Das Kartenhaus

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Filmdaten
Deutscher Titel Das Kartenhaus
Originaltitel House of Cards
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1993
Länge 109 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Michael Lessac
Drehbuch Michael Lessac
Robert Jay Litz
Produktion Vittorio Cecchi Gori
Musik James Horner
Kamera Victor Hammer
Schnitt Walter Murch
Besetzung

Das Kartenhaus (Originaltitel: House of Cards) ist ein US-amerikanisches Familiendrama aus dem Jahr 1993. Regie führte Michael Lessac.

Handlung[Bearbeiten]

Der Film handelt von Sally Matthews, einem sechsjährigen, genialen Mädchen, welches nach einem traumatischem Erlebnis, dem Tod ihres Vaters, sich in ihr Inneres zurückzieht und seltsame Talente zeigt. Sallys Vater ist Archäologe in Südamerika, wo er mit Frau und Kindern lebt. Sally ist ein sehr sprachbegabtes Mädchen, das sich schnell mit den Einheimischen unterhalten kann. Bei einer nächtlichen Besteigung einer Inkapyramide stürzt Sallys Vater ab und stirbt. Ihre Mutter Ruth Matthews (Kathleen Turner) geht nach dem Tod ihres Mannes mit Sally und ihrem älteren Bruder in die USA zurück. Sally beginnt, sich merkwürdig zu verhalten: Sie spricht nicht mehr, reagiert auf Veränderungen in ihrer Umgebung mit hysterischen Schreien und scheint sich völlig von ihrer Umgebung abzukapseln. Die Mutter ignoriert dieses Verhalten, bis sie Sally eines Tages in der Dachrinne des Hauses sieht (das Mädchen holt dort einen Baseball, den ihr Bruder dort hinaufgeworfen hat). Ruth versucht, ihre Tochter zu retten, doch wegen der veränderten Mütze ihrer Mutter beginnt Sally zu schreien und lässt sich nicht beruhigen. Der Autismus-Experte Jake Beerlander (Tommy Lee Jones), der eben zu einem unangemeldeten Besuch erscheint, kommt ihr zu Hilfe. Jake Beerlander erkennt an Sally autistische Züge und nimmt sie nach einiger Überzeugungsarbeit mit in seine Klinik, um sie einer klassischen Therapie zu unterziehen; diese schlägt aber nicht an.

Nach einigen Zwischenfällen wird Sally wieder nach Hause gebracht, wo sie eines Abends ein riesiges Kartenhaus baut, das sich scheinbar nicht an die Schwerkraft zu halten scheint. Ruth begreift, dass dieses Kartenhaus der Schlüssel zum Bewusstsein ihrer Tochter ist, und baut das Kartenhaus auf einer Waldlichtung nach. Ruth besteigt in einem Traum gemeinsam mit Sally das Kartenhaus. Der Film endet mit der realen Mutter-Tochter-Begegnung auf dem Kartenhaus; Sally spricht wieder und hat sonst keine traumatischen Folgen erlitten.

Kritik[Bearbeiten]

„Ein eigentlich interessanter Film zum Thema Autismus, der jedoch die Krankengeschichte zu pauschal abhandelt, um überzeugen zu können. Gute Darstellerleistungen und die konsequente Ausnutzung des Spannungspotentials sorgen dennoch für einen weitgehend unterhaltenden Film.“

Lexikon des Internationalen Films[1]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Das Kartenhaus im Lexikon des Internationalen Films