Das zweite Leben des Monsieur Manesquier

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Filmdaten
Deutscher Titel Das zweite Leben des Monsieur Manesquier
Originaltitel L'Homme du train
Produktionsland Frankreich, Deutschland, Vereinigtes Königreich, Schweiz
Originalsprache Französisch
Erscheinungsjahr 2002
Länge 90 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Patrice Leconte
Drehbuch Claude Klotz
Produktion Philippe Carcassonne
Musik Pascal Estève
Kamera Jean-Marie Dreujou
Schnitt Joëlle Hache
Besetzung

Das zweite Leben des Monsieur Manesquier (Originaltitel L'Homme du train) ist ein französisch-deutsch-britisch-schweizerischer Film aus dem Jahr 2002.

Handlung[Bearbeiten]

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Ein Fremder (Johnny Hallyday) steigt in einem französischen Dorf aus einem Zug. Wie sich später herausstellt, will er die Bank im Ort überfallen. In einer Apotheke begegnet er dem pensionierten Lehrer Manesquier (Jean Rochefort), der weitgehend allein in einem etwas herunter gekommenen Haus wohnt und dem eine Herzoperation bevorsteht. Manesquier nimmt Milan bei sich auf und schon bald stellen beide fest, dass sie sich wünschen, das Leben des anderen führen zu können. Milan hätte gern seine Ruhe, Manesquier glaubt ein wildes Leben versäumt zu haben. Sie haben drei Tage Zeit, sich das andere Leben vorzustellen, doch am Ende muss sich doch jeder in sein Schicksal fügen. Während Manesquier dem Anderen sein Leben (ein Leben der verpassten Chancen) erzählt, hört Milan zu und zeigt eher symbolisch an (so zieht er im Haus Manesquiers dessen Pantoffeln an), dass er gerne das Leben Manesquiers gelebt hätte. In einem Restaurant geht Manesquier einmal aus sich heraus und legt sich mit einem die Gäste provozierenden jungen Mann an, der, wie sich herausstellt, eine früherer Schüler ist und aus Respekt vor der Autorität des Lehrers sofort klein beigibt. Milan lebt im Haus Manesquiers wie ein Pensionär, verfolgt dabei seinen Plan, die lokale Bank auszurauben, aber weiter. So gehen beide Männer bis zum Schluss Ihren eigenen Weg und sind in der letzten Minute ihres Lebens zwar räumlich getrennt, in Gedanken aber beim jeweils Anderen. Ein poetischer, ein melancholischer Film der leisen Töne.

Kritik[Bearbeiten]

„Kammerspielartig inszenierte Geschichte um die Suche nach Glück und die Sehnsucht nach einem Neuanfang. Der Versuch, zwei archetypische Schauspieler des französischen Kinos gegen den Strich zu inszenieren, gelingt nur begrenzt.“

Lexikon des Internationalen Films

„Lecontes DAS ZWEITE LEBEN... dagegen war der erste Film, bei dem Hallyday den Regisseur darum bat, mit ihm arbeiten zu dürfen. Und so lässt ihn Leconte wie einen alten, müden Löwen durch die französische Provinz trotten, spielt mit liebevoller Ironie die tough guy- Klischees seiner Karriere durch, setzt ihn schließlich in Filzpantoffeln, eine Pfeife schmauchend, vor den Kamin eines bourgeoisen Herrenhauses - auch Legenden müssen irgendwann einmal zur Ruhe kommen. 'DAS ZWEITE LEBEN... war mein erster Film als Schauspieler', gestand der 62-Jährige dann doch ganz bescheiden den "Cahiers du Cinema".“

Kai Mihm, epd Film, 11/2005

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Das zweite Leben des Monsieur Manesquier gewann auf dem Film-Festival in Venedig im Jahre 2002 den Publikumspreis als bester Film; Jean Rochefort gewann den Publikumspreis als bester Schauspieler. Regisseur Patric Leconte war für den Goldenen Löwen nominiert. Hallyday erhielt für seine Rolle den Jean-Gabin-Preis.

Weblinks[Bearbeiten]