Das vergessene Tal

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Filmdaten
Deutscher Titel Das vergessene Tal
Originaltitel The Last Valley
Produktionsland Großbritannien
USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1971
Länge 125 Minuten
Altersfreigabe FSK 18
Stab
Regie James Clavell
Drehbuch James Clavell
Produktion Martin Baum
James Clavell
Robert Porter
Musik John Barry
Kamera Norman Warwick
John Wilcox
Schnitt John Bloom
Besetzung

Das vergessene Tal (Originaltitel: The Last Valley) ist eine von James Clavell inszenierte Literaturverfilmung nach dem gleichnamigen Roman von J.B. Pick. Die Hauptrollen sind mit Michael Caine und Omar Sharif besetzt.

Handlung[Bearbeiten]

Im Europa des frühen 17. Jahrhunderts bekämpfen sich Protestanten und Katholiken im Dreißigjährigen Krieg.[1] Vogel, ein Lehrer auf Wanderschaft, gerät durch einen Sturz über einen Hang durch Zufall in ein von der Außenwelt abgeschnittenes Dorf, welches von dem bereits jahrelang schwelenden blutigen Konflikt noch unberührt ist. In weiterer Folge findet jedoch auch ein Trupp marodierender Söldner den Weg zu der abgeschiedenen kleinen Ortschaft. Vogel kann ihren Anführer, den Hauptmann, davon überzeugen, das Dorf nicht zu plündern. Stattdessen plant man, im Dorf zu überwintern und das Tal und die Dorfbewohner vor anderen Eindringlingen zu schützen. Um Ordnung und Disziplin zu wahren, lässt der Hauptmann jegliche Verstöße gegen seine Regeln streng ahnden. Vogel sichert sein eigenes Überleben, indem er als Vermittler zwischen den Soldaten und den Bewohnern auftritt. Der Söldner Hansen wird bei dem Versuch, die junge Bäuerin Inge zu vergewaltigen, von Vogel aufgehalten. Unzufrieden mit der Situation im Tal verlässt Hansen das Dorf, nur um wenig später mit einem Trupp Söldnern zurückzukehren. Er ist fest entschlossen, die Herrschaft über das Dorf an sich zu reißen. Der Angriff scheitert jedoch am erbitterten Widerstand der Dorfbewohner und der Söldner, die unter dem Kommando des Hauptmanns stehen.

Im Frühjahr verlässt der Trupp das Dorf wieder, um zur Unterstützung der protestantischen Truppen unter Bernhard von Sachsen-Weimar erneut in den Krieg zu ziehen. Der Hauptmann übergibt Vogel das Kommando, bis zu dem Zeitpunkt, an dem er zurückkehre. Die meisten der Söldner sterben bei den folgenden Gefechten. Der schwer verwundete Hauptmann findet den Weg zurück ins Dorf und erliegt dort seinen Verletzungen. Vogel sorgt dafür, dass er nicht mehr erfahren muss, dass man Erica, mit der er während seiner Zeit im Dorf zusammen war, schwer misshandelt und auf dem Scheiterhaufen verbrannt hat. Bevor der Hauptmann seine Augen für immer schließt, versichert er Vogel dankbar, dass er das Dorf nicht verschont hätte, wenn er nicht dagewesen und ihn daran gehindert hätte.

Vogel verlässt das Tal zusammen mit Inge und kehrt in das von Krieg und der Pest geschundene Land jenseits der Berge zurück.

Kritik[Bearbeiten]

„Mischung aus Horror-, Kitsch-, Heimat- und Kostümfilm; ein überlanges, aufwendiges, auch in den schauspielerischen Leistungen enttäuschendes Hollywoodspektakel.“

Lexikon des internationalen Films[2]

„Ansprechend und im Ausland für ca. $ 6 Millionen gedreht, mit Michael Caine und Omar Sharif in überzeugenden Darbietungen. Dennoch ist James Clavells Endprodukt eine zu schwerfällige cineastische Oper in einer Boulevardversion, zu wortgetreu im historischen Detail, um geschickt die beabsichtigten Allegorien zu suggerieren und, paradoxerweise, zu sinnbildlich, um die tatsächlichen Realitäten des Dreißigjährigen Krieges zu verdeutlichen.“

Variety[3]

Das vergessene Tal ist eine Art von historischem Film, ein Typ eines Abenteuerfilms, eine Form des Monumentalfilms, und er hat etwas von einer Parabel. Das Ergebnis ist ein bisschen langweiliger als unbedingt notwendig, wenn man die Möglichkeiten bedenkt.“

Vincent Canby, The New York Times: [4]

Anmerkungen[Bearbeiten]

  • Der Film ist die letzte auf 65-mm-Film gedrehte Todd-AO-Produktion.
  • Die Dreharbeiten im Jahr 1969 dauerten vierzehn Wochen[5] und fanden überwiegend in Trins in Österreich und in Surrey in England statt.[6]
  • Tag der Erstaufführung in der Bundesrepublik Deutschland war der 12. März 1971.[7]
  • Zur Vorbereitung auf seine Rolle als Hauptmann lernte Michael Caine verschiedene deutsche Dialekte.[5]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vgl. David Bishop: Starring Michael Caine. London 2003, ISBN 1-903111-57-9, S.138-141
  2. Katholisches Institut für Medieninformation (KIM) und Katholische Filmkommission für Deutschland (Hrsg.): Lexikon des internationalen Films. Das komplette Angebot in Kino, Fernsehen und auf Video. Band V-Z, Rowohlt, Hamburg 1995, ISBN 3-499-16357-8, S. 6108
  3. Bewertung: “The Last Valley In: Variety (letzter Zugriff: 29. Juni 2014)
  4. Vincent Canby: The Last Valley (1971) In: The New York Times, 29. Januar 1971 (letzter Zugriff: 29. Juni 2014)
  5. a b Bishop 2003, S.141
  6. Drehorte (letzter Zugriff: 8. November 2010)
  7. Lexikon des Internationalen Films. Band V-Z, Hamburg 1995, S. 6108