Das Wunder von Narnia

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Das Wunder von Narnia bzw. Die geheimnisvolle Tür oder: Die Gründung von Narnia[1][2] (engl. Originaltitel The Magician's Nephew zu deutsch Der Neffe des Magiers) ist ein Roman des Schriftstellers C. S. Lewis und erschien 1956 als Teil der Reihe Die Chroniken von Narnia. Obwohl als vorletztes geschrieben, bildet das Buch nach Lewis' Wunsch den Anfang der siebenteiligen Reihe.

Inhalt[Bearbeiten]

Digorys Mutter ist schwer krank, deswegen zieht Digory zu seiner Tante und seinem merkwürdigen Onkel Andrew. Bald trifft er die Nachbarin Polly, deren Eltern sehr streng sind, und die beiden beschließen, die miteinander verbundenen Dachböden der Häuser zu erkunden. Durch Zufall landen sie im Zimmer von Digorys Onkel, der im Besitz geheimnisvoller Ringe ist. Er schenkt Polly einen gelben Ring, dessen Berührung sie auf der Stelle verschwinden lässt. Andrew erzählt nun seinem Neffen, was es mit den Ringen auf sich hat: Die gelben Ringe, so glaubt er, bringen denjenigen, der sie berührt, in eine andere Welt. Die grünen bringen die Person wieder zurück zur Erde. Digorys Onkel fehlt allerdings der Mut, dies selbst zu testen. Er gibt Digory zwei grüne und einen gelben Ring, um Polly zu retten. Die beiden Kinder treffen sich daraufhin an den Teichen im Wald zwischen den Welten wieder. Die Ringe führen demnach nicht nur zu einer anderen Welt, sondern, von diesen Teichen ausgehend, zu vielen anderen. Neugierig geworden, wollen Polly und Digory einige erforschen, bevor sie zurück nach Hause gehen, indem sie in die verschiedenen Teiche springen.

Sie landen auf der Charn, einer anscheinend toten, menschenleeren Welt. In einer großen Halle einer Residenz, in der viele prächtig gekleidete Gestalten früherer Herrscherinnen und Herrscher wie im Tiefschlaf sitzen, findet Digory eine kleine Glocke, versehen mit dem Spruch: „Schlag das Glöckchen, ruf die Gefahr. Oder schlage es nicht, doch dann fürwahr, Wirst du Dich bis zum Wahnsinn fragen – Was geschehen wäre, hättest Du es geschlagen.“ Er schlägt die Glocke und weckt damit die letzte Überlebende, Königin Jadis. Die machtbesessene, grausame Hexe war für die Zerstörung ihrer Welt und den Tod aller ihrer Bewohner verantwortlich und zwingt jetzt die Kinder, sie zur Erde zu bringen.

Als sie dort ankommen, ist Andrew Ketterley vollkommen von Jadis fasziniert, die ihn die ganze Zeit herumkommandiert und die Eroberung der Erde plant. Nach einigem Durcheinander schaffen die Kinder es, sie zurück zum Wald zwischen den Welten zu bringen.

Ohne es geplant zu haben, sind sie aber diesmal nicht allein unterwegs, sondern zusammen mit Onkel Andrew, einem Kutscher und dessen Pferd. Sie betreten durch einen weiteren Teich eine noch ganz leere Welt. Dort hören sie zunächst das Lied des Löwen Aslan. Aus dem Lied, das er singt, entsteht eine neue Welt – Narnia. Als sie fertig ist, ruft er einige Tiere zu sich und gibt ihnen die Fähigkeit zu sprechen.

Die Hexe Jadis entkommt währenddessen. Da Digory die Hexe aufgeweckt hat, ist es auch seine Pflicht, das neue Land vor ihr zu schützen. Zusammen mit Polly, die ihm helfen will, macht er sich auf den Weg, einen Apfel von einem speziellen Baum zu pflücken, der, wenn er eingepflanzt ist, das Land schützen kann.

Am Apfelbaum treffen sie Jadis, die versucht, Digory zu überreden, den Apfel zu stehlen und zu seiner Mutter zu bringen, um sie zu heilen. Digory widersteht der Versuchung und bringt den Apfel zu Aslan, der Digory erlaubt, den Apfel einzupflanzen. In kürzester Zeit wächst ein neuer Baum. Der Löwe schenkt Digory einen Apfel des Baumes für seine Mutter und erklärt ihm, dass ein gestohlener Apfel ihr nur schlecht geholfen hätte, während ein geschenkter sie heilen kann.

Wieder zu Hause bewahrheitet sich Aslans Wort, und Digorys Mutter wird wieder gesund.

Digory pflanzt die Überreste des Apfels ein, daraus wächst ein großer Apfelbaum. Nachdem dieser später durch einen Sturm entwurzelt worden ist, lässt er einen Schrank daraus bauen. Doch nicht er erfährt die Magie des Schrankes zuerst, sondern die vier Kinder Peter, Susan, Edmund und Lucy, (siehe auch Der König von Narnia, Prinz Kaspian von Narnia), welche die Kriegsjahre bei ihm auf dem Land verbringen.

Zeitgleich wurde auch der Baum in Narnia entwurzelt. Ohne diesen Schutz kann Narnia wieder von Königin Jadis angegriffen werden (Der König von Narnia).

Christliche Deutung[Bearbeiten]

Im zweiten Teil des Buches „Das Wunder von Narnia“ wird die Welt Narnia vom Löwen Aslan erschaffen. Der Löwe singt, und die Welt Narnia entsteht aus dem Dunkel. Erst erscheint das Licht, dann Pflanzen und Tiere, in der gleichen Reihenfolge wie bei der Schöpfung in der Bibel. Dort jedoch spricht Gott, der Herr, etwas und es wird oder geschieht, im Buch singt der Löwe. Auch der „Sündenfall" wird angedeutet. Wieder hat es mit dem verbotenen Entfernen einer Frucht zu tun. Auffällig ist auch, dass Aslan die Kinder immer als „Tochter Evas“ und „Sohn Adams“ anspricht. In den chronologisch folgenden Bänden werden die Menschenkinder auch von den Bewohnern Narnias wiederholt so genannt.

Verfilmung[Bearbeiten]

Rezensionen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Clive Staples Lewis: Die Chroniken von Narnia Band 1 – Das Wunder von Narnia. Ueberreuter Verlag, Wien 2006; ISBN 3-8000-5264-4
  • Clive Staples Lewis: Die Chroniken von Narnia. Ueberreuter Verlag, Wien 2005 (gebundene Gesamtausgabe); ISBN 3-8000-5186-9

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Stadtbibliothek Graz: http://stadtbibliothek.graz.at/index.asp?MEDIENNR=0023557
  2. Narnia Translations: http://www.inklingsfocus.com/german.html
  3. http://filmkinotrailer.com/film/narnia-4/