Das Tribunal

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Filmdaten
Deutscher Titel Das Tribunal
Originaltitel Hart’s War
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch, Deutsch
Erscheinungsjahr 2002
Länge 125 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
JMK 14[1]
Stab
Regie Gregory Hoblit
Drehbuch Billy Ray,
Terry George,
John Katzenbach (Roman)
Produktion David Foster,
Gregory Hoblit,
David Ladd,
Arnold Rifkin
Musik Rachel Portman
Kamera Alar Kivilo
Schnitt David Rosenbloom
Besetzung

Das Tribunal ist ein US-amerikanischer Kriegsfilm aus dem Jahr 2002. Der Film beruht auf einer literarischen Vorlage des Autors John Katzenbach. In die deutschen Kinos kam der Film am 30. Mai 2002.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Handlung

Im Dezember 1944, kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges, gerät der junge US-Leutnant Thomas W. Hart auf einer Erkundungsfahrt in der Nähe von Malmedy in Belgien in die Hände der Deutschen Wehrmacht.

Nach der Vernehmung schicken die Deutschen Lt. Hart in ein Kriegsgefangenenlager bei Augsburg, ein so genanntes Stalag. Hier wird er auf Anordnung des amerikanischen Colonels William A. McNamara in einer Baracke untergebracht, in der Soldaten mit niederen Dienstgraden einquartiert sind.

Einige Tage später kommen mit einem weiteren Transport zwei afroamerikanische Offiziere, Lincoln Scott und Lamar Archer, in das Lager. Sie kommen in der Baracke Harts unter und werden von Beginn an aufgrund ihrer Hautfarbe diskriminiert und ausgegrenzt. Die Deutschen finden eines Tages unter der Pritsche von Lamar Archer einen Zeltnagel, Archer wird sofort standrechtlich erschossen. Scott beschuldigt Sgt. Bedford, den Zeltnagel unter Archers Pritsche gelegt zu haben. Als kurz danach Bedford ermordet wird, fällt der Verdacht auf Lincoln Scott. Colonel McNamara überredet den Lagerkommandanten Oberst Werner Visser, ein Tribunal, also ein Gerichtsverfahren, durchführen zu dürfen. Er beauftragt Lt. Hart mit der Verteidigung von Lt Scott. Visser und McNamara versuchen ihrerseits Hart zu beeinflussen.

Was Hart jedoch nicht weiß, ist, dass Col. McNamara im Hintergrund einen Ausbruch aus dem Stalag plant, um eine als Schuhfabrik getarnte Munitionsfabrik in der Nähe des Lagers zu zerstören. Nach und nach offenbart sich für Hart die Wahrheit.

Hart gibt innerhalb seines Schlussplädoyers zu, dass er den Mord begangen habe, was auch noch Colonel McNamara hört, bevor er den Tunnel betritt. Als die deutschen Offiziere den Ausbruch bemerken, soll es zu einer Massenerschießung unter den amerikanischen Offizieren kommen, die allerdings durch die Wiederkehr McNamaras verhindert wird. Dieser gibt sein Leben, um die Soldaten zu schützen, und wird von dem leitenden deutschen Offizier erschossen, nachdem zuvor die Munitionsfabrik explodiert ist.

[Bearbeiten] Kritik

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Abstrus wird nicht nur die Gefangennahme des Hauptdarstellers dargestellt, sondern auch das darauffolgende Folterverhör. Der junge amerikanische Offizier bekommt es mit eindimensional gezeichneten Stereotyp-Bösewichten zu tun, so etwa dem unmenschlichen, grausamen, kalten Vernehmungsoffizier in einem düsteren Gruselschloss.

Kritiker bemängeln zudem die Darstellung des Lagerkommandanten, Oberst Werner Visser. Zwar stellt Marcel Iureș ihn kalt und sarkastisch dar, doch es ist kein Fall bekannt, in dem ein Lagerkommandant mit einem amerikanischen Kriegsgefangenen (im Film Colin Farrell als Lt. Thomas W. Hart) ein derart gutes Verhältnis hatte, geschweige denn ihn in seine Baracke eingeladen hätte.

Genau so unrealistisch ist das Theaterstück, das von den Gefangenen aufgeführt wird. In diesem Stück wird Adolf Hitler auf die Schippe genommen. In Wirklichkeit hätte das Lagerpersonal etwas derartiges nie zugelassen.

Die Filmzeitschrift Cinema schrieb: ... Die Schlusspointe funktioniert wie ein Weckruf, mindert aber nicht den Eindruck, dass Gregory Hoblit ("Zwielicht") einen lahmen Propagandafilm über die Rechtschaffenheit tapferer US-Boys gedreht hat. Amerikanische Moralsauce mit Nazi-Garnitur.[2]

[Bearbeiten] Hintergrund

Der Sitz des zentralen Handlungsortes Stammlagers VI A wird im Film mit Augsburg angegeben, tatsächlich befand sich dieses jedoch in Hemer, 480 Kilometer von Augsburg entfernt in der Nähe von Iserlohn bei Dortmund.

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Freigabe der Jugendmedienkommission
  2. Cinema.de: Filmkritik
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