Das Geheimnis der gelben Narzissen

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Filmdaten
Originaltitel Das Geheimnis der gelben Narzissen
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Produktionsland Bundesrepublik Deutschland, Großbritannien
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1961
Länge 90 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Ákos von Ráthonyi
Drehbuch Basil Dawson
Trygve Larsen
Donald Taylor
Horst Wendlandt
Gerhard F. Hummel
Produktion Horst Wendlandt
Steven Pallas
Donald Taylor
Musik Keith Papworth
Kamera Desmond Dickinson
Schnitt Peter Taylor
Besetzung

Das Geheimnis der gelben Narzissen ist der siebte deutschsprachige Edgar-Wallace-Film der Nachkriegszeit. Der Film wurde von April bis Mai 1961 als Koproduktion der britischen Produktionsfirma Omnia Pictures Ltd. und der deutschen Rialto Film gedreht. Von der Verfilmung des gleichnamigen Romans von Edgar Wallace (Originaltitel: The Daffodil Mystery) entstand gleichzeitig auch eine englischsprachige Version (Titel: The Devil's Daffodil) mit britischen Schauspielern in den Hauptrollen. In beiden Fassungen führte Akos von Rathony Regie. Das Geheimnis der gelben Narzissen lief ab dem 20. Juli 1961 in den bundesdeutschen Kinos und hatte seinerzeit etwa 3,5 Millionen Besucher.

Handlung[Bearbeiten]

Ingrid van Bergen spielte Gloria und sang das Chanson Bei mir ist alles nur Natur

Großalarm bei der Londoner Polizei: Ein offensichtlich wahnsinniger Mörder hat innerhalb kürzester Zeit drei junge Frauen umgebracht. Jedes Mal hinterlässt der Täter einen Strauß gelber Narzissen am Ort des schrecklichen Geschehens.

Oberinspektor Whiteside übernimmt die Ermittlungen. Jack Tarling, ein Agent einer internationalen Fluggesellschaft, und der geheimnisvolle Chinese Ling Chu glauben allerdings nicht an die Tat eines Einzelnen. Erst recht nicht, als sie nur knapp einem Bombenanschlag entkommen, der eine gerade erst entdeckte Lieferung geschmuggeltes Heroin vernichtet.

Immer mehr scheint sich der Verdacht der beiden zu bestätigen, dass die rätselhafte Mordserie in Zusammenhang mit dem Drogenhandel steht. Oberinspektor Whiteside hält zunächst an seiner These fest, bis auch seine Spuren in einen verruchten Club und zu dessen Besitzer, einem reichen Londoner Geschäftsmann, führen.

Entstehungsgeschichte[Bearbeiten]

Christopher Lee spielte Ling Chu

Ursprünglich hatten Waldfried Barthel (Constantin Film) und Preben Philipsen (Rialto Film, Prisma-Filmverleih) Das Geheimnis der gelben Narzissen unter der Regie von Harald Reinl als sechsten Edgar-Wallace-Film nach Der grüne Bogenschütze geplant. Da die erste Fassung des Drehbuchs von Egon Eis mehrmals umgearbeitet wurde, begann man zuerst mit der Produktion des Films Die toten Augen von London. Nach Reinl sah man nun Jürgen Roland als Regisseur von Das Geheimnis der gelben Narzissen vor. Heinz Drache und Elke Sommer sollten die Hauptrollen spielen.

Preben Philipsen hatte seit Anfang 1960 Kontakt mit dem britischen Autor Basil Dawson, den er über Penelope Wallace kennenlernte. Dawson machte Philipsen wiederum mit den Filmproduzenten Steven Pallas und Donald Taylor von Omnia Pictures in London bekannt. Rialto Film, seit 1961 mit Horst Wendlandt als Mitgesellschafter, und Omnia Pictures einigten sich schließlich auf eine Koproduktion des Films Das Geheimnis der gelben Narzissen. Basil Dawson sollte nun auf Basis des ersten Buches von Egon Eis ein englisches Drehbuch schreiben. Dabei wurden Handlung sowie Personennamen der Romanvorlage in Teilen wesentlich verändert. Die deutsche Übersetzung schrieben Horst Wendlandt und Gerhard F. Hummel.

Schließlich engagierte man den abwechselnd in London und Hamburg lebenden ungarischen Regisseur Ákos von Ráthonyi, der die Aufgabe hatte, an den jeweiligen Drehorten zwei Sprachfassungen mit zum Teil anderen Schauspielern zu filmen. In der englischsprachigen Version The Devil's Daffodil sah man William Lucas statt Joachim Fuchsberger, Penelope Horner statt Sabina Sesselmann und Colin Jeavons statt Klaus Kinski in den Hauptrollen. Alle anderen Darsteller spielten in beiden Versionen. Christopher Lee wurde für die deutsche Fassung nicht synchronisiert, er ist in ihr mit seiner eigenen Stimme zu hören. Es war der einzige in Schwarzweiß gedrehte Edgar-Wallace-Film von Rialto Film, in dem Eddi Arent nicht mitwirkte. Der Film wurde in den Shepperton Studios in Middlesex gedreht und enthält als einer der wenigen deutschsprachigen Edgar-Wallace-Filme ausschließlich Außenaufnahmen aus London.

Ingrid van Bergen singt in diesem Film das Lied Bei mir ist alles nur Natur (Musik: Keith Papworth, Text: Ute Kuntze-Just), das in der englischen Version I Haven't Got a Thing to Hide heißt.[1]

Der Film wurde von der FSK ohne Schnittauflagen ab 16 Jahren freigegeben. 1991 folgte die Freigabe ab 12 Jahren. Der im Fernsehen lange Zeit komplett in Schwarzweiß ausgestrahlte Film ist inzwischen wieder mit dem originalen Farbvorspann zu sehen. Der bereits dritte Edgar-Wallace-Film des Jahres 1961 avancierte zu dem bis dahin erfolgreichsten Beitrag der Filmreihe und löste damit den erst vier Monate zuvor gestarteten Film Die toten Augen von London ab. Das Geheimnis der gelben Narzissen war der letzte deutsche Film, der von Prisma-Film verliehen wurde. Im August 1961 ging das Unternehmen im Constantin-Filmverleih auf, was die Arbeitsteilung der beteiligten Produzenten deutlich verbesserte.

Kritiken[Bearbeiten]

„Spätestens wenn man den Toten aus der Themse zieht, wird sich der Wallace-Freund zurechtsetzen und auf eine von des Meisters fehlerlos kombinierten Geschichte gespannt sein. Und er wird nicht enttäuscht.“

Kölner Stadt-Anzeiger, 22. Juli 1961

„Ein perfekter Wallace - ihm fehlt es an nichts.“

Joachim Kramp in „Das Edgar Wallace Lexikon“, 2004

„Spannend inszenierter Edgar-Wallace-Krimi.“

TV Spielfilm

„Wirre Geschichte mit einigen Längen.“

TV Movie

„Eine wenig geschmackvolle Edgar-Wallace-Verfilmung.“

Lexikon des internationalen Films

Literatur[Bearbeiten]

  • Edgar Wallace: Der Hexer / Die blaue Hand / Das Geheimnis der gelben Narzissen. Drei Romane in einem Band. Deutsche Übersetzung. Goldmann Verlag, München 2007, ISBN 978-3-442-55502-4.
  • Joachim Kramp, Jürgen Wehnert: Das Edgar Wallace Lexikon. Leben, Werk, Filme. Es ist unmöglich, von Edgar Wallace nicht gefesselt zu sein! Verlag Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2004, ISBN 3-89602-508-2.
  • Joachim Kramp: Hallo! Hier spricht Edgar Wallace. Die Geschichte der legendären deutschen Kriminalfilmserie von 1959–1972. Verlag Schwarzkopf und Schwarzkopf, Berlin 2005 (3. Auflage), ISBN 3-89602-645-3.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Für die Veröffentlichung der Filmmusik auf der CD Kriminalfilmmusik Vol. 4 (EAN 4015307656023) versuchten die Produzenten, mehr über den Komponisten Papworth herauszufinden. Außer der Information, dass dieser im März 1990 gestorben war, ließen sich jedoch keine weiteren Angaben zur Person finden.