Das Missverständnis

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Das Missverständnis (franz. Le Malentendu) ist ein Theaterstück, das von Albert Camus 1943 im besetzten Paris geschrieben wurde.

Inhalt[Bearbeiten]

Ein Mann, der viele Jahre in Übersee war, kommt heim. Dort leben seine Schwester und seine verwitwete Mutter davon, Untermieter aufzunehmen und zu ermorden. Weil sie ihn nicht erkennen, wird er selber zum Untermieter, ohne seine Identität preiszugeben, und schlussendlich getötet.

Sonstiges[Bearbeiten]

Die Handlung von Das Missverständnis erinnert an den Zeitungsausschnitt, den die Hauptfigur in Der Fremde in ihrer Gefängniszelle findet und immer wieder liest: Die Geschichte eines Mannes, der fernab der Heimat sein Glück gemacht hat, wohlhabend in sein Heimatdorf zurückkommt, das Hotel seiner Mutter und Schwester besucht, ohne sich zu erkennen zu geben (damit später die Überraschung größer ist) und als Gast übernachtet, um dann von ihnen – des Geldes wegen – im Schlaf getötet zu werden. Weil die Mörderinnen ihn erkennen, nehmen sie sich das Leben.

Ausgabe[Bearbeiten]

  • In: Dramen, ins Deutsche übertragen von Guido G. Meister, Rowohlt Verlag, Hamburg 1959.