Das Osterman Weekend

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Deutscher Titel Das Osterman Weekend
Originaltitel The Osterman Weekend
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1983
Länge 102 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Sam Peckinpah
Drehbuch Alan Sharp
Ian Masters
Produktion William N. Panzer
Peter S. Davis
Musik Lalo Schifrin
Kamera John Coquillon
Schnitt David Rawlins
Edward M. Abroms
Besetzung

Das Osterman Weekend ist ein US-amerikanischer Thriller des Regisseurs Sam Peckinpah aus dem Jahr 1983, nach dem gleichnamigen Roman von Robert Ludlum.

Handlung[Bearbeiten]

Der behördenkritische TV-Journalist Tanner trifft sich alljährlich mit drei Freunden und deren Familien zum sogenannten Osterman Weekend. Neben Tanner und seiner Frau Ali sind das Osterman, Tremayne mit seiner Frau Virginia und Cardone mit seiner Frau Betty. Tanner wird vom CIA-Agenten Fassett angesprochen. Seine Freunde stehen unter Spionageverdacht, und die CIA will das Treffen observieren.

Als das Treffen beginnt, herrscht eine hohe Anspannung. Die Freunde und ihre Frauen geraten in Streit. Der Sohn Tanners findet im Kühlschrank einen Hundekopf, der sich als Nachahmung herausstellt. Tanner will das ganze beenden und trifft sich heimlich mit Fassett. Dabei bemerken sie, dass Osterman Tanner gefolgt ist. Fassett will Osterman liquidieren lassen, doch der kann ins Haus entkommen. Währenddessen versuchen Tremayne und Cardone mit ihren Frauen in Tanners Wagen zu entkommen.

Tanner trifft im Haus auf Osterman, der nach einem kurzen Kampf von Tanner vom Spionageverdacht informiert wird. Osterman gibt zu, mit seinen Freunden Geld in die Schweiz transferiert zu haben, um Steuern zu sparen. Die Freunde und deren Frauen sind inzwischen durch eine Bombe in Tanners Wagen ums Leben gekommen. Fassett schaltet sich von außen in das Sendesignal des Fernsehens und bestätigt Ostermans Aussage. Die CIA habe inzwischen die Wahrheit über die Gruppe herausgefunden. Dennoch will Fassett Osterman und Tanner töten lassen.

Im Haus kommt es zu einem heftigen Kampf. Vorher konnten Ali und ihr Sohn fliehen. Sie tötet selber einige Agenten mit einem Bogen, wird aber dann zusammen mit dem Sohn als Geisel genommen. Von den CIA-Agenten überlebt nur Fassett den Kampf. Er erklärt den beiden, dass er sich am CIA-Direktor Danforth rächen will. Die ganze Sache mit dem Spionageverdacht sei eine List gewesen, um Danforth in Bedrängnis zu bringen. Danforth habe vor Jahren die Ermordung von Fassetts Frau angeordnet. Nun soll Tanner ihn in seiner Sendung dazu bringen sich selber zu verraten. Das ist die Bedingung für die Freilassung von Frau und Sohn.

Osterman und Tanner bereiten ein Interview-Band vor, denn Danforth lässt sich nur telefonisch befragen. Danforth kommt hinter den Plan ihn zu entlarven, aber es ist zu spät. Fassett kann die Fernsehzuschauer über die Machenschaften des Direktors aufklären. Tanner, der die Fragen für die Sendung vor der Ausstrahlung aufgenommen hat, sucht unterdessen Fassett auf, um seine Frau und seinen Sohn zu holen. Fassett zieht eine Waffe, doch Tanner ist schneller und erschießt ihn. Er ist sich nicht sicher, aber er glaubt, Fassett habe extra so langsam gezogen, um erschossen zu werden.

Hintergrund[Bearbeiten]

  • Das ist der letzte von Peckinpah inszenierte Film.
  • Peckinpah war durch sein ausschweifendes Leben so geschwächt, dass er krank wurde. „Streckenweise war er so krank, dass der Hauptdarsteller Rutger Hauer einspringen und einige Passagen inszenieren mußte.“[1]
  • Während der Dreharbeiten konnte Burt Lancaster einen runden Geburtstag feiern. Er wurde am 2. November 1983 70 Jahre alt.

Kritiken[Bearbeiten]

  • Christoph Huber schreibt dazu: „Peckinpah letzter Film ist eine kalte, klinische Studie des Sehens. Die Story um eine Gruppe Geheimagenten und Doppelspione (Burt Lancaster, John Hurt, Rutger Hauer), die gemeinsam, lauernd ein Wochenende vor Überwachungskameras verbringen, ist ihm Anlass für eine in eigenwilligen Geschwindigkeiten verfaßte Abschiedserklärung an Werte, Bilder und ein düsteres Ruinenwerk möglicher falscher Spuren. Am Ende fordert er auf, den Fernseher abzudrehen – ein schönerer Abschied läßt sich kaum denken.“[2]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Beim Cognac Festival du Film Policier in Frankreich wurde der Film zweimal ausgezeichnet. Einmal mit dem Spezialpreis der Jury und einmal mit dem TF1 Special Award.

Weblinks[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.filmzentrale.com/rezis/ostermanweekenddb.htm
  2. http://www.allesfilm.com/show_article.php?id=19573