang des Sägewerks in Hortons Bay erzählt.

Handlung[Bearbeiten]

Der erste Abschnitt erzählt von dem Zusammenbruch des Sägewerks in Hortons Bay, das den Ort einst dominierte, sodass es keine Stelle in der Stadt gab, von wo aus man nicht die Sägen hören konnte. Eines Tages gab es dann jedoch keine Baumstämme mehr und man transportierte die Maschinen über den Fluss ab. Der Erzähler berichtet, dass man alles entfernt habe, was die Mühle zur Mühle und Hortons Bay zur Stadt gemacht hatte.[1]

Zehn Jahre später angelt Nick Adams mit seiner Freundin Marjorie auf dem See. Keine Fische beißen an, auch nicht, als sie versuchen, mit Barschen Forellen zu angeln. Sie ziehen sich schließlich am Strand zum Lagerfeuer zurück, doch Nick resigniert und gesteht ein, dass es keinen Spaß mehr macht. Nick wirft ihr vor, immer alles zu wissen, und auf ihre Frage, ob die Liebe keinen Spaß mehr mache, antwortet er klar mit Nein. Marjorie verlässt mit dem Boot die Szene, während Nick alleine zurückbleibt und von einem Freund namens Bill besucht wird, der offensichtlich von Nicks Trennungsabsichten gewusst hatte. Nick aber möchte nun allein sein, weshalb sich Bill die Angelruten ansieht.

Analyse[Bearbeiten]

In dem Text finden sich viele Motive für die niedergegangene Liebe zwischen Nick und Marjorie. Das Sägewerk, das aus mangelndem Rohstoff niederging, die Fische, die während des Angelns nicht anbissen, und Nicks Gefühlslosigkeit während des ganzen Ausfluges. Sie alle deuten auf ein Ende der Liebe hin. Der Titel bezieht sich daher auch zwei Enden: jenes von Hortons Bay als großhandelnde Stadt und die Beziehung von Nick und Marjorie.

In der Kurzgeschichte beschließt ein Mann, lieber die Gesellschaft eines anderen Mannes zu teilen als die mit einem Mädchen. Nick betont immer wieder, dass es keinen Spaß mehr macht. Überhaupt nichts mehr.[2]

Entstehung und Rezeption[Bearbeiten]

Hemingway schrieb Das Ende von Etwas im März 1924; die Kurzgeschichte wurde erstmals 1925 in seiner Anthologie In unserer Zeit veröffentlicht. F. Scott Fitzgerald nannte die Geschichte etwas fundamental Neues.[3] Die gesamte Anthologie wurde sehr gut von den Kritikern und Lesern aufgenommen.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ernest Hemingway, Gesammelte Werke Band 6, S. 136.
  2. Ernest Hemingway, Gesammelte Werke Band 6, Seite 140
  3. Smith, Paul. „The End of Something,“ A Reader’s Guide to the Short Stories of Ernest Hemingway. Ed. James Nagel. Boston. G.K. Hall & Co, 1989, Seite 50.