Date Sōdō

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Der Date Sōdō (jap. 伊達騒動; „Date-Aufruhr“ oder „Date-Unruhen“) war ein Konflikt adeliger Familien innerhalb des Date-Klans, der sich im Jahr 1671 ereignete.

Geschichte[Bearbeiten]

1660 wurde Date Tsunamune, der Daimyō (Feudalherr) und Clan-Chef des Lehens Sendai (Hauptburg in Sendai), in Edo wegen Trunkenheit und Ausschweifungen verhaftet. Es wird in der Regel angenommen, dass dieses Benehmen von Tsunamune wahr gewesen sei, aber die Festnahme wurde vermutlich stark von Vasallen und Verwandten im Norden unterstützt. Diese Vasallen und Verwandten wandten sich an den Rat der Ältesten in Edo, mit der Klage, dass es Tsunamune nicht erlaubt sei zu herrschen, da er den Date-Klan nicht richtig führen könne, und dass sein Sohn Date Tsunamura, Urenkel von Date Masamune, dem berühmtesten Vertreter des Date-Geschlechts, Daimyō werden solle. So wurde Tsunamura unter der Vormundschaft seiner beiden Onkel, Date Munekatsu und Date Muneyoshi, zum Daimyō.

Gewalt und Konflikt herrschten die nächsten zehn Jahre im Norden Japans und erreichten einen Höhepunkt im Jahre 1671, als Aki Muneshige, ein mächtiger Verwandter der Date, sich beim Shōgunat über die Misswirtschaft der Lehen unter Tsunamura und seiner zwei Onkel beschwerte. Die Metsuke (Inspektoren) der Region Sendai versuchten, mit der Situation umzugehen, und sich als Vermittler zu tätigen, waren aber gegen Akis Entschlossenheit erfolglos.

Literatur[Bearbeiten]

  • Sansom, George (1963). "A History of Japan: 1615-1867." Stanford, California: Stanford University Press. S. 63-67.