Das Leuchten der Stille (Film)

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Filmdaten
Deutscher Titel Das Leuchten der Stille
Originaltitel Dear John
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2010
Länge 108 Minuten
Altersfreigabe FSK 12[1]
JMK 10[2]
Stab
Regie Lasse Hallström
Drehbuch Jamie Linden,
Produktion Marty Bowen,
Wyck Godfrey,
Ryan Kavanaugh
Musik Deborah Lurie
Kamera Terry Stacey
Schnitt Kristina Boden
Besetzung
Synchronisation

Das Leuchten der Stille (Dear John) ist eine aus dem Jahr 2010 stammende Literaturverfilmung des gleichnamigen Bestseller-Romans von Nicholas Sparks. In den Hauptrollen agieren Amanda Seyfried und Channing Tatum, Regie führte Lasse Hallström.

Handlung[Bearbeiten]

Die junge Savannah Curtis begegnet während ihrer Semesterferien dem Soldaten John Tyree. John ist gerade auf Heimaturlaub und besucht seinen Vater. Savannah und John verlieben sich ineinander, haben jedoch nur zwei Wochen, bis sie zurück ans College und er zu seinem Stützpunkt nach Deutschland muss. In dieser Zeit lernt John auch Tim, einen Bekannten Savannahs und dessen Sohn kennen und freundet sich mit ihnen an. John ist noch für ein Jahr beim Militär verpflichtet und verspricht Savannah, dann für immer zurückzukommen. Die beiden wollen Kontakt halten und schreiben einander Briefe.

Aufgrund der Anschläge vom 11. September entschließt sich John, entgegen seinem Versprechen, um zwei weitere Jahre zu verlängern. Savannah gibt nach und die beiden schreiben sich weiter. John ist in dieser Zeit in Afghanistan stationiert. Es vergehen zwei Monate ohne einen Brief von Savannah. Mit ihrem darauf folgenden Brief beendet sie die Beziehung und teilt John mit, dass sie mit einem anderen Mann verlobt ist.

John ist daraufhin am Boden zerstört und konzentriert sich auf seine Pflichten beim Militär. Mehrere Jahre vergehen, bis er schließlich heimkehren muss, weil sein Vater einen Schlaganfall hatte. Der Vater stirbt schließlich und John muss seine Angelegenheiten regeln.

Er fährt zu Savannah nach Hause, um ihr von seinem Vater zu erzählen, den diese sehr mochte. Er ist enttäuscht von ihrem Wiedersehen, da sie nicht die lebensfrohe, selbstsichere und idealistische Savannah ist, die er kennengelernt hat. Er wirft ihr vor, dass sie in einem Brief mit ihm Schluss gemacht hat, statt wenigstens das Satellitentelefon zu nutzen. Sie antwortet, sie hätte es nicht tun können, wenn sie seine Stimme gehört hätte. Entgegen Johns Erwartungen hat Savannah ihren krebskranken Freund Tim geheiratet, um ihm beistehen und ihm mit seinem autistischen Sohn helfen zu können. Nach diesem Geständnis umarmen sie sich und erinnern sich an ihre gemeinsame Zeit. Beim Abschied kann John ihr nicht auf Wiedersehen sagen, wie sie es sich wünscht. Beide leiden unter der Situation.

John ist wieder im Einsatz und bekommt erneut einen Brief von Savannah. Sie erzählt ihm, dass Tim gestorben ist und sie sicher ist, dass sie und John sich wiedersehen werden.

In der letzten Szene treffen sie sich auf der Straße wieder, ob verabredet oder zufällig, ist unklar. Beide lächeln und fallen sich in die Arme.

Soundtrack[Bearbeiten]

  1. PaperweightSchuyler Fisk & Joshua Radin
  2. Little HouseAmanda Seyfried
  3. Dear John ThemeDeborah Lurie
  4. This is the ThingFink
  5. The MoonThe Swell Season

Unterschiede zum Buch[Bearbeiten]

Savannah hat im Film blonde, im Buch aber braune Haare. Am Ende des Buches stirbt Tim nicht, sondern kann durch Spenden von John den Krebs bekämpfen. Savannah und John treffen sich am Ende nicht; John begreift, dass er nie wieder mit Savannah zusammen sein kann. Das Buch endet damit, dass er auf einem Hügel hinter der Farm von Savannah sitzt und sie – ohne von ihr bemerkt zu werden – beobachtet. Im Buch ist Alan Tims Bruder, nicht sein Sohn.

Synchronisation[Bearbeiten]

Der Film wurde bei der Cinephon Synchron in Berlin synchronisiert, für Dialogbuch und -regie zeichnete Hilke Flickenschildt verantwortlich.[3]

Rolle Darsteller Synchronsprecher
Savannah Curtis Amanda Seyfried Magdalena Turba
John Tyree Channing Tatum Tobias Nath
Mr. Tyree Richard Jenkins Bodo Wolf
Tim Wheddon Henry Thomas Markus Pfeiffer
Noodles D.J. Cotrona Nico Mamone
Rooster „Dan Rooney“ Cullen Moss ?
Starks Gavin McCulley ?
Captain Stone Keith Robinson Michael Deffert
Randy Scott Porter Robin Kahnmeyer
Mr. Curtis David Andrews Udo Schenk

Kritiken[Bearbeiten]

„Konsequent meidet "Das Leuchten der Stille" auch jegliche Auseinandersetzung mit den Realitäten des Krieges. Lediglich im Augenblick von Johns größter Verzweiflung, nachdem Savannah ihm schriftlich den Laufpass gibt, kontrastiert der Film die gemächliche Erzählung mit einer kurzen Nahkampfsszene, in der John verwundet wird. Im Übrigen ist der Krieg in Hallströms Film vor allem gezeichnet von einem getragenen Patriotismus, der mit Hochglanztableaus Soldatenromantik verströmt und so der Trennung der Liebenden die konservative Note schicksalhafter Unvermeidbarkeit aufdrückt.“

critic.de[4]

„Savannah ist ein stets gütiger Engel, der sich selbstlos um den autistischen Nachbarssohn kümmert und sich sozial engagiert. Und John ist der brave Soldat, der Vaterlandspflichten über sein privates Glück stellt. Auch Regisseur Hallström, mit "Gottes Werk und Teufels Beitrag" noch auf Oscar-Kurs, fällt dazu nicht viel mehr ein als ausgedehnte Spaziergänge am Strand oder empfindsame Gespräche am Lagerfeuer und zeichnet so eine nostalgische Weichzeichnervision des guten Amerika, in dem Glaube, Familie und Patriotismus unumstößliche Werte sind.“

welt.de[5]

„Mit dieser schmalzigen Romanze sinkt Lasse Hallström auf den Tiefpunkt seiner Karriere.“

cinema.de[6]

„Spannender ist Richard Jenkins als Johns autistischer Vater, der unfähig ist, seinem Sohn seine Gefühle zu zeigen und deshalb für manchen Griff zum Taschentuch sorgt. Dennoch hält Hallström den Ball eher flach und inszeniert gefühlige Szenen mit Understatement: ein gehobener Schmachtfetzen mit schönen Zutaten.“

stern.de[7]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung (PDF; 72 kB) der FSK, abgerufen am 13. September 2013
  2. Filmdatenbank des BMUKK, abgerufen am 13. September 2013
  3. Deutsche Synchronkartei
  4. critic.de – Kritik
  5. welt.de – Kritik
  6. cinema.de – Kritik
  7. stern.de – Kritik

Weblinks[Bearbeiten]