Das Wunder von Manhattan (1947)

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Filmdaten
Deutscher Titel Das Wunder von Manhattan
Originaltitel Miracle on 34th Street
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1947
Länge 92 Minuten
Stab
Regie George Seaton
Drehbuch George Seaton
Produktion William Perlberg
Musik Cyril J. Mockridge
Kamera Lloyd Ahern,
Charles G. Clarke
Schnitt Robert L. Simpson
Besetzung

Das Wunder von Manhattan (Originaltitel: Miracle on 34th Street; Alternativtitel Das Wunder der 34. Straße) ist ein US-amerikanischer Spielfilm aus dem Jahr 1947. 1994 entstand eine Neuverfilmung mit Richard Attenborough unter der Leitung von Les Mayfield.

Handlung[Bearbeiten]

Ein gutmütiger älterer Herr namens Kris Kringle, von dem niemand weiß, woher er wirklich kommt, sucht eine Person für die Thanksgivingparade von Macy's. Als er keinen geeigneten findet, überredet die Paradenmanagerin Doris ihn, die Arbeit selbst zu verrichten. Kringle leistet bei der Parade gute Arbeit und darf deshalb die Position des Macy's-Weihnachtsmannes im größten Geschäft mitten in Manhattan unter der Aufsicht des nüchternen Spielzeugwarenabteilungsleiters Shellhammer übernehmen. Dabei empfiehlt er auch Produkte anderer Läden, was der Beliebtheit von ihm und Macy's keinen Abbruch tut. Doris Nachbar Fred Gailey nimmt Doris' Tochter, das eher altkluge Scheidungskind Susan, mit zu Kringle. Doch schon bald wird Susan durch Kringles Verhaltensweisen überzeugt, dass er der echte Weihnachtsmann ist. Als Doris verlangt, dass Kringle Susan erzählt, dass er nicht der wahre Weihnachtsmann sei, behauptet er es aber, sodass Doris ihn feuern will, aber von der Geschäftsleitung davon abgehalten wird. Trotzdem hat Shellhammer bereits den Kaufhausarzt Granville Sawywer gerufen, der Kringle für verrückt erklärt und in eine Psychiatrie einliefern lässt.

Doch in der Psychiatrie hält man ihn für harmlos und Fred und Kringle beschließen, nun Doris und Susan von ihrem Zynismus und ihrer vollkommenen Rationalität zu heilen. Bei einer Konfrontation mit Sawyer kommt es zu einem Kampf zwischen Kringle und ihm. Sawyer tut so, als wäre seine Verletzung schwer und zieht mit Kringle vor Gericht, um zu beweisen, dass er verrückt ist. Fred unterstützt Kringle als sein Anwalt. Kringle glaubt jedoch, dass Doris ihn verraten hat. Vor Gericht sagen Zeugen aus - etwa Kaufhausleiter Macy - die glauben, dass er der Weihnachtsmann ist. Zwar wird Sawyer bald darauf gefeuert, doch die Anklage bleibt. Dennoch schafft es Fred, zuletzt mit Briefen, die an den Weihnachtsmann adressiert waren und Kris zukamen, das Gericht davon überzeugen, dass Kringle der Weihnachtsmann ist und nicht verrückt ist. Kringle versöhnt sich mit Doris und diese wird ein Paar mit Fred. Susan glaubt an den Weihnachtsmann.

Kritiken[Bearbeiten]

Der Film erhielt überwiegend positive Kritiken. So lobte etwa Channel 4 Film, der Film sei ein „klassischer Weihnachtsfilm mit soviel Einfühlsamkeit, dass er eher verzaubert als aufgesetzt süßlich zu wirken“.[1] Laut Almar Haflidason vom BBC biete der Film eine „clevere und tiefgreifende Geschichte, die zuversichtlich stimmt und selbstsicher ihre Aussage macht, und nebenbei beträchtlichen Charme versprüht.[2] Bosley Crowther von der New York Times verkündet, Das Wunder von Manhattan sei der „erfrischendste […] Film seit langer Zeit und vielleicht die beste Komödie des Jahres.[3] Auch der Evangelische Film-Beobachter ist voll des Lobes: „Ein liebenswürdiger Film um einen alten Herrn in der Rolle des Weihnachtsmanns. Warmherzige Liebe und das Hoffen auf das Wunder stehen gegen die kalte Welt des Profits, der Technik und der Warenhäuser.“[4]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Der Film wurde 1948 mit Oscars in den Kategorien Bester Nebendarsteller (Edmund Gwenn), Bestes adaptiertes Drehbuch (George Seaton) und Beste Originalgeschichte (Valentine Davies) ausgezeichnet und für den Besten Film nominiert. Er erhielt im selben Jahr außerdem zwei Golden Globes in den Kategorien Bester Nebendarsteller (Edmund Gwenn) und Bestes Filmdrehbuch (George Seaton).

DVD-Veröffentlichung[Bearbeiten]

Der Film ist seit dem 26. November 2007 als DVD erhältlich. Diese beinhaltet die original Schwarz-weiß-Fassung sowie eine nachkolorierte Version.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Filmkritik im Channel 4 Film, 27. November 2007, abgerufen am 14. März 2008
  2. Filmkritik von Almar Haflidason, BBC, 8. Dezember 2000, abgerufen am 14. März 2008
  3. Bosley Crowther, New York Times, 20. Mai 2003, abgerufen am 14. März 2008
  4. Evangelischer Presseverband München, Kritik Nr. 152/1949