Das feuerrote Spielmobil

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Seriendaten
Originaltitel Das feuerrote Spielmobil
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Jahr(e) 19721981
Länge 30 Minuten
Episoden 184
Genre Kinderserie
Idee Harald Hohenacker,
Philipp Sonntag,
Raimund Ulbrich
Erstausstrahlung 21. April 1972 auf
Deutsches Fernsehen

Das feuerrote Spielmobil war eine vom 14. Mai 1972 bis 12. Juli 1981 ausgestrahlte Kinder-Fernsehserie. Insgesamt wurden 184 Folgen der vom Bayerischen Rundfunk produzierten Serie im Nachmittagsprogramm der ARD gesendet.

In der Sendung fuhr ein als Kamerawagen ausgestatteter roter Kleinbus durch das Land und zeigte Begegnungen mit Menschen und deren Geschichten.

Zu Beginn der Serie war das Spielmobil ein Opel Blitz. Ziel der Serie war es, die Phantasie der Zuschauer anzuregen und sozialen Umgang zu lehren. In den ersten fünf Folgen spielten noch die beiden Puppen Maxifant und Minifant in der Serie mit, die dann jedoch ihre eigene Serie bekamen, weil sich die Produktionspartner trennten. Stattdessen kamen nun die Hundepuppen Biff und Wuff (entworfen von Jan Gulbransson) und die Trickfigur Wummi zum Einsatz.

Während der Folgen wurden mehrere Märchen nacherzählt, vor allem Grimms Märchen wie Rotkäppchen, Doktor Allwissend oder Das tapfere Schneiderlein. Darüber hinaus wurden Geschichten mit Felix (Uwe Falkenbach) und Bruder Tom (Erich Schleyer), von der 25 Folgen auf DVD erschienen sind, dem dünnen Herrn Schwarz (Josef Schwarz) und dem dicken Herrn Kern (Peter Kern) sowie mit dem Traummobil erzählt. Die langlebigste und bekannteste Serie innerhalb der Reihe war Das Haus mit der Nr. 30, sie lief von 1977 bis 1979 mit 41 Folgen.[1]

Weitere bekannte Mitwirkende aus der Theater- und Kabarettszene waren z. B. Jörg Hube, Anja Franke, Michael Habeck, Frithjof Vierock, Philipp Sonntag und Marion Kracht.

Fernsehtechnisches Neuland waren zu der damaligen Zeit die mit der Bluescreen-Technik gestalteten Märchendarstellungen, z. B. Doktor Allwissend, Das blaue Licht, Das tapfere Schneiderlein oder Der alte Sultan. Weitere Folgen liefen unter dem Titel Geschichten mit Philipp Sonntag und seinem Traummobil, Kern und Schwarz, Felix und Bruder Tom.

Im Frühjahr 2009 erwarb, unter Vermittlung von Auto Bild, das deutsche Opel-Museum den Originalwagen (einen Opel Blitz, Baujahr 1962) der ersten Staffel, der nahezu unverändert geblieben ist, von seinem letzten Besitzer. Dessen Bruder hatte das Spielmobil Anfang der 1980er-Jahre dem BR abgekauft und im Rahmen der Auswanderung mit nach Otjiwarongo in Namibia genommen.[2]

Sonstiges[Bearbeiten]

Im Vorspann wurden Münchner Stadtansichten sowie das Spielmobil durch München fahrend gezeigt. Eberhard Schoener komponierte für 36 Folgen die Musik.[3][4]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. DVD-Übersicht auf digitalvd.de, abgerufen am 2. Dezember 2013.
  2. TV-Kultbus in Namibia gefunden auf welt.de, abgerufen am 2. Dezember 2013.
  3. Begegnung mit dem Komponisten Eberhard Schoener auf tagblatt.de, abgerufen am 2. Dezember 2013.
  4. Eberhard Schoener, Dirigent auf genuit.de, abgerufen am 2. Dezember 2013.