Das alte Gesetz

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Filmdaten
Originaltitel Das alte Gesetz
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1923
Länge 128 Minuten
Stab
Regie Ewald André Dupont
Drehbuch Paul Reno nach Aufzeichnungen von Heinrich Laube
Kamera Theodor Sparkuhl
Besetzung

Das alte Gesetz ist ein deutscher Stummfilm des Regisseurs Ewald André Dupont aus dem Jahr 1923.

Handlung[Bearbeiten]

In der Mitte des 19. Jahrhunderts entschließt sich der Rabbinersohn Baruch gegen den Willen seines Vaters sein galizischen Schtetl zu verlassen um Schauspieler zu werden. Zunächst schließt er sich einem Wandertheater an, wo die österreichische Erzherzogin Elisabeth Theresia Gefallen an ihm findet und durch ihren Einfluss ein Engagement am Wiener Burgtheater verschafft. Baruch schafft es ein gefeierter und erfolgreicher Star zu werden. Sein Vater, Rabbiner Mayer, ist von diesem Leben entsetzt und verstößt seinen Sohn. Als er dann doch eine Aufführung des Don Carlos mit seinem Sohn besucht, ist er tief beeindruckt von dem Schauspieltalent seines Sohnes erkennt er darin eine Gnade Gottes und verzeiht ihm nach einer Aussprache. Baruch gehrt zurück nach Hause wo seine Jugendliebe Esther auf ihn gewartet hat.

Hintergrund[Bearbeiten]

Der Film wurde am 29. Oktober 1923 in Deutschland uraufgeführt. Er ist 7 Akte lang und wurde für die Jugend freigegeben. Er ist erhalten und wird gelegentlich öffentlich aufgeführt.

Die Filmbauten wurden von Alfred Junge entworfen und von Curt Kahle ausgeführt. Die Kostüme stammen von Ali Hubert.

Rezeption[Bearbeiten]

In den Filmzeitschriften Film-Kurier und Lichtbild-Bühne erschienen 1923 umfangreiche Rezeptionen.

„Es gelingt Dupont, die Atmosphäre der so verschiedenen Welten dieses Films sichtbar zu machen: das Ghettomilieu, das durch eine nahezu unübersteigbare Mauer von der Welt da draußen getrennt ist und diese Welt selbst; die hier anschaulich gemacht wird durch das Wien der sechziger Jahre, das getragen wird von den Rhythmen der Walzer eines Johann Strauß und dem das Burgtheater den Inbegriff aller Kunst schlechthin bedeutet.“

Film-Kurier, Nr. 244, 30. Oktober 1923[1]

„Und nun Duponts Regie: Gewiß, er hat Fehler begangen durch Längen und Breiten. Aber wie verzeihlich sind sie! Muß man nicht unwillkürlich liebevoll haften bleiben an der Schilderung dieses Milieus, die nötig ist, um tieferes Verständnis zu erwecken? Mit ein paar Scherenschnitten sind diese Mängelchen zu beseitigen. Und wie sind sie ausgeglichen durch hinreißende Regiefeinheiten, wundervoll gesehene Bilder und eine Dezenz der Linienführung, die bei der Heikligkeit des Themas nicht immer leicht gewesen sein mag.“

Lichtbild-Bühne, Nr. 44, 3. November 1923[2]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kritik bei filmportal.de
  2. Kritik bei filmportal.de